Polizeieinsatz Fürstenfeldbruck, 27.03.2026: Organisierter Callcenterbetrug - sog. Schockanruf durch falsche Ärztin – Haidhausen
Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Daniel Karmann
Erstellt von Team Datenjournalismus
27.03.2026 14.50
Für hat die Polizei aktuelle Meldungen herausgegeben. In diesen heißt es:
Organisierter Callcenterbetrug - sog. Schockanruf durch falsche Ärztin – Haidhausen
Am Donnerstag, 26.03.2026, gegen 15:15 Uhr, erhielt eine über 90-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München einen Anruf einer ihr unbekannten weiblichen Person. Diese gab sich als Ärztin eines Krankenhauses aus und teilte mit, dass die Tochter der Frau angeblich schwer erkrankt sei und nur mit einem teuren Medikament zu heilen wäre. Hierfür müsste sie zunächst 140.000 Euro vorlegen, welche sie im Anschluss von der Krankenversicherung wieder zurückbekommen würde. Da die Frau angab, nicht so viel Bargeld zu Hause zu haben, einigte man sich auf einen mittleren fünfstelligen Bargeldbetrag sowie Schmuckgegenstände, welche im Anschluss an eine bislang unbekannte weibliche Abholerin übergeben wurden.
Die Seniorin bemerkte den Betrug erst ca. 30 Minuten nachdem sie den Schmuck und das Bargeld übergeben hatte und verständigte daraufhin den Polizeinotruf 110.
Im Rahmen einer sofort durchgeführten Fahndung im Nahbereich, konnten keine neuen Erkenntnisse auf die Täterin gewonnen werden.
Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Die Abholerin konnte wie folgt beschrieben werden: Weiblich, ca. 30 Jahre alt, ca. 160 cm groß, auffallend blasse Hautfarbe, blonde lange Haare, korpulent
Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Prinzregentenstraße, Steinhauser Straße, Einsteinstraße und Vogelweidestraße (Haidhausen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten.
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis der Münchner Polizei: Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (z. B. Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärzte aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.
Ob falsche Ärzte, falsche Polizeibeamte, falsche Staatsanwälte…
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!
Grundsätzlich verlangen Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften/Gerichte niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.
Geben Sie keine vertraulichen Informationen heraus und versuchen Sie die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.
Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!
Wählen Sie im Zweifel immer die Notrufnummer 110, wir sind jederzeit für Sie erreichbar!
Raubdelikt – Forstenried
Am Donnerstag, 26.03.2026, gegen 13:30 Uhr, befand sich ein 82-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München auf einem Gehweg im Bereich der Fatimastraße, als er von einem bislang unbekannten Täter angerempelt wurde. Kurz darauf riss ihm der Täter unvermittelt eine goldene Kette vom Hals und flüchtete.
Der 82-Jährige begab sich nach Hause und verständigte die Polizei. Eine sofort durchgeführte Fahndung im Nahbereich des Tatorts erbrachte keine Erkenntnisse auf den Täter.
Das Kommissariat 21 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Der Täter wurde wie folgt beschrieben: Männlich, ca. 55 Jahre alt, 170 cm groß, kräftige Statur, osteuropäisches Aussehen, rundes Gesicht, kein Bart; bekleidet mit einem dunkelblauen Anorak, dunkler Hose und hellen Schuhen
Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Knöpflerstraße, Fatimastraße, Züricher Straße und Thomas-von-Kempen-Weg (Forstenried) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Festnahme eines Tatverdächtigen nach Fahrraddiebstahl und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte – Altstadt
Am Donnerstag, 26.03.2026, gegen 13:30 Uhr, machte ein 26-Jähriger mit syrischer Staatsangehörigkeit und mit Wohnsitz im Landkreis Landshut eine vorbeifahrende Streife des Polizeipräsidiums München auf sich aufmerksam und gab an, dass sein Fahrrad soeben gestohlen worden sei und er den Standort per GPS sehen könne.
Im Rahmen der Fahndung nach dem entwendeten Fahrrad konnte wenig später ein 25-Jähriger mit syrischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland in der Nähe mit dem Fahrrad angetroffen und vorläufig festgenommen werden.
Im Rahmen dieser Festnahme leistete der 25-Jährige teils erheblichen Widerstand gegen die eingesetzten Polizeibeamten. Durch diesen Widerstand wurde eine Polizeibeamtin leicht verletzt.
Der 25-Jährige wurde wegen des Diebstahls eines Fahrrades, des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung angezeigt und im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Er wird im Laufe des heutigen Tages dem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.
Das Kommissariat 53 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Einbruch in einen Kfz.-Betrieb – Aubing
Am Mittwoch, 25.03.2026, gegen 23:55 Uhr, konnten bislang unbekannte Täter in das Lager eines Kfz.-Betriebs gewaltsam einbrechen, wo Sommerräder von Kunden gelagert waren.
Aus dieser Lagerhalle wurden schließlich mehrere Radsätze entwendet. Unter Mitnahme der Tatbeute entfernten die unbekannten Täter vom Tatort.
Nachdem der Einbruch bemerkt wurde, verständigten die Verantwortlichen direkt den Polizeinotruf 110. Vor Ort wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt.
Das Kommissariat 52 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Bodenseestraße, Am Gleisdreieck und Limesstraße (Aubing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 52, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Trickdiebstahl – Forstenried
Am Freitag, 20.03.2026, gegen 17:00 Uhr, befand sich eine über 80-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München in Forstenried auf einem Gehweg. Dort wurde sie von einem bislang unbekannten Täter angesprochen, der angab, dass er Teppichhändler sei und ihr anbot, ihre Teppiche abzukaufen.
Im weiteren Verlauf nannte die Seniorin dem unbekannten Täter ihre Adresse, an der er kurze Zeit darauf erschien. Der Täter begutachtete in der Wohnung die Teppiche der Frau. Dabei war zeitweise auch unbeobachtet von der Frau. Der Täter verabschiedete sich später und verließ die Wohnung.
Im Laufe des Tages bemerkte die Seniorin, dass ihr Schmuck fehlte. Anschließend erstattete sie Anzeige bei einer Polizeidienststelle. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehrere hundert Euro.
Das Kommissariat 55 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Der Täter wurde wie folgt beschrieben: Männlich, 45-50 Jahre alt, 180 cm groß, südeuropäische Erscheinung; trug Sakko und Brille; er gab an „Sulam“ zu heißen und ein Geschäft in Starnberg zu haben
Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Würmseeplatz, Ambacher Straße, Seeshaupter Straße und Possenhofener Straße (Forstenried) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Räuberischer Diebstahl – Neuhausen
Am Donnerstag, 26.03.2026, gegen 09:30 Uhr, befand sich eine 36-jährige Deutsche und Wohnsitz in München in einer U-Bahn der Linie U1 in Richtung Olympiaeinkaufszentrum. Sie hatte ihr Baby im Arm und einen Kinderwagen bei sich.
Am Hauptbahnhof stiegen eine 14-Jährige mit syrischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck und eine 16-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München in die U-Bahn ein und verwickelten die 36-Jährige in ein Gespräch.
Kurz vor der Haltestelle „Rotkreuzplatz“ entwendete die 16-Jährige ein Mobiltelefon aus dem Kinderwagen und übergab dieses der 14-Jährigen. Diese verließ damit die U-Bahn. Die 36-Jährige verließ die U-Bahn ebenfalls kurz und konnte in einer körperlichen Auseinandersetzung mit der 14-Jährigen ihr Mobiltelefon wieder erlangen. Danach stieg sie sofort wieder in die U-Bahn ein, wo sich noch ihr Kinderwagen befand. Die 16-Jährige verließ in dieser kurzen Zeit ebenfalls die U-Bahn.
Am Bahnsteig schritten zwei Passanten ein und wurden von den beiden bespuckt, bedroht und verbal beleidigt. Die Zeugen konnten die beiden Täterinnen bis zum Eintreffen der durch die Passanten informierten Polizei festhalten. Die 36-Jährige meldete sich später bei einer Polizeiinspektion und erstattete Anzeige. Sie und das Kind blieben unverletzt.
Beide Täterinnen wurden erkennungsdienstlich behandelt. Die 14-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt und wird im Laufe des heutigen Tages einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Die 16-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einen gesetzlichen Vertreter übergeben. Beide wurden unter anderem wegen des räuberischen Diebstahls angezeigt.
Das Kommissariat 23 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Das Polizeipräsidium München begrüßt 232 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Fotos
Am Donnerstag, 26.03.2026 wurden durch Polizeipräsident Thomas Hampel und Polizeivizepräsident Christian Huber 232 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Polizeipräsidium München willkommen geheißen.
Zum Team der Polizei München stießen 197 Absolventinnen und Absolventen die ihre Ausbildung bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei oder an der Hochschule für den öffentlichen Dienst - Fachbereich Polizei erfolgreich abgeschlossen haben und Beamtinnen und Beamte die aus anderen Verbänden in Bayern oder auch aus anderen Bundesländern nach München gewechselt sind.
Die Arbeit beim Polizeipräsidium München ist vielfältig und zukunftsorientiert. Polizeipräsident Hampel freut sich, dass seit Anfang September zudem 32 neue Angestellte die Polizei München verstärken. Darunter finden sich IT-Spezialisten, Computer-Kriminalisten, ermittlungsbezogene Analysten, Fotografen, Mitarbeiter im technischen Außendienst der Verkehrsüberwachung, Kfz-Mechatroniker sowie drei Pferdepfleger, die sich bei der Polizeireiterstaffel einbringen. Darüber hinaus sind drei Verwaltungsbeamtinnen hinzugekommen.
Polizeipräsident Hampel gratuliert allen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Berufswahl und zur Wahl des Polizeipräsidiums München als attraktiven Arbeitgeber.
Bei den großen Einsätzen, die jedes Jahr in München stattfinden, sehen wir immer wieder, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, egal ob z. B. Polizeivollzugsbeamte, Techniker oder Spezialisten wichtige Zahnräder im großen Getriebe Polizei sind, die ineinandergreifen und sich alle gegenseitig unterstützen. Nur so kann ein Einsatz erfolgreich gelingen!
Die Begrüßung der „Münchner Neu-Schandis“ ist für das Polizeipräsidium München ein besonderer Tag und macht deutlich, dass die Münchner Polizei ein sehr attraktiver Arbeitgeber ist.
Das Polizeipräsidium München mit seinen 6.500 Beschäftigen bewältigt täglich in der Spitze bis zu 1.300 Einsätze - das sind jährlich über 320.000 Einsätze. „Wir sind ein Team, das für die Menschen in der Stadt und im Landkreis München einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und zum Wohlbefinden unserer 1,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger leistet“, so Polizeipräsident Hampel.
München ist zum 50. Mal im bundesweiten Vergleich mit Abstand die sicherste Großstadt. Die Häufigkeitszahl im gesamten Bereich der Polizeipräsidiums München (Stadt und Landkreis) beträgt 5.296 Straftaten je 100.000 Einwohner. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, nur halb so groß wie in den vergleichbaren Großstädten. Die Aufklärungsquote hat sich zum Vorjahr auf 62,9% verbessert (2024: 60,3%).
Im Rahmen der feierlichen Begrüßung bedankte sich Polizeipräsident Thomas Hampel bei den Neuzugängen, dass sie das Team der Münchner Polizei verstärken und sich rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr für die Sicherheit und Freiheit der Menschen einsetzen.
Polizeipräsident Hampel wünscht allen Neuzugängen einen guten Start, viel Erfolg und dass sie immer gesund aus den Einsätzen zurückkehren.
Imagefilm: https://www. polizei. bayern. de/wir-ueber-uns/organisation/dienststellen/0900800000000.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums München. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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