Gesundheit

So krank ist Hessen: Welche Infektionen jetzt grassieren - und wen es trifft

Wie krank ist Hessen? So steht es um die aktuelle Infektionslage bei Corona, RSV und Grippe. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock / bluedesign

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Nicht nur in der kalten Jahreszeit machen Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen den Menschen in Hessen zu schaffen. Doch nicht jede Atemwegserkrankung ist gleich: Ärztinnen und Ärzte unterscheiden zwischen akuten Atemwegserkrankungen, grippeähnlichen Erkrankungen, der "echten" Grippe (Influenza) und Erkältungen sowie zwischen weiteren Infektionen wie dem Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) und dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Wie diese Erkrankungen aktuell in Hessen verbreitet sind, zeigen die neuesten regionalen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI).

Corona in Hessen: 7-Tage-Inzidenz von 0,4

Corona bleibt auch nach der Pandemie eine verbreitete Atemwegserkrankung. Es verursacht Symptome wie Fieber, Husten und Atemnot und wird durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelöst. In Hessen gab es in der vergangenen Woche 27 neue Corona-Fälle. Mit 2,3 ist die höchste Corona-7-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der über 80-Jährigen festzustellen. Über alle Altersklassen hinweg liegt die Corona-7-Tage-Inzidenz in Hessen aktuell bei 0,4 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 02.04.2026). Seit Beginn der Pandemie wurden 2.989.752 laborbestätigte Corona-Fälle in Hessen gemeldet.

Altersgruppe7-Tage-Inzidenzneue Fälle letzte 7 TageCorona-Fälle gesamt in Hessen
00-041372.393
05-140,21347.680
15-340,11868.497
35-590,361.160.211
60-790,46407.271
80+2,310131.090
00+0,4272.989.752

Grippe in Hessen: 642 neue Influenza-Fälle

Die "echte" Grippe (Influenza) wird durch das Influenzavirus verursacht und ist oft mit plötzlichem Krankheitsbeginn, hohem Fieber und Gliederschmerzen verbunden. In der KW 52 wurden in Hessen 642 neue Grippe-Fälle registriert. Das entspricht einer Grippe-Inzidenz von 10,16.

Altersgruppeneue Grippe-Fälle letzte KWInfluenza-Inzidenz in Hessen
00-1420522,86
15-592025,58
60+23513,01
00+64210,16

Akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen in der Mitte (West) Deutschlands

Neben der Verbreitung der "echten" Grippe (Influenza) wird auch die Entwicklung der regionalen Fallzahlen für akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen genau beobachtet. Akute Atemwegserkrankungen (kurz: ARE, für akute respiratorische Erkrankung) umfassen laut der Definition des Robert-Koch-Instituts alle neu aufgetretenen Atemwegserkrankungen mit Husten, Halsschmerzen oder Fieber. Eine grippeähnliche Erkrankung (kurz: ILI, für engl. influenza-like illness) ist eine spezifische Form der ARE, bei der - zusätzlich zu Husten oder Halsschmerzen - in jedem Fall Fieber auftritt.

In der folgenden Übersicht werden die ARE- und ILI-Zahlen der 13. Kalenderwoche für die deutsche Großregion Mitte (West) dargestellt und mit der durchschnittlichen Inzidenz Deutschlands verglichen.

KW 13/2026Region Mitte (West)Deutschland gesamt
Atemwegserkrankungen je 100.000 Einw.6.900 (Vorwoche: 6.300)7.000
Grippeähnliche Erkrankungen je 100.000 Einw.1.400 (Vorwoche: 1.000)1.300

Die geschätzte wöchentliche Inzidenz akuter Atemwegserkrankungen der Großregion Mitte (West), zu der auch Hessen gehört, beträgt in der 13. Kalenderwoche 6.900 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen (Vorwoche: 6.300) Für grippeähnliche Erkrankungen wird aktuell eine Inzidenz von 1.400 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner geschätzt. Dieser Wert ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen (Vorwoche: 1.000). Die Werte für die grippeähnlichen Erkrankungen in der Region Mitte (West) liegen höher als der gesamtdeutsche Durchschnittswert von 1.300.

Die geschätzten Inzidenzen für die Bevölkerung in Deutschland basieren auf den Angaben von Personen, die freiwillig bei dem RKI-Online-Portal GrippeWeb registriert sind und regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. In der Kalenderwoche 13/2026 haben insgesamt 3.290 Teilnehmende aus der Region Mitte (West) ihre Daten gemeldet. Die bundesweiten Zahlen basieren auf Meldungen von 9.391 Personen. Es handelt sich hierbei um Selbstauskünfte und nicht um laborbestätigte Befunde.

RSV in Hessen: Inzidenz gestiegen für Respiratorisches Synzytial-Virus

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit verbreiteter Erreger von Atemwegserkrankungen, der in jedem Lebensalter auftreten kann. Schwere Krankheitsverläufe treten vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf. In der 52. Kalenderwoche gab es 40 neue RSV-Fälle in Hessen - 1 mehr als in der Vorwoche. Die RSV-Inzidenz liegt hier aktuell bei 0,63 laborbestätigten RSV-Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Kalenderwocheneue RSV-FälleRSV-Inzidenz in Hessen
52/2025400,63
51/2025390,61
50/2025370,58
49/2025220,34
48/2025200,31

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstellt und wird täglich datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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