Donald Trump: Sperrt "The Don" Fußballfans aus? USA stoppen Visaverfahren vor WM
Sorgt ein aktueller Beschluss der US-Regierung unter Donald Trump für leere Stadien bei der Fußball-WM 2026? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Martin Gottschling
15.01.2026 10.40
- USA wollen Visa-Vergabe für 75 Länder zunächst aussetzen
- Auf der Liste stehen 15 Nationen, die an der Fußball-WM 2026 teilnehmen
- US-Außenministerium will dauerhafte Aufenthalte von Einwanderern begrenzen, die Anspruch auf Sozialhilfe haben
Es ist der Traum vieler Fußballfans, einmal im Leben ein WM-Spiel live im Stadion miterleben zu dürfen. Doch beim Turnier, das vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in Kanada, Mexiko und den USA stattfinden soll, könnte dies für viele unter Umständen zum Problem werden. Hintergrund ist ein aktuelles Vorhaben der US-Regierung unter Donald Trump, das die Einreise in die Vereinigten Staaten für Bürger einiger Nationen erschwert.
Donald Trump stoppt Visaverfahren für 75 Länder: Einreise für Fans zur Fußball-WM in Gefahr?
Laut einem internen Memo des US-Außenministeriums wird das Visaverfahren für insgesamt 75 Staaten auf unbestimmte Zeit ausgesetzt – darunter 15 Länder, deren Nationalmannschaften an der Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen werden. Darüber berichten Medien wie die "Daily Mail" und der "Daily Star".
Zu den betroffenen WM-Nationen zählt mit Brasilien einer der großen Turnierfavoriten. Daneben stehen Ägypten, Algerien, die Elfenbeinküste, Ghana, Haiti, der Iran, Jordanien, Kap Verde, Kolumbien,Marokko, Senegal, Tunesien, Uruguay und Usbekistan auf der roten Liste der US-Regierung. Die Maßnahme soll am 21. Januar auf unbestimmte Zeit in Kraft treten. Ausnahmen sollen nur in sehr begrenztem Umfang gewährt werden.
US-Außenministerium geht gegen Einwanderer vor, die Anspruch auf Sozialhilfe haben
Das US-Außenministerium rechtfertigt die drastische Maßnahme. Sprecher Tommy Piggott erklärte:
- "Das US-Außenministerium wird von seiner langjährigen Befugnis Gebrauch machen, potenzielle Einwanderer, die den Staat der Vereinigten Staaten belasten und die Großzügigkeit der amerikanischen Bevölkerung ausnutzen würden, als ungeeignet einzustufen."
Es gehe darum, die Einreise von Ausländern zu verhindern, die in den Vereinigten Staaten "Sozialhilfeleistungen in Anspruch nehmen würden". Nicht betroffen sind hingegen kurze Aufenthalte, zum Beispiel für eine zeitlich befristete Arbeit oder ein Studium in den USA, wie "tagesschau.de" schreibt. Welche konkreten Auswirkungen die aktuelle Visasperre für die WM 2026 haben könnte, bleibt zunächst offen. Ob Fußballfans also tatsächlich betroffen sind, ist derzeit unklar – denn offiziell richtet sich die Maßnahme gegen dauerhafte Einwanderung, nicht gegen Touristen.
Bei der Prüfung von Anträgen sollen Konsularbeamte künftig Faktoren wie Gesundheitszustand, Alter und Englischkenntnisse berücksichtigen. Menschen aus den betroffenen Ländern würden zudem häufiger gefälschte oder unzuverlässige Dokumente vorlegen. Auch Sicherheitsbedenken wegen der Einreise potenzieller Terroristen spielen eine Rolle.
Menschenrechtler kritisieren Trump-Regierung
Menschenrechtsorganisationen reagieren laut "Daily Star" empört. Amnesty International USA bezeichnete die Regelungen als "diskriminierend, rassistisch und geradezu grausam". Das National Immigration Forum warnte, die Einschränkungen machten die USA zu einem weniger attraktiven Ziel für Unternehmen und Touristen weltweit.
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