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Ungeimpft an Coronavirus erkrankt: Impfgegnerin vertraut auf Wurmmittel - und stirbt an Covid-19

Eine Corona-Patientin aus den USA setzte auf das Wurmmittel Ivermectin - nun ist die 47-Jährige tot (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa | Rodrigo Urzagasti

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Gesundheitsexperten und Mediziner predigen seit Monaten, dass die Coronavirus-Schutzimpfung ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Pandemie ist und vor schweren oder gar tödlichen Covid-19-Erkrankungen schützen kann. Tamara Drock aus dem US-Bundesstaat Florida wollte davon nichts wissen - die Lehrerin lehnte die Corona-Impfung vehement ab. Doch dann steckte sich die 47-Jährige mit Sars-CoV-2 an und landete im Krankenhaus.

Impfgegnerin erkrankt von Covid-19 - und fordert Behandlung mit Wurmmittel Ivermectin

Das Schicksal der impfskeptischen US-Amerikanerin schildert die britische "Daily Mail" aktuell im Detail. Tamara Drock, die mit ihrem Ehemann Ryan und den Kindern Parker und Emily in der Stadt Loxahatchee lebte, kam nach ihrer Ansteckung mit dem Coronavirus ins Krankenhaus. Im Palm Beach Gardens Medical Center verschlechterte sich der Zustand der Covid-Patientin zusehends. Die Patientin beharrte harthäckig darauf, mit dem Wurmmittel Ivermectin behandelt werden zu wollen - dem in der Tiermedizin angewendeten Antiparasitikum wird vor allem in Impfskeptiker-Kreisen eine Wirksamkeit gegen Covid-19 nachgesagt. Offizielle Stellen wie das Robert-Koch-Institut warnen jedoch eindringlich davor, Ivermectin gegen Covid-19 einzusetzen; auch in den USA ist das Medikament nicht zur Behandlung von Coronavirus-Infektionen zugelassen.

Familie von Impfgegnerin erzwingt mit Krankenhausklage zweifelhafte Corona-Behandlung

Für Tamara Drock und ihren Mann war das Wurmmittel jedoch der Goldstandard. Die Corona-Patientin bestand darauf, in der Klinik mit Ivermectin behandelt zu werden, ihr Ehemann zog sogar vor Gericht, um das Krankenhaus juristisch zu dieser fragwürdigen Behandlung zu zwingen. Die Klage von Ryan Drock wurde abgewiesen, doch ein behandelnder Arzt stimmte der "Daily Mail" zufolge zu, der Patientin das gewünschte Medikament zu verabreichen. Als hätten es die wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse nicht schon vorab erahnen lassen: Tamara Drock profitierte nicht von der zweifelhaften Therapie. Die Corona-Patientin, die seit September künstlich beatmet werden musste und zu diesem Zeitpunkt bereits einen Monat in der Klinik behandelt wurde, starb am 12. November infolge von Covid-19.

Impfskeptiker-Familie behauptet: Krankenhaus verabreichte zu wenig Ivermectin

Für die Hinterbliebenen der Patientin führte der Tod von Tamara Drock nicht etwa zur Erkenntnis, dass eine Corona-Impfung dem tödlichen Krankheitsverlauf hätte vorbeugen können. Vielmehr führt der Anwalt der Familie nun an, die verabreichte Ivermectin-Dosis sei zu niedrig gewesen, um die Patientin retten zu können. Nun wolle man im Namen von Tamara Drock Gerechtigkeit erstreiten: "Jede Person in Florida hat das gesetzlich verbriefte Recht, selbst zu entscheiden, was mit dem eigenen Körper geschieht", so die Begründung des Rechtsbeistands.

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