Polizei-News Bersenbrück, 29.06.26: Zug überfährt auf Gleise gelegte Gullydeckel - Bundespolizei bittet um Hinweise
Aktuelle Polizeimeldung: Verkehrsunfall Bild: Adobe Stock / Stefan Körber
Erstellt von Team Datenjournalismus
29.06.2026 12.39
Unbekannte haben in Bersenbrück zwei Gullydeckel auf die Gleise gelegt. Ein Zug wurde am Sonntagmorgen beim Überfahren des Straßenablaufs so beschädigt, sodass er seine Fahrt nicht fortsetzen konnte. Die Bundespolizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Bundespolizei wurden die Hindernisse zwischen der letzten Zugfahrt am Samstagabend gegen 23:40 Uhr und der ersten Fahrt am Sonntag gegen 06:25 Uhr auf die Gleise gelegt. Der oder die unbekannten Täter entfernten dafür in der Koppelstraße zwei Gullydeckel des Straßenablaufs für Regenwasser und legten diese auf die Schienen.
Ein Triebfahrzeugführer der NordWestBahn erkannte die Hindernisse am frühen Sonntagmorgen erst unmittelbar vor dem Aufprall. Trotz einer sofort eingeleiteten Schnellbremsung überfuhr der in Richtung Wilhelmshaven fahrende Zug die beiden auf den Schienen abgelegten gusseisernen Gullydeckel. Der Zug wurde hierbei so beschädigt, dass er seine Fahrt nicht fortsetzen konnte. Der Zug fuhr noch bis zum Bahnhof Bersenbrück, wo er aufgrund der Beschädigung abgestellt wurde. Die genaue Schadenshöhe kann bislang nicht beziffert werden. Die rund 20 Reisenden blieben unverletzt.
Die Bundespolizei in Osnabrück bittet Zeuginnen und Zeugen, die im genannten Zeitraum im Bereich der Bahnstrecke verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder sonstige Hinweise zur Tat oder den Tätern geben können, sich unter der Telefonnummer 0541 331280 zu melden.
Das Ablegen von Gegenständen auf Bahngleisen ist kein harmloser Streich, sondern kann schwerwiegende Folgen haben. Hindernisse auf den Schienen können Zugentgleisungen verursachen oder zu erheblichen Sachschäden führen und Menschenleben gefährden. Wer Gegenstände auf Gleise legt, bringt Reisende und Bahnbeschäftigte in erhebliche Gefahr und muss mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Bundespolizeiinspektion Bad vom 29.06.2026 gegen 12:02 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de