Wladimir Putin: Kein Sieg in der Ukraine - Ex-Russen-Soldat verrät, was Moskau wirklich will
Laut einem russischen Ex-Soldaten soll es Putin gar nicht um den Sieg gehen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Alexander Kazakov
Von news.de-Redakteurin Sabrina Böhme
06.01.2026 12.33
- Ex-Soldat verrät, dass russische Eliten keinen Sieg anstreben
- Mächtige sollen von Putins Krieg profitieren: "Gemetzel" statt Sieg
- Soldaten-Verluste im Ukraine-Krieg nehmen rasant zu
Die Kosten für Wladimir Putins Kriegshandlungen in der Ukraine sind hoch - besonders auf personeller Seite. Verletzungen und Todesfälle in der russischen Armee sind seit Kriegsbeginn an der Tagesordnung. Doch der Kremlchef schickt seine Truppen nicht in den Kampf, um zu siegen. Wenn es nach einem ehemaligen russischen Soldaten geht, will Putin nicht gewinnen. Es geht mutmaßlich um etwas anderes.
Ex-Soldat verrät, was Putin wirklich im Ukraine-Krieg vorhat
In einem vom estnischen Blogger "WarTranslated" auf der Plattform X geteilten Video behauptet Ivan Otrakovsky, dass es nie um den Sieg ging, sondern um ein "Gemetzel". Die Schuld dafür sieht er nicht bei den Generälen, sondern beim "Top-Management" und den "politischen Intriganten". Wen er genau meint, lässt er offen. Der Account spricht in seinem Beitrag von den russischen Eliten, die von einem langwidrigen Krieg profitieren sollen. Sie hätten anfangs keinen strategischen Sieg erzielt, weil sie ihn nicht brauchten. Vielmehr haben sie ihn "auf jede erdenkliche Weise untergraben". Sie haben "für eine lange Zeit, die Grenzen des strategischen Sieges mit taktischen Siegen verwischt".
Soldaten leiden unter Russlands Strategie: Kremlchef verzeichnet rasante Verluste in der Ukraine
Soldaten waren die Leidtragenden. Es gab große Verluste unter ihnen. Damit sprichtIvan Otrakovsky nichts Neues an. Wie hoch die Zahl der Verluste auf russischer Seite in der Ukraine tatsächlich ausfällt, lässt sich nicht genau sagen. Offizielle und von unabhängiger Seite bestätigte Zahlen gibt es nicht. Dafür decken sich Analysen mit denen des früheren Soldaten. Die BBC berichtet von einem rasanten Anstieg, nachdem die Friedensverhandlungen durch die US-Regierung von Donald Trump wieder aufgenommen wurden. Insgesamt wurden in den vergangenen zehn Monaten die Namen von160.000 Menschen bestätigt. Militärexperten gehen aber von einer weitaus höheren Zahl aus. Seit dem Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 untersucht der Sender Todesanzeigen aus sozialen Medien, Zeitungen, oder von offiziellen Listen. Auch Grabsteine wurden herangezogen. Das ukrainische Verteidigungsministerium schreibt auf X von über 1,2 Millionen personellen Verlusten (Stand: 6. Januar 2026). Alleine an einem Tag sollen 940 Soldaten verwundet oder getötet worden sein.
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