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Polizei-News München, 21.05.26: Bundespolizei nimmt mutmaßliche Schleuser bei grenzüberschreitenden Ermittlungen in München fest

Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Soeren Stache

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Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landshut gelang Ermittlern der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München ein Schlag gegen die organisierte Schleuserkriminalität.

Nach umfangreichen und grenzüberschreitend geführten Ermittlungen nahmen Einsatzkräfte am 20. Mai 2026 zwei syrische Staatsangehörige fest. Beide stehen im Verdacht, einer international agierenden Schleuserorganisation anzugehören. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um Mitglieder einer Familie, die über Jahre hinweg die gewerbsmäßige Schleusung überwiegend syrischer Staatsangehöriger von der Türkei nach Deutschland organisiert und hierdurch erhebliche Gewinne erzielt haben soll.

Die Bande unterhielt zum Zwecke der Schleusung Unterkünfte in der Türkei, Bulgarien und Rumänien, die sie als Zwischenstation für die geschleusten Personen nutzten.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wurden gezielt LKW-Fahrer für die Durchführung der Schleusungen angeworben. Diese transportierten die schleusungswilligen Personen über mehrere Tage auf den Ladeflächen zwischen ihrer regulären Fracht bis nach Deutschland. Mehrere Geschleuste berichteten von teils lebensgefährlichen Transportbedingungen sowie Verletzungen während der Fahrt.

In einem Fall wurden 17 Personen in einem Kühl-LKW befördert und konnten nur dank eines anonymen Hinweises rechtzeitig durch Polizeikräfte vor dem Erstickungstod gerettet werden.

Bislang wurden mehrere hundert Geschleuste identifiziert, die jeweils bis zu 15.000 EUR für ihre Schleusung an die Bande zahlten.

Der Ermittlungserfolg verdeutlicht die hohe Bedeutung umfangreicher und grenzüberschreitender Ermittlungen bei der Bekämpfung organisierter Schleuserkriminalität.

Im Zuge der Einsatzmaßnahmen wurden insgesamt zwei Haftbefehle vollstreckt. Zudem durchsuchten die Einsatzkräfte drei Objekte in Altdorf in Bayern sowie in Herne und Porta Westfalica in Nordrhein-Westfalen.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Bundespolizeidirektion München vom 21.05.2026 gegen 13:14 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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