Unwetter-Walze rollt über Deutschland: 20 Grad kühler nach Gewittern – Wetterdienst schlägt Alarm
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer schweren Unwetterlage. Bild: Silas Stein/dpa/dpa
Von news.de Redakteurin Anika Bube
17.07.2026 13.59
- DWD warnt vor schweren Gewittern mit Starkregen, Hagel und Böen bis zu 130 km/h
- Besonders der Süden, Südwesten und die Osthälfte Deutschlands sind von den stärksten Unwettern bedroht
- Nach einer kurzen Abkühlung könnte Ende Juli bereits die nächste Hitzewelle Deutschland erreichen
Gefährliche Unwetterlage in Deutschland: Nach den heißen Tagen drohen jetzt schwere Gewitter, die am Freitag (17.07.2026) große Teile des Landes erfassen können. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet ab den Mittagsstunden eine zunehmende Gewittergefahr. Die Gewitter ziehen vom Südwesten und Süden über die Mitte bis in den Nordosten. Besonders kritisch wird die Lage am Nachmittag und in der Nacht. "Die Unwetterlage ist kein Spaß", warnt Klimatologe Dr. Karsten Brandt gegenüber "Bild". Er empfiehlt, Fenster zu schließen und Sonnenschirme zu sichern.
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DWD warnt vor gefährlicher Wetterlage
Meteorologen rechnen mit heftigem Starkregen von mehr als 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagelkörnern über 2 Zentimeter Durchmesser sowie Sturm- bis schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern. In den stärksten Gewitterzellen im Südwesten und Süden sind sogar Hagelkörner über 3 Zentimeter sowie Orkanböen zwischen 100 und 130 Stundenkilometern möglich.
Für die östlichen Landesteile hat der DWD bereits eine Vorabinformation herausgegeben. Dort drohen kleinräumig extreme Unwetter mit Niederschlagsmengen von mehr als 50 Litern pro Quadratmeter. Diese Regenmengen können innerhalb kürzester Zeit fallen und zu Überflutungen führen. Die schwül-warme und gewitterträchtige Luftmasse wird erst im Laufe des Wochenendes allmählich nach Südosten aus Deutschland verdrängt.
Der Nordwesten Deutschlands von Nordrhein-Westfalen bis zur Nordseeküste wird voraussichtlich weitgehend von den Unwettern verschont bleiben. Hier besteht nur eine geringe Gewittergefahr.
Tief Cerry bringt Abkühlung am Wochenende
Am Samstag (18.07.2026) zieht Tief Cerry über Deutschland hinweg und sorgt für einen spürbaren Luftmassenwechsel. Im Süden sind noch kräftige Schauer und Gewitter möglich, während sich in den übrigen Landesteilen ein Wechsel aus Sonne und Wolken durchsetzt. Die Temperaturen liegen dann zwischen 20 und 29 Grad, wobei der Norden die Abkühlung zuerst spürt. Am Sonntag wird der Temperaturrückgang noch deutlicher. "Bei 17 bis 25 Grad wird vielerorts nicht einmal mehr ein Sommertag erreicht, sodass Häuser und Wohnungen endlich auf Normaltemperatur heruntergekühlt werden können", teilt der DWD mit. An Küsten und Alpen werden maximal 17 bis 20 Grad erwartet. Die kommende Woche verläuft voraussichtlich leicht wechselhaft mit frischen Nächten, in denen die Werte teils unter zehn Grad fallen.
Neue Hitzewelle Ende Juli möglich
Die Verschnaufpause von der Hitze könnte jedoch nur von kurzer Dauer sein. Mehrere Wettermodelle deuten darauf hin, dass sich gegen Ende Juli bereits die nächste Hitzeglocke über Europa aufbaut. "Mehrere Modelle zeigen, dass Ende Juli schon die nächste Hitzewelle wieder über Nordafrika, Spanien und Frankreich nach Deutschland kommen wird", erklärt Meteorologe Dominik Jung gegenüber "Bild". Wie intensiv diese ausfallen wird, sei allerdings noch nicht absehbar. Der Zeitpunkt wäre dabei kein Zufall: Am 23. Juli beginnen die sogenannten Hundstage, die traditionell heißeste Phase des Jahres. Diese dauern bis zum 23. August an und bringen häufig Temperaturen über 30 Grad mit drückender Hitze und schwüler Luft.
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