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Polizei-News Trier, 06.02.26: Polizeipräsidentin Rakowski zeichnet Beamtinnen und Beamte aus

Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / dpa-Zentralbild / Soeren Stache

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Anja Rakowski, die Polizeipräsidentin des Polizeipräsidiums Trier zeichnete am Donnerstag, 5. Februar 2026, 23 Beamtinnen und Beamte aus, die Menschen gerettet, sich selbst in große Gefahr gebracht oder in anderen Fällen herausragenden Einsatz gezeigt hatten. Im Rahmen einer Feierstunde mit ihren Dienststellenleitungen und der Personalvertretung dankte Anja Rakowski den Polizistinnen und Polizisten für Ihren Einsatz und überreichte Ihnen Ihre Urkunden.

"Für Ihr hohes Engagement, das innerhalb der Behörde Vorbildcharakter hat, danke ich Ihnen herzlich", erklärte Rakowski bei ihrer Begrüßung. Die Polizeipräsidentin hob das verantwortungsbewusste und mutige Handeln der Beamtinnen und Beamten hervor und brachte ihre Anerkennung für die erbrachten Leistungen zum Ausdruck. Diese seien in besonderem Maße über die regulär an die Polizei gestellten Erwartungen hinausgegangen, insbesondere im Hinblick auf die sogenannte Gefahrentragungspflicht. Darunter ist die dienstliche Verpflichtung von Polizistinnen und Polizisten zu verstehen, in bestimmten Einsatzsituationen Risiken für die eigene Gesundheit oder das eigene Leben in Kauf zu nehmen.

Die folgenden Beamtinnen und Beamten wurden geehrt:

Polizeikommissarin Lea Plein (Polizeiinspektion Trier)

Am Mittwoch, dem 15. Januar 2025, gelang es Polizeikommissarin Lea Plein eine Frau vor einem versuchten Suizid in der Mosel zu bewahren. Diese war bereits bis zur Hüfte in die hochwasserführende Mosel gewatet. Mit intensiver, geschickter Gesprächsführung gewann Polizeikommissarin Plein das Vertrauen der Frau. Schließlich konnte die Beamtin ihr mit ausgestreckter Hand zurück ans Ufer helfen. Die Frau wurde zurück in das Krankenhaus gebracht, aus dem sie verschwunden war.

Polizeikommissar Niklas Dixius & Polizeikommissar Niko Hubert (Polizeiinspektion Trier)

Am Donnerstag, dem 22. Mai 2025, erreichten Polizeikommissar Dixius und Polizeikommissar Hubert in den frühen Morgenstunden ein brennendes Haus in Trier. Hier alarmierten die Beamten zunächst die noch schlafenden Bewohner. Aus einer Wohnung, in der der Brandherd zu liegen schien, erhielten sie keine Reaktion. Die beiden Polizeibeamten nahmen an, dass sich in der Wohnung noch eine hilflose Person in akuter Lebensgefahr befinden könnte. Unter dem Einsatz körperlicher Gewalt - und ihrer eigenen Gesundheit - versuchten sie die verschlossene Wohnungstür zu öffnen. Letztlich gelang dies erst der zwischenzeitlich eingetroffenen Feuerwehr. Es stellte sich heraus, dass niemand in der Wohnung war und der Brand durch einen technischen Defekt entstanden war.

Polizeioberkommissarin Silvia Schäfer & Polizeioberkommissar Marco Mertes (Polizeiinspektion Schweich)

Am Montag, 14. April 2025, erhielten Polizeioberkommissarin Schäfer und Polizeioberkommissar Mertes die Mitteilung über einen Mann, der sich in suizidaler Absicht erheblich selbst verletzt hatte. Bei Eintreffen vor Ort fanden sie den Mann blutend und schwerverletzt am Boden liegend vor. Die Beamten leisteten umfangreiche Erste Hilfe und stoppten die Blutungen. Bis zum Eintreffen des Notarztes bemühten sie sich, den Mann wach und stabil zu halten und überwachten laufend seine Atmung. Der Mann wurde schließlich mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Nicht zuletzt durch den fachkundigen Einsatz der beiden Beamten, der weit über die zu erwartenden Erste-Hilfe-Maßnahmen hinausging, überlebte der Mann seine massiven Verletzungen.

Polizeikommissar Christopher Jutz (Polizeiinspektion Bitburg)

In den frühen Morgenstunden des 3. Mai 2025 kam es auf der A60 zu einem schweren Verkehrsunfall mit Frontalzusammenstoß, der durch einen Falschfahrer verursacht wurde. Polizeikommissar Jutz und drei weitere Beamte trafen als Erste an der Unfallstelle ein. Polizeikommissar Jutz kletterte auf den auf der Seite liegenden PKW, drückte die Tür auf und zog zunächst unter großem körperlichem Einsatz die Beifahrerin aus dem Fahrzeug. Beim Versuch, die noch immer eingeklemmte, leblose Fahrerin aus dem Fahrzeug zu retten, ließ er seinen Streifenpartner (der unabhängig von diesem Ereignis inzwischen einen neuen beruflichen Weg eingeschlagen hat) durch die Beifahrertür kopfüber in das Auto herab, um so die Fahrerin herauszuziehen. Da diese und alle weiteren bislang versuchten Maßnahmen nicht zum Erfolg führten, entschlossen die Beamten sich, den PKW mit vereinten Kräften zurück auf die Räder umzustoßen. Zu sechst gelang dieses Unterfangen, sodass die Fahrerin aus dem nun aufrechtstehenden Auto befreit werden konnte. Bis zum Abtransport ins Brüderkrankenhaus führten drei Beamte im Wechsel Reanimationsmaßnahmen durch.

Polizeikommissar Maximilian Troßen, Polizeikommissar Matthias Linn, Polizeikommissar Felix Britz (Polizeiinspektion Trier)

Am Sonntag, 25. Mai 2025, wurden Polizeikommissar Troßen und Polizeikommissar Linn in die Saarstraße in Trier entsandt. Bei Eintreffen hörten sie aus der Wohnung Hilfeschreie, es öffnete jedoch niemand die Tür. Umgehend traten die Beamten die Wohnungstür ein. In der Wohnung fanden sie eine schwerverletzte Frau. Während Polizeikommissar Troßen über Funk einen Notarzt, Rettungswagen sowie Unterstützung anforderte und den Bereich sicherte, begann Polizeikommissar Linn umgehend mit der medizinischen Erstversorgung. Mit dem Eintreffen der Streifenbesatzung Polizeikommissar Britz und Partner konnten die Beamten gemeinsam die Erste-Hilfe-Maßnahmen intensivieren und die Wohnung mit negativen Ergebnis nach dem Tatverdächtigen absuchen. In einer unübersichtlichen Situation und unklaren Gefahrenlage halfen sie maßgeblich dabei, das Leben der Frau zu retten.

Kriminalkommissarin Yana Keilen (Kriminaldauerdienst), Kriminaloberkommissar Martin Zwetsch (Kriminaldauerdienst), Polizeikommissar Sebastian Palms (Polizeiinspektion Hermeskeil)

Am Sonntag, 7. September 2025, wurden Kriminalkommissarin Keilen, Kriminaloberkommissar Zwetsch und Polizeikommissar Palms über einen aktuellen Suizidversuch informiert. Zeugenaussagen zufolge sollte sich der Verantwortliche in seinem Schlafzimmer aufhalten; sein Gesundheitszustand war zu diesem Zeitpunkt völlig unklar. Umgehend begaben die Beamten sich zur Einleitung von Erste-Hilfe-Maßnahmen in das Zimmer, in dem sie vier angezündete Einweggrills fanden. Sie stellten fest, dass der Mann bereits verstorben war. Um Rauchvergiftungen bei den übrigen Bewohnerinnen und Bewohnern zu verhindern, evakuierten Sie umgehend das gesamte Gebäude. Durch die brennenden Grills im Haus bestand eine erhebliche Gefahr für lebensbedrohliche Kohlenmonoxidvergiftungen.

Polizeihauptkommissar Rainer Schneider (Polizeiinspektion Trier) & Kriminalhauptkommissar Andreas Apel (Kriminaldauerdienst)

Am Montag, 20. Oktober 2025, befanden sich Polizeihauptkommissar Schneider und Kriminalhauptkommissar Apel nach Dienstende am Trierer Hauptbahnhof auf dem Weg nach Hause. Hier wurden sie - durch Uniform als Polizeibeamte erkennbar - von Passanten angesprochen und auf eine Frau aufmerksam gemacht, die sich in der Fabrikstraße auf dem obersten Parkdeck des Parkhauses Alleencenter befand und bereits über die Brüstung geklettert war. Die Beamten liefen sofort auf das obere Parkdeck des Parkhauses. Polizeihauptkommissar Schneider packte die junge Frau unmittelbar vor dem Sprung und zog sie von der Brüstung zurück. Hier fixierte er die Frau, die sich in einer psychischen Ausnahmesituation befand, zu ihrem eigenen Schutz. Dabei unterstützte ihn Kriminalhauptkommissar Apel bis weitere Kräfte hinzukamen.

Polizeihauptkommissar Markus Anell, Polizeihauptkommissar Andreas Werner & Polizeihauptkommissar Rainer Junk (Polizeiinspektion Trier)

Am Dienstag, 4. November 2025, fuhren Polizeihauptkommissar Anell, Polizeihauptkommissar Werner und Polizeihauptkommissar Junk im Rahmen einer Zivilstreife durch Trier. An der Römerbrücke entdeckten sie eine Person am Rand der Brücke hinter dem Brückengeländer. Die Beamten erkannten sofort die Dringlichkeit der Situation und reagierten geistesgegenwärtig: Zusammen packten sie die Person und zogen sie über das Geländer zurück auf die Brücke.

Polizeikommissarin Natasha Johnson, Polizeikommissar Leon Schuler & Polizeioberkommissar Artur Fischukow (Polizeiinspektion Wittlich)

Am Mittwoch, 5. November 2025, hörten Polizeikommissarin Johnson, Polizeikommissar Schuler und Polizeioberkommissar Fischukow über Funk die Meldung über einen verlassenen PKW auf der Hochmoselbrücke. Polizeikommissarin Johnson kam zuerst an, sicherte die Örtlichkeit ab und entdeckte einen weinenden Mann, der zwischen Schutzplanke und Brückengeländer kauerte. Gemeinsam mit den zwischenzeitlich eingetroffenen Polizeikommissar Schuler und Polizeioberkommissar Fischukow verwickelte sie den Mann in ein Gespräch. Polizeikommissar Schuler und Polizeioberkommissar Fischukow kletterten ihm schließlich über das Geländer hinterher und hielten ihn unter verbalem und körperlichem Widerstand von einem Brückensprung ab.

Polizeikommissar Marius Pesch (Polizeiinspektion Wittlich), Polizeikommissarin Stefanie Bender (Polizeiinspektion Wittlich) & Polizeioberkommissarin Katja Herres (Diensthundestaffel)

Am Donnerstag, 25. Dezember 2025, wurden Polizeikommissar Pesch, Polizeikommissarin Bender und die Diensthundeführerin Polizeioberkommissarin Herres zu einem verlassenen Motorroller auf dem Hochmoselübergang entsandt. Vor Ort entdeckten sie den weinenden Fahrer des Rollers zwischen der Leitplanke und dem Windfang. Als der Mann die Beamten sah, lief er allerdings davon. Gemeinsam stoppten sie ihn und verwickelten ihn in ein Gespräch. So konnten die Einsatzkräfte den Mann schließlich von seinem geplanten Suizid abbringen und ihn von der Behandlung in einem psychiatrischen Krankenhaus überzeugen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Trier vom 06.02.2026 gegen 09:49 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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