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Hannover/Peine: Flucht eines Mörders - Ministerin soll Hintergründe erklären

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Nach der Flucht eines Mörders aus einem Gefängnis in Celle ist die Aufarbeitung möglicher Fehler angelaufen. Am kommenden Donnerstag werde Justizministerin Kathrin Wahlmann (SPD) in der Sache unterrichten, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die CDU-Fraktion hatte am Tag nach Bekanntwerden der Flucht eine Sondersitzung des Unterausschusses Justizvollzug beantragt.

Der verurteilte Mörder wird nach seiner Festnahme weiter in einem italienischen Krankenhaus behandelt. Bei dem Unfall habe sich der 42-Jährige mit einer Oberschenkelfraktur erheblich verletzt, sagte die Ministeriumssprecherin. In der Klinik werde der Mann von italienischen Polizisten überwacht. Gleichzeitig gehe es jetzt darum, ihn möglichst schnell auszuliefern.

Der Straftäter hatte bei einem begleiteten Ausgang gemeinsam mit einem Mitarbeiter des Gefängnisses die Wohnung seiner Mutter in Peine besucht. Nach ersten Erkenntnissen nutzte er einen Aufenthalt in einer nahegelegenen Garage, um mit seinem dort abgestellten Motorrad wegzufahren. Laut den Ermittlern gelangte er über Bayern nach Italien, wo er südlich von Verona stürzte.

Der Deutsche verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Er hatte im Jahr 2010 die damals 23-jährige Melanie aus Peine mit etlichen Messerstichen getötet, weil sie keinen Sex mit ihm haben wollte. Der Fall hatte weit über die Grenzen des Landkreises für Fassungslosigkeit und Entsetzen gesorgt.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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