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Wie krank ist Donald Trump?: US-Präsident pfeift auf ärztlichen Rat - diese Folgen drohen

Donald Trump hat in einem Interview Stellung zu seinem Medikamentenkonsum und zu seinen Schlafgewohnheiten bezogen, nachdem Gerüchte um seinen Gesundheitszustand aufkamen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Donald Trump ernsthaft krank? US-Präsident spricht über blaue Flecken und Müdigkeit
  • "The Don" pfeift auf ärztlichen Rat und konsumiert Tabletten-Überdosis
  • Trump prahlt mit "exzellenter Gesundheit" - die Symptome sprechen eine andere Sprache

Glaubt man Donald Trumps eigenen Aussagen, dann erfreut sich der US-Präsident makelloser Gesundheit und stellt mit seiner körperlichen und geistigen Verfassung andere Senioren - Trump wird im Juni 2026 80 Jahre alt - mühelos in den Schatten. Die Gebrechen, die "The Don" bei öffentlichen Auftritten trotz größter Mühe nicht verbergen kann, sprechen indes eine andere Sprache. Nun nahm Donald Trump in einem Interview Stellung zu den Wehwehchen, die immer wieder neue Gerüchte um den wahren Gesundheitszustand des US-Präsidenten hochkochen lassen.

Wie krank ist Donald Trump? US-Präsident räumt jahrzehntelange Medikamenten-Überdosis ein

In einem Interview mit dem "Wall Street Journal" gab Trump zu, seit einem Vierteljahrhundert täglich mehr Aspirin zu schlucken, als seine Mediziner ihm raten. Die gewohnheitsmäßige Überdosierung des frei verkäuflichen Medikaments rechtfertigte der älteste Präsident der US-Geschichte so:"Sie sagen, Aspirin ist gut zur Verdünnung des Blutes, und ich will nicht, dass dickes Blut durch mein Herz fließt." Trump wünsche sich vielmehr nach eigener Aussage "schönes, dünnflüssiges Blut", das durch seine Adern rinnt. Seine Mediziner haben ihm wiederholt empfohlen, die Dosis des blutverdünnenden Medikaments zu reduzieren, um die Nebenwirkungen einzudämmen. Doch Trump lehnt ab. "Ich bin ein wenig abergläubisch", erklärte er dem "Wall Street Journal". Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure verhindert das Verklumpen von Blutplättchen und wird häufig nach Herzinfarkten oder Schlaganfällen verschrieben, um neue Gerinnsel zu vermeiden.

Donald Trump ignoriert Rat der Ärzte und nimmt übermäßig viel Aspirin - das sind die Folgen

Allerdings sind übermäßige Aspirin-Dosierungen ohne ärztliche Rücksprache alles andere als eine Kleinigkeit: Wer zu viel Acetylsalicylsäure einnimmt, riskiert Magenprobleme, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Benommenheit, wie die "Bild" zu bedenken gibt. Im Falle von extremen Überdosierungen sind gar Vergiftungserscheinungen inklusive Atemnot, Krampfattacken, Koma oder Blutungen möglich, die unbehandelt tödlich enden können. Die Schattenseiten seines Medikamentenmissbrauchs bekommt Donald Trump bereits am eigenen Leib zu spüren - und das im wortwörtlichen Sinne. Aufgrund von zu viel Aspirin reagiert die Haut des US-Präsidenten empfindlich und entwickelt schnell Blutergüsse.

"The Don" kaschiert blaue Flecken mit Make-up

Diese kaschiert der US-Republikaner seit geraumer Zeit eher schlecht als recht mit Schminke. Bei einem High Five mit Justizministerin Pam Bondi während des Republikanischen Nationalkonvents zog er sich zuletzt einen Schnitt am Handrücken zu – verursacht durch ihren Ring. Auch bei einem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten im vergangenen August war ein deutlicher Bluterguss auf seiner rechten Hand sichtbar. Um solche Male zu verbergen, greift Trump zur Schminke. Er verwende Make-up, wenn er "wieder von jemandem gehauen" worden sei, erklärte er. Das Auftragen dauere nur etwa zehn Sekunden. Die sichtbaren Verfärbungen und ein mysteriöses Loch an seiner Hand hatten wochenlang für Spekulationen in sozialen Medien gesorgt.

Donald Trump müde und antriebslos? Das sagt "The Don" zu den Erschöpfungsvorwürfen

Gleichzeitig wies Trump Berichte zurück, er sei bei offiziellen Anlässen eingenickt. Die Frage steht im Raum: Zeigen sich beim US-Präsidenten normale Alterserscheinungen oder gibt es Grund zur Sorge? Bei mehreren öffentlichen Auftritten wurde der Präsident in den vergangenen Monaten mit geschlossenen Augen fotografiert oder gefilmt. In US-Medien kursierten daraufhin Vermutungen, Trump sei während offizieller Termine eingeschlafen. Der 79-Jährige weist diese Darstellung entschieden zurück. "Manchmal machen sie ein Foto von mir beim Blinzeln, und sie erwischen mich genau in dem Moment", sagte Trump dem "Wall Street Journal". Das Schließen der Augen sei für ihn "sehr entspannend". Er sprach auch von Momenten der Langeweile. Nach eigenen Angaben schläft der Präsident generell wenig. Oft schreibe Trump nachts um zwei Uhr SMS oder rufe Mitarbeiter an. "Ich habe noch nie viel geschlafen", so Trump. Seinen Arbeitstag beginne er morgens in einem Büro des Weißen Hauses, bevor er gegen zehn Uhr ins Oval Office wechsle.

Wirbel um CT-Untersuchung von Donald Trump: Welche Krankheiten verbirgt der US-Präsident?

Im Herbst 2025 unterzog sich Trump einer Computertomographie. Der bildgebende Körperscan zeigte laut seinem Arzt keine Auffälligkeiten. Die Untersuchung sei durchgeführt worden, um mögliche Herz-Kreislauf-Probleme "definitiv auszuschließen", erklärte der Mediziner. Der Präsident sei voll arbeitsfähig, Aspirin nehme er rein präventiv. Trump äußerte im Interview dennoch Bedauern über die Untersuchung: Rückblickend sei es "schade" gewesen, ihr zuzustimmen, da sie öffentliche Spekulationen ausgelöst habe.

Das Weiße Haus betonte, Trump erfreue sich "exzellenter Gesundheit". Donald Trump selbst ist überzeugt: "Meine Gesundheit ist perfekt." Regelmäßigen Sport treibe er nicht – mit Ausnahme von Golf. Seine Ernährung gilt als kalorien- und fettreich. Ändern wolle er daran nichts, er habe "gute Gene" und viel Energie. Der Mediziner Mehmet Oz sagte dem "Wall Street Journal", Trump wirke geistig präsent und in komplexen Themen sicher. Politische Entscheidungen könne man diskutieren - Anzeichen geistiger Einschränkungen sehe er nicht.

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/news.de/dpa/stg

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