Unwetter-Alarm am 12.01.2026: "Gefahr für Leib und Leben!" Blitzeis legt Deutschland lahm
Der Deutsche Wetterdienst warnt zum Wochenstart vor gefährlichem Glatteis. Bild: AdobeStock / Astrid Gast
Von news.de Redakteurin Anika Bube
12.01.2026 08.09
- Tief Gunda bringt lebensgefährliches Glatteis nach Deutschland
- Alarmstufe Rot in mehreren Bundesländern – Schulen bleiben geschlossen
- Behörden warnen vor Blitzeis: Autofahrer sollen Fahrten vermeiden
Nachdem Sturmtief Elli viele Regionen in Deutschland im Schnee versinken ließ, soll Tief Gunda für glatte Gehwege und Straßen sorgen. In mehreren Bundesländern entfällt deshalb am Montag (12.01.2026) der Präsenzunterricht.
Tief Gunda bringt gefährliche Wetterlage - DWD warnt vor Glatteis
Ein atlantischer Tiefausläufer überquert heute weite Teile Deutschlands ostwärts und leitet einen deutlich milderen Witterungsabschnitt ein. Zunächst müsse man mit Schnee rechnen, bevor der Niederschlag im Laufe des Tages in Regen übergeht. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) müsse man daher mit teils erheblicher Glätte infolge von Glatteisbildung auf den noch gefrorenen Boden rechnen. Der DWD hat daher für große Teile der Bundesrepublik eine Unwetterwarnung herausgegeben.
Von Nordfriesland bis zum Erzgebirge herrsche erhöhte Glättegefahr. Alarmstufe Rot gilt derzeit unter anderem in:
- Bremen
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Hessen, dem Saarland
- Thüringen
- Rheinland-Pfalz
- Baden-Württemberg
- Bayern
Auch Teile von Sachsen und Sachsen-Anhalt sind von der Warnung betroffen. In den genannten Bundesländern besteht "Gefahr für Leib und Leben" durch gefrierenden Regen und Eisansatz.
Schulen zu in einigen Bundesländern
Der ADAC und der Bundesverkehrsminister mahnen zur Vorsicht. "Die gefährliche Situation ist noch nicht vorbei", sagte Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) der "Bild"-Zeitung. Laut DWD besteht primär in der West- und Südhälfte Deutschlands hohe Glättegefahr.
Wegen der Glatteis-Gefahr bleiben die Schulen in NRW, Bremen und Niedersachsen am Montag geschlossen. Der Präsenzunterricht fällt aus. Die Behörden in Niedersachsen verwiesen darauf, dass ein sicherer Schülertransport nicht gewährleistet werden könne. Lediglich eine Notbetreuung werde angeboten. Autofahrer sollten auf unnötige Fahrten verzichten, rät der ADAC. Gerade bei Blitzeis solle man das Auto lieber stehenlassen, warnte ein Sprecher.
In der Nacht zum Montag meldeten die Polizeibehörden in den betroffenen Ländern zunächst keine glättebedingten Unfälle. Einige Sprecher wiesen jedoch darauf hin, dass sich die Auswirkungen des Wetters erst am Nachmittag zeigen werden. Gleichzeitig breitet sich jedoch Warmluft von Südwesten über die Bundesrepublik aus. Laut DWD steht Deutschland ab Mitte der Woche mildes und ruhiges Wetter bevor.
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