Fußball-WM 2026: CDU-Politiker erwägt Boykott nach Trump-Drohung gegen Grönland
Boykott-Option: Würde Deutschland aus Protest gegen Donald Trump im Sommer 2026 womöglich nicht um den Pokal bei der Fußball-WM in den USA kämpfen? Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Claudio Thoma
Erstellt von Martin Gottschling
16.01.2026 09.09
- CDU-Politiker Jürgen Hardt spricht von einem möglichen Boykott der Fußball-WM 2026 in den USA
- Hintergrund sind Donald Trumps jüngste Drohungen gegen Grönland
- Würde Deutschland dem Turnier fernbleiben? Bundesregierung will sich nicht äußern
Gefährdet Donald Trump mit seiner aggressiven Außenpolitik nun auch eine reibungslos verlaufende Fußball-WM im eigenen Land? Das Turnier, das vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 zum Großteil in den Vereinigten Staaten stattfinden soll, könnte für die US-Regierung noch zu einer riesigen Blamage werden. Nun droht erstmals auch ein deutscher Politiker mit einem möglichen Boykott.
Probleme durch Donald Trump vor der Fußball-WM 2026
Bereits in den vergangenen Tagen hatte es einige negative Schlagzeilen rund um die Mammut-WM mit 48 Teams gegeben. So wollen die USA aktuell die Visaverfahren für 15 Länder aussetzen, die an dem Turnier teilnehmen. Auch wenn laut der Trump-Administration dabei vor allem Einwanderer ins Visier genommen werden sollen, die einen dauerhaften Aufenthalt in den USA planen, bleibt noch unklar, inwieweit die Einreise für Fans aus den betroffenen Nationen zur WM erschwert werden könnte. Im schlimmsten Fall drohen teilweise leere Stadien.Aus Großbritannien wurden derweil Forderungen laut, die USA komplett von der Weltmeisterschaft auszuschließen. Die parteiübergreifende Initiative von Parlamentariern kritisierte dabei insbesondere Donald Trumps Militäroperation Anfang des Jahres in Venezuela, die als Verstoß gegen das Völkerrecht bewertet wird.
CDU-Politiker Jürgen Hardt droht mit WM-Boykott nach Trump-Drohung gegen Grönland
Dass der US-Präsident nun auch noch die zu Dänemark gehörende Insel Grönland notfalls mit militärischen Mitteln einnehmen will, sorgt für Aufregung in der EU. Deshalb droht der CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt nun gegenüber der "Bild" damit, dass Deutschland der WM im Sommer fernbleiben könnte:
- "Eine Turnierabsage käme allenfalls als Ultima Ratio in Betracht, um Präsident Trump in der Grönlandfrage zur Vernunft zu bringen", sagte der Vertraute von Kanzler Friedrich Merz dem Boulevardblatt.
Gleichzeitig zeigte sich der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion jedoch "zuversichtlich, dass wir in der Grönlandfrage innerhalb der Nato zu einem besseren gemeinsamen Sicherheitsverständnis gelangen".
Würde die DFB-Elf tatsächlich auf eine WM-Teilnahme verzichten?
Zum jetzigen Zeitpunkt ist ein WM-Boykott Deutschlands äußerst unwahrscheinlich. Eine solch drastische Maßnahme würde es zum ersten Mal in der Geschichte geben. Die Bundesregierung äußerte sich laut "Bild" ebenfalls zurückhaltend zu der Frage. CDU-Sportministerin Christiane Schenderlein verwies auf die zuständigen Verbände DFB und FIFA. Neben den USA sind auch Kanada und Mexiko Gastgeber der Fußball-WM 2026.
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