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Polizei-News Kiel, 03.02.26: Vermisstenfall Horst Georg Linnemann - Cold Case Unit startet Suche im Wattenbeker Gehege

Mord für das Presseportal Bild: Adobe Stock / Andreas Gruhl

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Gemeinsame Presemitteilung der Staatsanwaltschaft Kiel und desLandeskriminalamtes Schleswig-Holstein

Die Cold Case Unit (CCU) des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein sucht seitDienstag, 3. Februar 2026, gemeinsam mit unterstützenden Kräften derLandespolizei im Wattenbeker Gehege, einem Waldgebiet nördlich von Neumünster,nach dem Leichnam des seit elf Jahren vermissten Horst Georg Linnemann. Der zumZeitpunkt seines Verschwindens 28 Jahre alte Maschinenbau-Student ausNeumünster-Faldera wird seit dem 15. Dezember 2014 vermisst. Die Ermittler gehenvon einem Tötungsdelikt aus. Seine Leiche konnte trotz intensiver Ermittlungs-und Suchmaßnahmen bis heute nicht gefunden werden. Neue Erkenntnisse der CCUdeuten nun darauf hin, dass diese sich in dem Waldgebiet befinden könnte.

Horst Georg Linnemann wurde zuletzt am Mittag des 15. Dezember 2014 von seinerFreundin in ihrer Neumünsteraner Wohnung gesehen. Am Abend desselben Tagesmeldete sie ihn als vermisst. Linnemann fuhr einen dunkelblauen Golf IV mit demKennzeichen NMS-ZX 88. Der Wagen wurde am 20. Dezember 2014 in Hamburgaufgefunden und sichergestellt. Ein Foto des Fahrzeugs wurde damals zusammen miteinem Foto des Vermissten im Rahmen eines Zeugenaufrufs von der Polizeiveröffentlicht. Im Januar 2015 geriet außerdem ein Leihanhänger mit einerauffälligen gelben Plane in den Fokus, der offenbar von Linnemann genutzt wordenwar.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen erhärtete sich ein Tatverdacht gegen zweidamals 28 und 26 Jahre alte Männer aus Neumünster und Kappeln, die zu LinnemannsUmfeld gehörten. Die Tat konnte ihnen jedoch bislang nicht nachgewiesen werden.

Im Juli 2015 kam weiter Bewegung in den Fall. Die Ermittler gingen zu diesemZeitpunkt aufgrund ihrer bisherigen Erkenntnisse davon aus, dass dann begraben worden sein könnte. Ein Areal am Stadtrand von Neumünster wurdemit Spürhunden und einem Bagger abgesucht, ebenso ein Kleingartengelände imOktober 2015 - beide Suchen blieben ohne Erfolg. Horst Georg Linnemann bliebverschwunden. Die Staatsanwaltschaft Kiel lobte eine Belohnung in Höhe von 1.500Euro für sachdienliche Hinweise aus. Danach wurde es in der Öffentlichkeit stillum den Fall Horst Georg Linnemann. Doch die Ermittlungen liefen weiter.

Im Jahr 2024 rollte die CCU den Fall neu auf. Zehn Jahre nach dem VerschwindenLinnemanns beschäftigten sich die Ermittler intensiv mit den Akten. Sieanalysierten die bisherigen Ermittlungsschritte und Erkenntnisse, prüften neueAnsätze und tatrelevante Spuren, nutzten modernste kriminaltechnische Methodenund befragten Zeugen. Die Spurensuche führt am heutigen Dienstag, 3. Februar2026, in das Wattenbeker Gehege zwischen Neumünster und Bordesholm. Das gesamteWaldgebiet wird für die Dauer der Suche abgesperrt und ist auch fürSpaziergänger nicht passierbar.

Die CCU wendet sich außerdem mit folgenden Fragen an die Öffentlichkeit:

  • Gibt es weitere Zeugen, die Horst Georg Linnemann am Tag seines Verschwindens, 15. Dezember 2014, oder danach gesehen haben?
  • Gibt es Zeugen, die Angaben zu Linnemanns Fahrzeug, zu dessen Nutzern bzw. Abstellorten und/oder dem gelben Anhänger machen können?
  • Hat jemand Hinweise zu einer Garage oder einem Lagerraum in Neumünster und Umgebung, die der Vermisste genutzt haben könnte?
  • Gab es auffällige Bewegungen, Personen oder Fahrzeuge im Waldgebiet nördlich von Neumünster?

Sachdienliche Hinweise bitte an: Telefon 0431/160-42852.

Für Hinweise, die zum Auffinden der Leiche und zu dem oder den Täter/n führen,ist eine Belohnung in Höhe von 1.500 Euro ausgelobt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Landeskriminalamt Schleswig-Holstein vom 03.02.2026 gegen 12:14 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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