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David Amess ist tot: Briten-Politiker erstochen! Angriff auf Abgeordneten als Terrorakt eingestuft

Der britische Parlamentsabgeordnete Sir David Amess ist bei einer Messer-Attacke tödlich verletzt worden. Bild: picture alliance/dpa/UK Parliament/PA Media | Chris Mcandrew

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Der britische Abgeordnete David Amess von den regierenden Konservativen ist am Freitag (15.10.2021) bei einem Messerangriff getötet worden. Das bestätigte die Polizei in der englischen Grafschaft Essex am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Messer-Attacke auf Briten-Politiker: Sir David Amess bei Bürgersprechstunde niedergestochen und getötet

Wie unter anderem der Nachrichtensender Sky News berichtete, stach ein Angreifer während einer Bürgersprechstunde in der Belfairs Methodisten-Kirche mehrfach auf Sir David Amess in dessen Wahlkreis Southend West in der Grafschaft Essex ein.

Zunächst berichteten britische Medien, der 69-jährige Politiker sei in der Stadt Southend-on-Sea durch mehrere Messerstiche schwer verletzt worden. Wenig später wurde es traurige Gewissheit: Der konservative Politiker hatte die Messer-Attacke nicht überlebt. Ersthelfer und Rettungskräfte hätten der "Daily Mail" zufolge eine Stunde lang verzweifelt um das Leben des Schwerverletzten gekämpft, konnten den Politiker jedoch nicht retten. Sir David Amess hinterlässt eine Ehefrau und fünf Kinder.

Polizei nimmt Tatverdächtigen nach Mord an Abgeordnetem David Amess fest

Die Polizei bestätigte, dass ein 25 Jahre alter Mann wegen des Verdachts auf Mord festgenommen wurde. Nach weiteren Verdächtigen werde nicht gesucht, hieß es weiter. Am Tatort wurde zudem ein Messer sichergestellt. Über die möglichen Hintergründe der Tat gab es zunächst keine Informationen.

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Tödlicher Angriff auf Abgeordneten: Anti-Terror-Einheit ermittelt

Mittlerweile ist klar: Der tödliche Messerangriff auf den britischen Tory-Abgeordneten David Amess ist als terroristische Tat eingestuft worden. Das teilte die Polizei in der Nacht zum Samstag mit, wie die britische Agentur PA berichtete. Amess war am Freitag in der englischen Grafschaft Essex von einem Angreifer niedergestochen worden.

William und Kate "schockiert und traurig" über tödliche Messerattacke

Die tödliche Messerattacke an dem Tory-Abgeordneten David Amess hat bis ins Königshaus in Großbritannien für Entsetzen gesorgt. "Wir sind schockiert und traurig über den Mord an Sir David Amess, der 40 Jahre seines Lebens dem Dienst an der Gemeinschaft geopfert hat", teilten Prinz William und Herzogin Kate am Freitagabend per Twitter mit. Ihre Gedanken und Gebete seien bei der Familie, den Freunden und Kollegen des getöteten Abgeordneten, so das Paar weiter. Die Nachricht endete mit den Initialen W und C (William und Catherine). Die beiden geben damit zu erkennen, dass sie selbst die Autoren sind.

Der 69 Jahre alte konservative Abgeordnete David Amess wurde am Freitag in seinem Wahlkreis in der englischen Grafschaft Essex während einer Bürgersprechstunde zum Opfer einer Messerattacke. Ein 25 Jahre alter Mann wurde wegen Mordverdachts festgenommen. Amess erlag noch am Tatort seinen Verletzungen. Über die Hintergründe der Tat war zunächst nichts bekannt. Die Ermittlungen übernahm die Anti-Terror-Einheit.

Trauer um Sir David Amess: Großbritannien geschockt nach tödlicher Messer-Attacke in Southend-on-Sea

Premierminister Boris Johnson brach einen Kabinettsausflug nach Bristol ab und kehrte in den Regierungssitz Downing Street zurück. Von mehreren Seiten kamen bereits Beileidsbekundungen für Amess. Die Frau von Premierminister Boris Johnson, Carrie Johnson, schrieb auf Twitter: "Absolut schreckliche Neuigkeiten über Sir David Amess. Er war enorm freundlich und gut. Ein riesiger Tierliebhaber und ein echter Gentleman. Das ist so ungerecht. Gedanken sind bei seiner Frau und seinen Kindern."

Vize-Premierminister Dominic Raab würdigte den erstmal 1983 ins Unterhaus gewählten Amess als "Politiker mit gesundem Menschenverstand und einen Wahlkämpfer mit großem Herz und enormer Großzügigkeit - einschließlich für die, die nicht einer Meinung mit ihm waren." Unterhaussprecher Lindsay Hoyle zeigte sich "schockiert und zutiefst getroffen". Der Vorfall werde "Schockwellen durch die parlamentarische Gemeinschaft und das ganze Land senden", so Hoyle auf Twitter.

Abgeordnete Jo Cox wurde 2016 Opfer eines Messer-Attentats

Der Fall erinnert an den Mord an der Labour-Abgeordneten Jo Cox 2016. Cox wurde ebenfalls bei einer Bürgersprechstunde in ihrem Wahlkreis von einem Rechtsextremisten angegriffen und starb an ihren Verletzungen. Der Mord ereignete sich nur wenige Wochen vor dem Brexit-Referendum.

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/news.de/dpa

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