Gesundheit

So krank ist Rheinland-Pfalz: Von Corona bis RSV - Welche Atemwegserkrankungen aktuell grassieren

Wie krank ist Rheinland-Pfalz? So steht es um die aktuelle Infektionslage bei Corona, RSV und Grippe. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock / bluedesign

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Nicht nur in der kalten Jahreszeit machen den Menschen in Rheinland-Pfalz Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen zu schaffen. Doch nicht jede Atemwegserkrankung ist gleich: Ärztinnen und Ärzte unterscheiden zwischen akuten Atemwegserkrankungen, grippeähnlichen Erkrankungen, der "echten" Grippe (Influenza) und Erkältungen sowie zwischen weiteren Infektionen wie dem Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) und dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Wie diese Erkrankungen aktuell in Rheinland-Pfalz verbreitet sind, zeigen die neuesten regionalen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI).

Corona in Rheinland-Pfalz: 7-Tage-Inzidenz von 0,1

Corona bleibt eine der häufigsten Atemwegserkrankungen. Es verursacht Symptome wie Fieber, Husten und Atemnot und wird durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelöst. In Rheinland-Pfalz gab es in der vergangenen Woche 6 neue Corona-Fälle. Mit 1 ist die höchste Corona-7-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der über 80-Jährigen festzustellen. Über alle Altersklassen hinweg liegt die Corona-7-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz aktuell bei 0,1 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 10.04.2026). Seit Beginn der Pandemie wurden 1.815.581 laborbestätigte Corona-Fälle in Rheinland-Pfalz gemeldet.

Altersgruppe7-Tage-Inzidenzneue Fälle letzte 7 TageCorona-Fälle gesamt in RLP
00-040053.949
05-1400202.008
15-3400518.591
35-5900694.272
60-790,33259.261
80+1385.432
00+0,161.815.581

Grippe in Rheinland-Pfalz: 448 neue Influenza-Fälle

Die "echte" Grippe (Influenza) wird durch das Influenzavirus verursacht und ist oft mit plötzlichem Krankheitsbeginn, hohem Fieber und Gliederschmerzen verbunden. In der KW 52 wurden in Rheinland-Pfalz 448 neue Grippe-Fälle registriert. Das entspricht einer Grippe-Inzidenz von 10,84.

Altersgruppeneue Grippe-Fälle letzte KWInfluenza-Inzidenz in RLP
00-1413523,46
15-591526,65
60+16012,58
00+44810,84

Akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen in der Mitte (West) Deutschlands

Neben der Verbreitung der "echten" Grippe (Influenza) wird auch die Entwicklung der regionalen Fallzahlen für akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen genau beobachtet. Akute Atemwegserkrankungen (kurz: ARE, für akute respiratorische Erkrankung) umfassen laut der Definition des Robert-Koch-Instituts alle neu aufgetretenen Atemwegserkrankungen, die mit Halsschmerzen, Husten oder Fieber einhergehen Eine grippeähnliche Erkrankung (kurz: ILI, für engl. influenza-like illness) ist eine spezifische Form der ARE, bei der - zusätzlich zu Husten oder Halsschmerzen - in jedem Fall Fieber auftritt.

In der folgenden Übersicht werden die ARE- und ILI-Zahlen der 14. Kalenderwoche für die deutsche Großregion Mitte (West) dargestellt und mit der durchschnittlichen Inzidenz Deutschlands verglichen.

KW 14/2026Region Mitte (West)Deutschland gesamt
Atemwegserkrankungen je 100.000 Einw.5.200 (Vorwoche: 6.400)5.700
Grippeähnliche Erkrankungen je 100.000 Einw.500 (Vorwoche: 1.200)800

Die geschätzte wöchentliche Inzidenz akuter Atemwegserkrankungen der Großregion Mitte (West), zu der auch Rheinland-Pfalz gehört, beträgt in der 14. Kalenderwoche 5.200 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie ist im Vergleich zur Vorwoche gesunken (Vorwoche: 6.400) und liegt unter dem bundesweiten Durchschnitt von 5.700. Für grippeähnliche Erkrankungen wird aktuell eine Inzidenz von 500 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner geschätzt. Dieser Wert ist im Vergleich zur Vorwoche gesunken (Vorwoche: 1.200). Wie schon bei den Atemwegserkrankungen der Region Mitte (West) liegen die Werte auch für die grippeähnlichen Erkrankungen unter der für Deutschland geschätzten durchschnittlichen Inzidenz von 800.

Die geschätzten Inzidenzen für die Bevölkerung in Deutschland basieren auf den Angaben von Personen, die freiwillig bei dem RKI-Online-Portal GrippeWeb registriert sind und regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. In der Kalenderwoche 14/2026 haben insgesamt 2.840 Teilnehmende aus der Region Mitte (West) ihre Daten gemeldet. Die bundesweiten Zahlen basieren auf Meldungen von 8.231 Personen. Es handelt sich hierbei um Selbstauskünfte und nicht um laborbestätigte Befunde.

RSV in Rheinland-Pfalz: Inzidenz gesunken für Respiratorisches Synzytial-Virus

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit vorkommender Erreger von Atemwegserkrankungen, der in jedem Lebensalter auftreten kann. Besonders gefährdet für schwere Verläufe sind Säuglinge, Frühgeborene, Kleinkinder und ältere Erwachsene. In der 52. Kalenderwoche gab es 26 neue RSV-Fälle in Rheinland-Pfalz - 3 weniger als in der Vorwoche. Die RSV-Inzidenz liegt hier aktuell bei 0,63 laborbestätigten RSV-Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Kalenderwocheneue RSV-FälleRSV-Inzidenz in RLP
52/2025260,63
51/2025290,7
50/2025330,79
49/2025130,31
48/2025100,24

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstellt und wird täglich datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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