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Dresden: CSD Dresden trotzt Regen und Streit um Versammlungsstatus

Täglich bestens informiert mit den aktuellen Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / fotogestoeber

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Nach juristischen Streitigkeiten haben Tausende Menschen in Dresden den Christopher Street Day (CSD) gefeiert. "Es verlief alles störungsfrei", berichtete ein Polizeisprecher. Am Nachmittag war noch eine Gegendemonstration aus dem rechten Spektrum angemeldet, aber abseits des CSD – es wurde daher laut Polizei keine direkte Konfrontation erwartet.

Das bunte und laute Treiben fand bei anfangs leicht regnerischen, aber sommerlich warmen Wetter statt. Veranstalter und Polizei sprachen von jeweils Tausenden Teilnehmern.

Der CSD erinnert an die Aufstände der queeren Community in der Christopher Street in New York City (USA) von 1969. Er ist ein Festtag und Gedenktag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transpersonen und anderen queeren Menschen, die für Sichtbarmachung und Gleichstellung eintreten.

Streit um Einstufung des Festes als Versammlung

Im Vorfeld hatte es einen wochenlangen Streit um die Einstufung des Festes gegeben. Die Landesdirektion hatte entschieden, dass lediglich der Umzug eine Versammlung sei, nicht aber das mehrtägige Straßenfest. Dieses wurde als kommerzielle Veranstaltung bewertet. Der Veranstalter hätte in diesem Fall unter anderem die Kosten für Sicherheit und Reinigung tragen müssen.

Nach einer Beschwerde der Veranstalter stufte dann jedoch das Sächsische Oberverwaltungsgericht das gesamte Fest als Versammlung ein. Der Versammlungsfreiheit komme ein hoher Stellenwert zu, hieß es zur Begründung. Die Veranstaltung sei auch in den vergangenen Jahren als Versammlung durchgeführt worden.

Der CSD sei nie einfach nur Unterhaltung gewesen, hatte Ronald Zenker, Vorstandssprecher des CSD Dresden, betont. "Pride beginnt mit Protest, mit Sichtbarkeit und mit dem Einsatz für gleiche Rechte und gesellschaftliche Teilhabe." In einer Zeit, in der queere Menschen wieder verstärkt Anfeindungen erlebten, bleibe der CSD ein Ort für Demokratie, Solidarität und eine offene Gesellschaft.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

/roj/news.de

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