So krank ist Bayern: Wie verbreitet sind Corona, Grippe und RSV im April 2026?
Wie krank ist Bayern? So steht es um die aktuelle Infektionslage bei Corona, RSV und Grippe. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock / Leo
Von news.de-Redakteurin Sarah Knauth
02.04.2026 12.33
Nicht nur in der kalten Jahreszeit machen Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen den Menschen in Bayern zu schaffen. Doch nicht jede Atemwegserkrankung ist gleich: Ärztinnen und Ärzte unterscheiden zwischen akuten Atemwegserkrankungen, grippeähnlichen Erkrankungen, der "echten" Grippe (Influenza) und Erkältungen sowie zwischen weiteren Infektionen wie dem Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) und dem Coronavirus (SARS-CoV-2). Wie diese Erkrankungen aktuell in Bayern verbreitet sind, zeigen die neuesten regionalen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI).
Corona in Bayern: 7-Tage-Inzidenz von 0,3
Corona, oder COVID-19, bleibt eine der häufigsten Atemwegserkrankungen. Die Infektionskrankheit wird durch SARS-CoV-2 hervorgerufen und kann zu Fieber, Husten und Atembeschwerden führen. In Bayern gab es in der vergangenen Woche 35 neue Corona-Fälle. Mit 1,1 ist die höchste Corona-7-Tage-Inzidenz in der Altersgruppe der über 80-Jährigen festzustellen. Über alle Altersklassen hinweg liegt die Corona-7-Tage-Inzidenz in Bayern aktuell bei 0,3 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 02.04.2026). Seit Beginn der Pandemie wurden 6.896.527 laborbestätigte Corona-Fälle in Bayern gemeldet.
| Altersgruppe | 7-Tage-Inzidenz | neue Fälle letzte 7 Tage | Corona-Fälle gesamt in Bayern |
|---|---|---|---|
| 00-04 | 0,9 | 6 | 196.742 |
| 05-14 | 0,1 | 1 | 805.955 |
| 15-34 | 0,1 | 3 | 2.043.071 |
| 35-59 | 0,1 | 6 | 2.633.038 |
| 60-79 | 0,3 | 9 | 910.270 |
| 80+ | 1,1 | 10 | 305.811 |
| 00+ | 0,3 | 35 | 6.896.527 |
Grippe in Bayern: 2493 neue Influenza-Fälle
Die "echte" Grippe (Influenza) wird durch das Influenzavirus verursacht und ist oft mit plötzlichem Krankheitsbeginn, hohem Fieber und Gliederschmerzen verbunden. In der KW 52 wurden in Bayern 2493 neue Grippe-Fälle registriert. Das entspricht einer Grippe-Inzidenz von 18,79.
| Altersgruppe | neue Grippe-Fälle letzte KW | Influenza-Inzidenz in Bayern |
|---|---|---|
| 00-14 | 764 | 40,87 |
| 15-59 | 783 | 10,28 |
| 60+ | 946 | 25,02 |
| 00+ | 2493 | 18,79 |
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Akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen im Süden Deutschlands
Neben der Verbreitung der "echten" Grippe (Influenza) wird auch die Entwicklung der regionalen Fallzahlen für akute Atemwegserkrankungen und grippeähnliche Erkrankungen genau beobachtet. Akute Atemwegserkrankungen (kurz: ARE, für akute respiratorische Erkrankung) umfassen laut der Definition des Robert-Koch-Instituts alle neu aufgetretenen Atemwegserkrankungen, die mit Halsschmerzen, Husten oder Fieber einhergehen Eine grippeähnliche Erkrankung (kurz: ILI, für engl. influenza-like illness) ist eine spezifische Form der ARE, bei der - zusätzlich zu Husten oder Halsschmerzen - in jedem Fall Fieber auftritt.
In der folgenden Übersicht werden die ARE- und ILI-Zahlen der 13. Kalenderwoche für die deutsche Großregion Süden dargestellt und mit der durchschnittlichen Inzidenz Deutschlands verglichen.
| KW 13/2026 | Region Süden | Deutschland gesamt |
|---|---|---|
| Atemwegserkrankungen je 100.000 Einw. | 8.000 (Vorwoche: 6.400) | 7.000 |
| Grippeähnliche Erkrankungen je 100.000 Einw. | 1.000 (Vorwoche: 900) | 1.300 |
Die geschätzte wöchentliche Inzidenz akuter Atemwegserkrankungen der Großregion Süden, zu der auch Bayern gehört, beträgt in der 13. Kalenderwoche 8.000 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen (Vorwoche: 6.400) und liegt über dem bundesweiten Durchschnitt von 7.000. Für grippeähnliche Erkrankungen wird aktuell eine Inzidenz von 1.000 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner geschätzt. Dieser Wert ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen (Vorwoche: 900). Die Werte für die grippeähnlichen Erkrankungen in der Region Süden liegen unterhalb des bundesweit erfassten Durchschnittswerts von 1.300.
Die geschätzten Inzidenzen für die Bevölkerung in Deutschland basieren auf den Angaben von Personen, die freiwillig bei dem RKI-Online-Portal GrippeWeb registriert sind und regelmäßig Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. In der Kalenderwoche 13/2026 haben insgesamt 2.596 Teilnehmende aus der Region Süden ihre Daten gemeldet. Die bundesweiten Zahlen basieren auf Meldungen von 9.391 Personen. Es handelt sich hierbei um Selbstauskünfte und nicht um laborbestätigte Befunde.
RSV in Bayern: Inzidenz gesunken für Respiratorisches Synzytial-Virus
Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit vorkommender Erreger von Atemwegserkrankungen, der in jedem Lebensalter auftreten kann. Schwere Krankheitsverläufe treten vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf. In der 52. Kalenderwoche gab es 116 neue RSV-Fälle in Bayern - 105 weniger als in der Vorwoche. Die RSV-Inzidenz liegt hier aktuell bei 0,87 laborbestätigten RSV-Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
| Kalenderwoche | neue RSV-Fälle | RSV-Inzidenz in Bayern |
|---|---|---|
| 52/2025 | 116 | 0,87 |
| 51/2025 | 221 | 1,65 |
| 50/2025 | 135 | 1,01 |
| 49/2025 | 88 | 0,66 |
| 48/2025 | 59 | 0,44 |
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) erstellt und wird täglich datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de