Donald Trump: Erschreckende Militär-Bilanz - "The Don" schon jetzt angriffslustiger als Biden
Donald Trump ließ in seinem ersten Amtsjahr Hunderte Militärschläge durchführen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Ryan Sun
Erstellt von Martin Gottschling
14.01.2026 10.51
- Aktuelle Zahlen zeigen: Donald Trump führte in einem Jahr mehr Militärschläge durch als Vorgänger Joe Biden während seiner gesamten Amtszeit
- Daten des Projekts ACLED enthüllen Hunderte US-Angriffe auf fremdem Boden
- Trump könnte weitere Militäroperationen planen
Donald Trump ist felsenfest davon überzeugt, dass er allein während des ersten Jahres seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident bereits acht Kriege beendet habe. Immer wieder inszeniert er sich öffentlich als Friedensstifter.Bei der Fußball-WM-Auslosung im Dezember wurde ihm sogar ein umstrittener FIFA-Friedenspreis für seine angeblichen Verdienste verliehen. Doch passt das alles mit der Realität zusammen? Neue Zahlen lassen daran große Zweifel aufkommen.
Donald Trump mit erschreckender Kriegsbilanz: Schon jetzt mehr Militärschläge als Joe Biden
Denn wie das gemeinnützige Projekt "Armed Conflict Location and Event Data" (ACLED) enthüllt, hat Trump in den vergangenen zwölf Monaten bereits mehr Militärschläge durchgeführt als sein Vorgänger im Weißen Haus, Joe Biden, in vier Jahren. Darüber berichtet aktuell "Newsweek". Knapp 600 Angriffe wurden durch die aktuelle US-Regierung verzeichnet. Sie erstreckten sich über drei Kontinente und richteten sich gegen Drogenkartelle, Terrororganisationen und autoritäre Regime. Jüngstes Beispiel ist die Militäroperation in Venezuela Anfang des Jahres, bei der amerikanische Streitkräfte den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro festnahmen. Experten bewerteten diese als klaren Verstoß gegen das Völkerrecht. International ebenfalls für viele Schlagzeilen sorgte im Juni 2025 der Angriff auf iranische Atomanlagen.
Donald Trump wirklich ein Friedensstifter? Hunderte US-Angriffe in einem Jahr
Die Zahlen von ACLED sprechen laut "Newsweek" eine deutliche Sprache:
- 573 Luft- und Drohnenangriffe zwischen dem 20. Januar 2025 und dem 5. Januar 2026
- Währenddessen gab es in der vierjährigen Amtszeit von Biden nur 494 solcher Angriffe
- Bezieht man Angriffe mit Koalitionspartnern, zum Beispiel in Syrien und im Irak gegen den IS, mit ein, erhöht sich die Anzahl der Angriffe unter der Trump-Administration sogar auf 658. In vier Jahren Biden lag die Zahl bei 694.
- US-Militärschläge unter Trump wurden bereits in neun Ländern verzeichnet.
- ACLED spricht zudem von 1.008 Auslandseinsätzen mit US-Beteiligung, die schätzungsweise 1.093 Todesopfer forderten. Während Bidens Amtszeit gab es zum Vergleich 1.648 solcher Einsätze mit 1.518 Todesopfern.
- Besonders aktiv sind die USA unter Trump gegen die Huthi-Rebellen im Jemen (über 80 Prozent der Angriffe, mehr als 530 Todesopfer zwischen Januar und Dezember 2025).
Warnung vor weiteren Militäroperationen der Trump-Regierung
Weitere US-Angriffe könnten bevorstehen. Zuletzt drohte Trump erneut dem Mullah-Regime in Iran, weil dieses gewaltsam gegen Demonstranten im eigenen Land vorgeht. Außerdem erhob er zum wiederholten Male Anspruch auf die zu Dänemark gehörende Insel Grönland und kündigte notfalls auch militärische Mittel an, um sein Ziel zu erreichen. Ebenfalls ins Visier nahm Trump Kolumbien, Kuba und Mexiko.
Clionadh Raleigh, CEO von ACLED, zeigt sich laut "Newsweek" alarmiert:
- "Die aktuelle US-Außenpolitik ist nicht nur aufgrund ihrer Geschwindigkeit bemerkenswert, sondern auch, weil sie die Idee, dass Macht durch gemeinsame Regeln beschränkt werden sollte, so offen in Frage stellt. Die Behauptung des Präsidenten, dass nur seine 'persönliche Moral' sein Handeln begrenzt, signalisiert eine Abkehr von Recht, Institutionen und Bündnissen als wirksame Bremsen für militärische Aktionen."
- "Jüngste Operationen in Ländern wie Venezuela und Nigeria zeigen, wie schnell dieser Ansatz in Gewalt umgesetzt werden kann."
Das Weiße Haus rechtfertigte die bisherigen Einsätze hingegen. Trump-Sprecherin Anna Kelly teilte "Newsweek" mit, der US-Präsident habe damit "die ganze Welt sicherer gemacht".
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