Gesundheit

So krank ist das Saarland: Wie sich Atemwegserkrankungen jetzt verbreiten

Wie krank ist das Saarland? So steht es um die aktuelle Infektionslage bei Corona, RSV und Grippe. (Symbolbild) Bild: picture alliance/dpa | Oliver Dietze

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Gerade in der kalten Jahreszeit sind viele Menschen im Saarland von Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen betroffen. Doch nicht jede Atemwegserkrankung ist gleich: Ärztinnen und Ärzte unterscheiden zwischen akuten Atemwegserkrankungen, grippeähnlichen Erkrankungen, der "echten" Grippe (Influenza) und Erkältungen sowie zwischen weiteren Infektionen wie dem Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) und dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Wie diese Erkrankungen aktuell im Saarland verbreitet sind, zeigen die neuesten regionalen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI).

Corona im Saarland: 7-Tage-Inzidenz von 8,6

Corona, oder COVID-19, bleibt auch nach der Pandemie eine verbreitete Atemwegserkrankung. Die Krankheit wird durch SARS-CoV-2 hervorgerufen und kann zu Fieber, Husten und Atembeschwerden führen. In der letzten Woche gab es im Saarland 85 neue Corona-Fälle. Mit 52,7 ist die höchste Corona-7-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der über 80-Jährigen festzustellen. Über alle Altersklassen hinweg liegt die Corona-7-Tage-Inzidenz im Saarland aktuell bei 8,6 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 08.01.2026). Seit Beginn der Pandemie wurden 503.523 laborbestätigte Corona-Fälle im Saarland gemeldet.

Altersgruppe7-Tage-Inzidenzneue Fälle letzte 7 TageCorona-Fälle gesamt im Saarland
00-042,4112.866
05-140053.344
15-342,45136.960
35-591,55188.147
60-7913,13382.638
80+52,74129.408
00+8,685503.523

Grippe im Saarland: 71 neue Influenza-Fälle

Die "echte" Grippe (Influenza) wird durch das Influenzavirus verursacht und ist oft mit plötzlichem Krankheitsbeginn, hohem Fieber und Gliederschmerzen verbunden. In der KW 52 wurden im Saarland 71 neue Grippe-Fälle registriert. Das entspricht einer Grippe-Inzidenz von 7,11.

Altersgruppeneue Grippe-Fälle letzte KWInfluenza-Inzidenz im Saarland
00-142721,27
15-59173,17
60+278,07
00+717,11

Akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen in der Mitte (West) Deutschlands

Neben der Verbreitung der "echten" Grippe (Influenza) wird auch die Entwicklung der regionalen Fallzahlen für akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen genau beobachtet. Akute Atemwegserkrankungen (kurz: ARE, für akute respiratorische Erkrankung) umfassen laut der Definition des Robert-Koch-Instituts alle neu aufgetretenen Atemwegserkrankungen, die mit Halsschmerzen, Husten oder Fieber einhergehen Eine grippeähnliche Erkrankung (kurz: ILI, für engl. influenza-like illness) ist eine spezifische Form der ARE, bei der - zusätzlich zu Husten oder Halsschmerzen - in jedem Fall Fieber auftritt.

In der folgenden Übersicht werden die ARE- und ILI-Zahlen der 01. Kalenderwoche für die deutsche Großregion Mitte (West) dargestellt und mit der durchschnittlichen Inzidenz Deutschlands verglichen.

KW 01/2026Region Mitte (West)Deutschland gesamt
Atemwegserkrankungen je 100.000 Einw.6.200 (Vorwoche: 6.800)6.000
Grippeähnliche Erkrankungen je 100.000 Einw.1.800 (Vorwoche: 2.000)1.500

Die geschätzte wöchentliche Inzidenz akuter Atemwegserkrankungen der Großregion Mitte (West), zu der auch das Saarland gehört, beträgt in der 01. Kalenderwoche 6.200 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie ist im Vergleich zur Vorwoche gesunken (Vorwoche: 6.800), liegt aber noch über dem bundesweiten Durchschnitt von 6.000. Für grippeähnliche Erkrankungen wird aktuell eine Inzidenz von 1.800 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner geschätzt. Dieser Wert ist im Vergleich zur Vorwoche gesunken (Vorwoche: 2.000). Wie schon bei den Atemwegserkrankungen der Region Mitte (West) liegen die Werte auch für die grippeähnlichen Erkrankungen oberhalb des bundesweit erfassten Durchschnittswerts von 1.500.

Die geschätzten Inzidenzen für die Bevölkerung in Deutschland basieren auf den Angaben von Personen, die freiwillig bei dem RKI-Online-Portal GrippeWeb registriert sind und regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. In der Kalenderwoche 01/2026 haben insgesamt 3.459 Teilnehmende aus der Region Mitte (West) ihre Daten gemeldet. Die bundesweiten Zahlen basieren auf Meldungen von 9.638 Personen. Es handelt sich hierbei um Selbstauskünfte und nicht um laborbestätigte Befunde.

Keine neuen RSV-Fälle im Saarland

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit verbreiteter Erreger von Atemwegserkrankungen, der in jedem Lebensalter auftreten kann. Besonders gefährdet für schwere Verläufe sind Säuglinge, Frühgeborene, Kleinkinder und ältere Erwachsene. In der 52. Kalenderwoche gab es keine neuen RSV-Fälle im Saarland. Die RSV-Inzidenz liegt hier aktuell bei 0 laborbestätigten RSV-Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Kalenderwocheneue RSV-FälleRSV-Inzidenz im Saarland
52/202500
51/202500
50/202500
49/202500
48/202500

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstellt und wird täglich datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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/roj/news.de

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