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Potsdam: Brandenburg will Dunkelfeld unbekannter Straftaten aufhellen

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Die rot-schwarze Koalition in Brandenburg will Licht ins Dunkel bisher unbekannter Straftaten bringen. "Wir wissen, dass nicht alle Straftaten, die tatsächlich passieren, auch in der Statistik auftauchen, weil nicht alle Straftaten, die tatsächlich passieren, auch tatsächlich zur Anzeige gebracht werden", sagte Innenminister Jan Redmann (CDU). Er verwies unter anderem auf Frauen, die Opfer von Gewalt werden.

"Manche Opfer empfinden Scham, oder sie geben sich selbst die Schuld für das, was ihnen angetan wurde", sagte Redmann. "Gerade bei Sexualdelikten oder bei Gewalt im häuslichen Umfeld ist das ein Phänomen, das viele von der Anzeige abhält. Wir wissen doch, dass es viele, viele Frauen gibt, die die Taten niemals anzeigen, und deshalb die Täter auch nicht bestraft werden."

Dunkelfeld bei Straftaten wird unter die Lupe genommen

Die Koalitionsfraktionen von SPD und CDU beschlossen, dass das Dunkelfeld gezielt erforscht werden soll, um belastbare Daten zu Opfererfahrungen und zum Anzeigeverhalten zu bekommen. Die bisherigen Erkenntnisse aus der Kriminalstatistik der Polizei sollen damit ergänzt werden. Zudem soll Brandenburg sich auch verstärkt an der Studie "Sicherheit und Kriminalität in Deutschland" des Bundeskriminalamts und der Polizeien der Länder beteiligen.

Der CDU-Innenpolitiker Rainer Genilke sagte, es gebe in Brandenburg "ein Problem mit Straftaten, die von Ausländern begangen werden". Das sei kein pauschales Urteil über alle Menschen ohne deutschen Pass, so der Landtagsabgeordnete. "Die allermeisten Menschen, die zu uns kommen, die hier leben, halten sich an Recht und Gesetz."

AfD: Migrationshintergrund in Statistik ausweisen

Die Opposition aus AfD und BSW lehnte den Antrag der Koalitionsfraktionen ab. Die AfD-Fraktion legte eigene Forderungen vor, gegen die aber alle drei übrigen Fraktionen stimmten. Die AfD-Abgeordnete Lena Kotré sagte, die Unterscheidung zwischen deutschen und nichtdeutschen Tatverdächtigen reiche nicht. "Mehrfachstaatsangehörigkeiten müssen sichtbar gemacht werden", forderte sie. "Ebenso muss ein Migrationshintergrund bei Tatverdächtigen und Opfern ausgewiesen werden."

Die Zahl registrierter Straftaten war 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent auf 166.508 gesunken. Ohne ausländerrechtliche Verstöße wurden 151.124 Straftaten registriert – das war ein Tiefstwert. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen um 18,5 Prozent auf 3.344 Fälle zu.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++ /roj/news.de

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