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Donald Trump: Starmer: Mit Trump über Missverständnis zu Grönland geredet

Donald Trump bei einer Rede. Bild: picture alliance/dpa/AP | Matt Rourke

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Großbritanniens Premier Keir Starmer hat mit US-Präsident Donald Trump über ein mögliches Missverständnis hinsichtlich der Entsendung europäischen Militärs nach Grönland gesprochen. Das sagte der Labour-Politiker bei einer Pressekonferenz in London zur Androhung von Zöllen durch den US-Präsidenten.

"Das ist eine der Sachen, die ich mit Präsident Trump gestern hinsichtlich dieser Kräfte besprochen habe, die klar dort waren, um die Bedrohung durch die Russen zu bewerten und damit umzugehen", sagte Starmer auf die Frage eines Journalisten. Deutschland, Großbritannien und andere europäische Staaten hatten auf Wunsch Dänemarks kürzlich eine kleine Zahl von Soldaten nach Grönland entsandt.

Starmer erwägt keine Vergeltungszölle

Nach europäischer Lesart war die Entsendung als Versuch gedacht, Trumps Kritik an dem angeblich unzureichenden militärischen Schutz Grönlands durch Dänemark zu entkräften. Trump interpretierte den Einsatz hingegen als Provokation gegenüber Washington und nahm ihn zum Anlass für eine Drohung mit Zöllen, sollten sich die teilnehmenden Staaten weiterhin einer Übernahme Grönlands durch die USA entgegenstellen.

Eine Androhung von Vergeltungszöllen, wie sie in der EU debattiert wird, schloss Starmer aus. "Verbündeten mit Zöllen zu drohen, ist falsch, vollkommen falsch, und ein Handelskrieg ist nicht in unserem Interesse."

Er betonte zudem die zentrale Bedeutung der transatlantischen Beziehung für die Zusammenarbeit. "Wir dürfen niemals aus den Augen verlieren, dass wir in Sachen Verteidigung, Sicherheit, Geheimdiensten und nuklearer Abschreckung sehr eng mit den US-Verbündeten zusammenarbeiten", sagte Starmer. Es sei im nationalen Interesse Großbritanniens dies fortzuführen, das bedeute aber nicht, dass man so tue als gäbe es keine Differenzen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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/roj/news.de

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