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Tragödie in Wimbledon: Frau kracht mit Auto in Schule - zwei Kinder totgerast

Ein Auto fuhr am 6. Juli in ein Schulgebäude in Wimbledon. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Victoria Jones

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Ein acht Jahre altes Mädchen ist gestorben, nachdem ein Auto gegen ein Gebäude einer Londoner Grundschule gekracht war. Das sagte eine Sprecherin der Londoner Polizei am 6. Juli 2023 unter Tränen bei einer Pressekonferenz nach dem Unglück im Stadtteil Wimbledon. Die Fahrerin des Wagens sei wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt durch gefährliches Fahrverhalten festgenommen worden, so die Sprecherin. Es handelt sich demnach um eine Frau im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Nach dem schweren Auto-Unfall suchen die Ermittler mit Hochdruck nach der Ursache.

Tragödie in Wimbledon: Auto kracht in Londoner Schule - Mädchen (8) tot

Warum der Wagen von der Straße abgekommen und auf das Schulgelände geraten war, blieb zunächst unklar. Die Sprecherin betonte aber, man gehe nicht von einem terroristischen Hintergrund aus.

Insgesamt seien 16 Menschen vor Ort behandelt worden, sagte ein Sprecher des Rettungsdienstes, 10 davon seien ins Krankenhaus gebracht worden. Die Polizei hatte zuvor von sieben Kindern und zwei Erwachsenen gesprochen, die bei dem Vorfall verletzt worden seien. Insgesamt seien 15 Rettungswagen zum Einsatz gekommen, sagte der Sprecher des London Ambulance Service. Zum Zustand der anderen Opfer waren zunächst keine Details bekannt.

Mädchen stirbt bei Unglück mit Auto an Londoner Schule

Auf Fernsehbildern war ein beschädigter Land Rover neben dem Schulgebäude zu sehen, der offenbar einen Zaun durchbrochen und ein ganzes Stück weit auf dem Schulgelände zurückgelegt hatte. In dem Außenbereich waren auch Sitzgelegenheiten in der Nähe des Unglückswagens. Einem Bericht der BBC zufolge handelt es sich um eine Schule für Mädchen im Alter von 4 bis 11 Jahren. Die Kinder der Privatschule hatten sich demnach am letzten Tag des Schuljahres im Garten zu einer kleinen Feier versammelt.

Nach Unglück an Schule in Wimbledon: Zweites Mädchen gestorben

Nach der Tragödie mit einem Auto, das in eine Schule im Londoner Stadtteil Wimbledon krachte, ist ein weiteres Mädchen gestorben. Wie die Metropolitan Police am Abend des 9. Juli 2023 mitteilte, war auch das zweite Opfer erst acht Jahre alt.

Bereits am vergangenen Donnerstag war eine Achtjährige gestorben, nachdem ein Land Rover den Zaun zu einem Schulgelände durchbrochen hatte und gegen ein Gebäude geprallt war. Berichten zufolge feierten die Kinder zu dem Zeitpunkt im Freien den letzten Schultag vor den Sommerferien an der Privatschule.

Eine 40 Jahre alte Frau war laut Polizeimitteilung infolge des Vorfalls am Sonntag noch in einem ernsten Zustand im Krankenhaus. Weitere Menschen, darunter ein sieben Monate altes Mädchen, erlitten demnach nicht-lebensgefährliche Verletzungen. Insgesamt mussten 16 Menschen wegen Verletzungen behandelt werden. Der Vorfall nahe dem berühmten All England Lawn Tennis and Croquet Club, wo derzeit das berühmte Tennis-Turnier stattfindet, hatte einen großen Rettungseinsatz ausgelöst.

Die Fahrerin des Wagens, eine 46-jährige Frau, wurde wegen des Verdachts auf Tötung durch gefährliches Fahren festgenommen. Warum sie mit ihrem Wagen von der Straße abgekommen und auf das Schulgelände gefahren war, blieb zunächst unklar. Von einem terroristischen Hintergrund geht die Polizei aber nicht aus.

Horror-Unfall in Wimbledon: Auto kracht in Schulgebäude

Um die Schule im Südwesten der britischen Hauptstadt herum war eine große Zahl von Fahrzeugen der Rettungskräfte zu sehen. Auch ein Rettungshubschrauber war nach Polizeiangaben im Einsatz. Der erste Notruf soll demnach um kurz vor 10.00 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr MESZ) eingegangen sein.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan sagte der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge, er sei "untröstlich", dass ein acht Jahre altes Mädchen so tragisch gestorben sei. Seine Gedanken seien bei ihren Lieben, der Schule und dem weiteren Umfeld "in dieser extrem schweren Zeit". Er sprach den Hinterbliebenen zudem sein "tiefstes Mitgefühl im Namen aller Londoner" aus.

Auch Innenministerin Suella Braverman zeigte sich bestürzt über den Vorfall. "Meine Gedanken sind bei allen Betroffenen", schrieb die konservative Politikerin auf Twitter. Sie dankte den Behörden für ihren Einsatz. Es sei wichtig, dass diese nun ermitteln könnten.

An der Schule im Südwestlondoner Stadtteil Wimbledon legten Trauernde und Anwohner Blumen und Kuscheltiere nieder. Auch der Chef des All England Lawn Tennis Club, der das berühmte Tennisturnier von Wimbledon ausrichtet, Ian Hewitt, kam zur Unfallstelle und zeigte sich tief betroffen. Die Schule schrieb in einer Mitteilung auf ihrer Internetseite: "Unsere Gedanken sind in dieser furchtbaren Zeit bei den Angehörigen und den Familien der Verletzten. Es ist noch zu früh, um das Geschehene zu verstehen, aber wir sind uns der erheblichen Auswirkungen bewusst, die dieses schreckliche Ereignis auf unsere Schüler und ihre Familien haben wird."

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/news.de/dpa

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