Politik

Donald Trump: "Wäre das Ende seiner Präsidentschaft" - Republikaner warnt vor "katastrophaler Idee"

Ein Parteikollege warnt Donald Trump vor einem möglichen Amtsenthebungsverfahren. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci

  • Artikel teilen:
  • Republikanischer Kongressabgeordneter wendet sich gegen Donald Trump
  • Einen möglichen US-Angriff auf Grönland bezeichnet Don Bacon aus Nebraska als "katastrophale Idee"
  • In diesem Fall würde er wahrscheinlich für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump stimmen

Ein völkerrechtlich höchst umstrittener Angriff auf Venezuela und die Androhung einer gewaltsamen Annexion der zu Dänemark gehörenden Arktisinsel Grönland: Mit seinen jüngsten außenpolitischen Aktionen hat sich Donald Trump auch innerhalb seiner eigenen Partei neue Feinde gemacht. Manch einer seiner einst verbündeten republikanischen Kollegen würde nun sogar ein Amtsenthebungsverfahren für den US-Präsidenten befürworten.

Donald Trump droht Amtsenthebung bei Angriff auf Grönland laut Republikaner Don Bacon

Dazu zählt der Kongressabgeordnete Don Bacon aus Nebraska. Im Gespräch mit dem "World-Herald" prophezeite der 62-Jährige Trump ein mögliches vorzeitiges Aus im Weißen Haus. Dessen Fantasien, Grönland einzunehmen, seien laut Bacon "völlige Clownerie". Eine militärische Invasion wäre eine "katastrophale Idee":

  • "Wenn er seine Drohungen wahr macht, wäre das meiner Meinung nach das Ende seiner Präsidentschaft", so das Repräsentantenhaus-Mitglied weiter.

Hintergrund: Trump hatte zuletzt wiederholt damit gedroht, notfalls auch zu militärischen Mitteln zu greifen, falls Grönland nicht auf die Wünsche der US-Regierung eingehe. Ein Krisentreffen von Regierungsvertretern beider Länder brachte am vergangenen Mittwoch keine Einigung. Stattdessen wies die EU Trump anschließend darauf hin, dass die europäischen Partner Dänemark im Falle eines US-Angriffs laut Vertrag Beistand leisten müssten.

Parteikollege wütet: Donald Trump behandelt seine Freunde "wie Dreck"

Don Bacon hat laut "Raw Story" in der Vergangenheit bereits zweimal gegen ein Amtsenthebunsgverfahren gegen Trump gestimmt. Angesichts des aktuellen Grönland-Konflikts würde er nun eher dazu tendieren, sich anders zu entscheiden. Viele Republikaner seien wütend auf Trump, behauptete er im Interview mit "World-Herald" weiter. Der US-Präsident würde seine besten Freunde "wie Dreck" behandeln und "schikanieren". Dies sei laut dem Kongressabgeordneten "absolut falsch".

Auch diese Artikel beschäftigen sich mit Donald Trump und den aktuellen Entwicklungen in den USA:

/fka/news.de

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.