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Kälte-Schock im Frühling: DWD warnt vor Sturm, Schnee und Frostnächten

Die Karwoche beginnt mit typischem Aprilwetter. Bild: AdobeStock / Laura

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  • Zum Wochenstart ziehen Regen, Graupel, Gewitter und kräftige Böen über Deutschland
  • In den Mittelgebirgen und Alpen droht sogar Schnee – dazu Frost in den Nächten
  • Zum Osterwochenende könnte ein Sturm mit Böen bis 100 km/h über das Land ziehen

Das Wetter zeigt sich in Deutschland zum Wochenstart von seiner ungemütlichen Seite. In der ganzen Bundesrepublik macht sich typisches Aprilwetter breit: Dichte Wolken, Niederschläge und kräftige Windböen ziehen über das Land. Im Bergland droht sogar Schnee. Die Temperaturen bleiben landesweit unter der 10-Grad-Marke. Neben Schauern und Graupelniederschlägen sind vereinzelt auch Gewitter möglich. An den Küsten und in Hochlagen können sich sogar Sturmböen entwickeln, wie der Deutsche Wetterdienst meldet.

Deutscher Wetterdienst warnt vor Sturm und Schnee

Die Wetterlage zeigt sich regional unterschiedlich ausgeprägt. Besonders der Norden Deutschlands bekommt die Unbeständigkeit zu spüren: Wiederholt ziehen kräftige Schauer durch, an der Küste sind frische bis starke Böen möglich. "Besonders an der Küste sind frische bis starke Böen, vereinzelt stürmische Böen möglich", erklärt Meteorologe Dominik Jung von "wetter.net" gegenüber der "Bild". Im Süden gestaltet sich die Lage etwas freundlicher mit gelegentlichen sonnigen Abschnitten. Allerdings können auch hier im Tagesverlauf Schauer auftreten, vor allem in Alpennähe. "Es kann überall auch zu Gewittern kommen", warnt DWD-Meteorologe Martin Jonas. Der Schnee in den Gebirgslagen hält sich voraussichtlich bis Dienstagmorgen, etwa im Erzgebirge oder in den Alpen. An den Alpen sind sogar längere Schneefälle möglich, die Lawinengefahr steigt dort deutlich an.

Wann kehrt der Frühling zurück?

Eine spürbare Wetterbesserung zeichnet sich zur Wochenmitte ab. Der Regen lässt nach, der Wind beruhigt sich, und die Temperaturen klettern auf 10 bis 14 Grad. Am Niederrhein können sogar bis zu 14 Grad erreicht werden, während es an den Alpen mit etwa 3 Grad deutlich kühler bleibt. Trotz der milderen Tageswerte bleibt Vorsicht geboten: Nachts droht weiterhin Frost. DWD-Meteorologe Jonas empfiehlt daher: "Deshalb sollten wir empfindliche Pflanzen draußen noch schützen." Die Tiefstwerte können bis auf minus vier Grad sinken. Die Wetterberuhigung währt allerdings nur kurz. Bereits gegen Ende der Woche nähert sich von Nordwesten die nächste Front mit dichten Wolken, zeitweiligem Regen und erneut auffrischendem Wind aus südwestlichen Richtungen.

Ostersamstag drohen Sturmböen bis 100 km/h

Für das Osterwochenende zeichnet sich ein turbulenter Start ab. "Es schaut aktuell so aus, als würde an Karfreitag und Ostersamstag ein Sturm über Deutschland ziehen", prognostiziert Klimatologe Karsten Brandt. Windböen mit Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h könnten aus südwestlicher Richtung über das Land fegen. Die gute Nachricht: Ab Ostersonntag beruhigt sich die Lage deutlich. Dann stellt sich verbreitet freundliches und sonniges Wetter ein, die Temperaturen steigen auf angenehme 7 bis 17 Grad. "Dann klappt es auch mit der Ostereier-Suche!", so Brandt weiter.

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/gom/news.de/dpa/stg

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