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Polizei-News Sankt Augustin, 25.06.26: Bundespolizei kämpft gegen Gewaltkriminalität mit Mitführverbot an Bahnhöfen in NRW

Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Christian Charisius

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Die Bundespolizei in Nordrhein-Westfalen erlässt eine Allgemeinverfügung, die das Mitführen gefährlicher Gegenstände an Bahnhöfen zeitweise untersagt. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Sicherheit und Ordnung in den öffentlichen Verkehrsräumen, insbesondere an Großstadtbahnhöfen sowie auf ausgewählten Zugstrecken, weiter zu erhöhen und potenzielle Gefahren präventiv zu minimieren.Ab dem 26. Juni 2026,15:00 Uhr durchgängig bis zum 28. Juni 2026, 03:00 Uhr ist das Mitführen gefährlicher Gegenstände an mehreren Bahnhöfen und auf ausgewählten Bahnstrecken in NRW verboten. Die Bundespolizei führt damit erneut verstärkte Maßnahmen gegen Gewaltkriminalität an Bahnhöfen und Zügen durch.Dabei stehen insbesondere gefährliche Gegenstände im Fokus der polizeilichen Kontrollmaßnahmen.

Das Verbot zum Mitführen gefährlicher Gegenstände gilt im oben genannten Zeitraum an den Bahnhöfen Bonn Hbf., Dortmund Hbf., Düsseldorf Hbf., Essen Hbf., Hamm Hbf., Köln Hbf., Krefeld Hbf., Mönchengladbach Hbf., Münster Hbf. und Wuppertal Hbf. Darüber hinaus umfasst die Allgemeinverfügung die Bahnstrecke der S 8 von Wuppertal nach Mönchengladbach sowie die Bahnstrecke von Köln nach Bonn einschließlich der jeweiligen Unterwegsverkehrsstationen. Der Geltungsbereich umfasst die Gebäudekomplexe der Bahnhöfe inklusive der Gleisanlagen. Ausgenommen sind die jeweiligen U-Bahn- bzw. Stadtbahnbereiche.Rund 2,7 Millionen Reisende nutzen im Durchschnitt täglich das Verkehrsmittel Bahn in NRW. Die Bahnhöfe sind auch an Wochenenden, insbesondere bei Großveranstaltungen in den Städten, sehr stark frequentiert und werden zur An- und Abreise genutzt.

Gewaltdelikte stellen in diesem Zusammenhang ein bedeutsames Kriminalitätsphänomen dar. Die Anzahl der durch die Bundespolizei festgestellten Gewaltdelikte auf Bahnanlagen in NRW ist weiterhin auf einem hohen Niveau. Auch wenn es in 2025 einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (2024) gab, sind die Großstadtbahnhöfe in NRW von Gewaltkriminalität belastet. Jede Tat ist eine zu viel.

Die Kontrollmaßnahmen der Bundespolizei werden anlässlich der Allgemeinverfügung nochmals intensiviert. Die polizeiliche Präsenz wird weiter sichtbar erhöht. Reisende sollten sich darauf einstellen, dass vermehrt Gepäckstücke und Taschen auf das Mitführen gefährlicher Gegenstände überprüft werden.

Ziel ist es, die Bahnhöfe sicherer zu machen und durch die Kontrollen Gewaltstraftaten und Eskalationen durch den Einsatz von gefährlichen Gegenständen von Vornherein zu verhindern. Die Kontrollmaßnahmen an den Bahnhöfen anlässlich der Allgemeinverfügung dienen somit auch als Gefahrenfilter und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit bei der An- und Abreise sowie für städtische Veranstaltungen. Die Allgemeinverfügung stellt einen wichtigen Baustein in der Bekämpfung der Gewaltkriminalität mittels gefährlicher Gegenstände dar.

Verstöße gegen das Mitführverbot können mit einem Platzverweis, Bahnhofsverbot bzw. Beförderungsausschluss oder einem Zwangsgeld geahndet werden. Sofern bei einem Verstoß gegen die Allgemeinverfügung zugleich auch ein Verstoß gegen andere Gesetze, wie beispielsweise das Waffengesetz. erfüllt ist, kommt die Einleitung von Bußgeld- oder Ermittlungsverfahren in Betracht. Die gefährlichen Gegenstände können sichergestellt werden.

Das Mitführverbot umfasst gefährliche Gegenstände wie Feuerwaffen aller Art, Messer aller Art, Hieb- und Stoßwaffen und alle weiteren Gegenstände, die potenziell geeignet sind, erheblicher Verletzungen herbeizuführen wie exemplarisch Werkzeuge, Baseballschläger, Eisenstangen, u.v.m.Neben den Kontrollmaßnahmen geht es auch um zielgerichtete Präventionsarbeit im Bereich der Gewaltkriminalität.Die Bundespolizei appelliert:Sicher im Alltag - sicher ohne Waffen!

> Waffen bieten nur trügerische Sicherheit. Sie können die Bereitschaft erhöhen, Gewalt eskalieren zu lassen oder Schäden zu vergrößern.

> Wer eine Waffe trägt, vernachlässigt oft deeskalierende Techniken und Kommunikationsstrategien, die zu einer Beruhigung der Situation beitragen können.

> Waffen erschweren Helfenden oder der Polizei zu erkennen, wer Täter und wer Opfer ist.

> Die Waffe kann im ungünstigsten Fall entwendet und gegen den Träger eingesetzt werden

> Der Einsatz von Waffen führt schnell zu lebensbedrohlichen Verletzungen und kann erhebliche strafrechtliche und finanzielle Folgen haben.

> Deko-, Anscheins-, Spielzeug- und Schreckschusswaffen sind von echten Waffen häufig nicht zu unterscheiden. Das Mitführen kann schlimmstenfalls zum Schusswaffeneinsatz durch die Polizei führen.

Seit 2018 hat die Bundespolizei in NRW bereits 75 solcher Allgemeinverfügungen anlassbezogen und zeitlich begrenzt an ausgewählten Bahnhöfen und auf Bahnstrecken durchgeführt. Dabei wurden bisher insgesamt mehr als 2.400 gefährliche Gegenstände sichergestellt.Weitere Informationen zur Allgemeinverfügung wie Ausnahmen, Begriffsbestimmungen und FAQs sind auf der Homepage der Bundespolizei (www.bundespolizei.de/allgemeinverfügungen) abrufbar. Außerdem sind in den betroffenen Bahnhöfen Plakate ausgehangen, die auf das Mitführverbot hinweisen.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Bundespolizeidirektion Sankt vom 25.06.2026 gegen 11:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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