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Wegen Donald Trump: USA sollen von der Fußball-WM ausgeschlossen werden

Weil Donald Trump Venezuela angriff, fordern nun einige britische Politiker den Ausschluss der USA von der Fußball-WM 2026. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Ausschluss des US-Teams von der Fußball-WM 2026 gefordert
  • Vorstoß aus Großbritannien wegen Donald Trumps mutmaßlich völkerrechtswidrigem Angriff auf Venezuela
  • Labour-Abgeordneter kritisiert FIFA nach Auszeichnung für den US-Präsidenten scharf

Die Fußball-WM der Männer vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 soll ein riesiges Spektakel werden. Erstmals nehmen 48 statt nur 32 Mannschaften an dem Mega-Turnier teil, das in den USA sowie in Kanada und Mexiko stattfinden soll. Als Gastgeber sind die Vereinigten Staaten automatisch qualifiziert. Doch nun werden Forderungen laut, das amerikanische Team vom Wettbewerb auszuschließen. Grund ist die Politik von Präsident Donald Trump.

Bruch des Völkerrechts durch Donald Trump? Britische Politiker wollen USA von Fußball-WM 2026 ausschließen

Der "Mirror" berichtet über diesen aktuellen Vorstoß aus Großbritannien:Eine parteiübergreifende Gruppe von 21 britischen Parlamentariern will die US-Stars bei der Fußball-Weltmeisterschaft nicht dabei haben. Die Abgeordneten richten sich an die FIFA. Der Weltverband soll prüfen, ob Amerika wegen mutmaßlicher Verstöße gegen internationales Recht von dem Turnier ausgeschlossen werden kann.

Kritik an US-Angriff auf Venezuela und Enftührung von Präsident Nicolás Maduro

Im Zentrum der Kritik steht die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten zu Beginn des Jahres. Die Parlamentarier bezeichnen die Aktion in einem Antrag ans Unterhaus als "Entführung". Zusätzlich werfen sie Präsident Donald Trump vor, souveräne Staaten wie Kolumbien, Kuba und Dänemark mit "verschleierten und offenen Drohungen" eingeschüchtert zu haben.

"Pure Heuchelei": Labour-Abgeordneter teilt gegen FIFA wegen Friedenspreis für Donald Trump aus

Der Labour-Abgeordnete Brian Leishman, der den Antrag eingebracht hat, spricht außerdem von "purer Heuchelei" der internationalen Gemeinschaft und Sportverbänden. Er kritisiert die Verleihung eines neu geschaffenen Friedenspreises an Donald Trump bei der WM-Auslosung vor rund einem Monat scharf: "Die FIFA behauptet, sie sei unpolitisch, aber dann verleiht sie Donald Trump Auszeichnungen."

Ausschluss des US-Teams von Sport-Event nach dem Vorbild Russlands möglich?

Leishman zieht einen direkten Vergleich zur Behandlung Russlands, die er als "absolut korrekt" bezeichnet. Russland ist bereits von der Fußball-WM 2026 ausgeschlossen worden und nahm nicht an der Qualifikation teil. Der britische Politiker fordert dieselbe Konsequenz gegenüber den USA: "Es handelt sich um die Invasion eines souveränen Staates und die Entführung eines Präsidenten in Venezuela." Obwohl er Maduro ausdrücklich kritisch sehe, liege hier ein klarer Bruch des Völkerrechts vor. In dem Antrag heißt es weiter, dass Sportveranstaltungen "nicht dazu missbraucht werden sollten, Völkerrechtsverletzungen durch mächtige Staaten zu legitimieren oder zu normalisieren."

Große Aussicht auf Erfolg hat die Initiative wohl nicht: FIFA-Präsident Gianni Infantino hat ein sehr gutes Verhältnis zu Donald Trump. International dürfte der Vorstoß ebenfalls auf wenig Zustimmung treffen.

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/news.de/stg

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