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"Deutschland sucht den Superstar"-Finale 2026: Menowin Fröhlich feiert Castingshow-Triumph nach bitterem RTL-Trauma

16 Jahre, drei Anläufe, Gefängnis und Drogenabstürze – nun ist Menowin Fröhlich am Ziel und offizieller Gewinner von "Deutschland sucht den Superstar" 2026. Bild: Rolf Vennenbernd/dpa/dpa

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  • Menowin Fröhlich gewinnt "Deutschland sucht den Superstar"-Finale am 9. Mai 2026
  • Aller guten Dinge sind drei: DSDS-Kandidat nach zwei gescheiterten Castingshow-Teilnahmen zum Sieger gekrönt
  • "Dann wäre ich heute nicht mehr am Leben": So blickt Menowin auf seine DSDS-Rückschläge zurück

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei - ein geflügeltes Wort, das auch Menowin Fröhlich gewiss so unterschreiben würde. Der 38-Jährige konnte im Finale von "Deutschland sucht den Superstar" 2026 seinen Lebenstraum verwirklichen und zugleich sein bitteres Castingshow-Trauma hinter sich lassen: Bei der über dreieinhalbstündigen Finalshow aus Köln setzte sich Fröhlich am Abend des 9. Mai 2026 mit deutlichen 57 Prozent der Voting-Stimmen gegen Constance Dizendorf (19), Tyrell Hagedorn (19), Paco Simic (23) und Abii Faizan (24) durch.

Menowin Fröhlich zum Sieger von "Deutschland sucht den Superstar" 2026 gekrönt

Kurz vor Mitternacht explodierten die Konfetti-Kanonen im Kölner Studio 53, und Menowin Fröhlich sank auf die Knie. Der 38-Jährige lag weinend in den Armen von Jury-Chef Dieter Bohlen, während goldene Blättchen auf ihn herabregneten. Nach 16 Jahren und seinem dritten Anlauf bei "Deutschland sucht den Superstar" hatte der Würzburger endlich gewonnen. Für Menowins Rückkehr hatte RTL sogar eine Ausnahme gemacht: Eigentlich dürfen frühere Liveshow-Kandidaten nicht erneut antreten. "Ich wollte dieses Kapitel einfach nur abschließen. Und es hat sich ausgezahlt", erklärte der sichtlich bewegte Sieger nach der Show.

Menowin Fröhlich ist nach Drogen, Gefängnis und bitteren Niederlagen endlich am DSDS-Ziel

Der Weg zum späten Triumph war für Menowin Fröhlich alles andere als geradlinig. Bereits bei seiner ersten DSDS-Teilnahme 2005 musste Fröhlich die Castingshow vorzeitig verlassen – eine zweijährige Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung und Betrugs holte ihn ein. Auch danach kämpfte er immer wieder mit Kokain und Alkohol. 2010 kehrte er zurück und dominierte die Staffel. Er gewann sämtliche Liveshows und galt als haushoher Favorit. Im Finale riss er bei der Verkündung bereits die Arme hoch – nur um dann überraschend gegen Mehrzad Marashi zu verlieren. Seine Drogenprobleme und Gefängnisaufenthalte wurden in den Medien ständig thematisiert und kosteten ihn letztlich den Sieg. "Es hat mir wehgetan", gestand Fröhlich 16 Jahre später.

Menowin Fröhlich komplett verwandelt: So zog sich der DSDS-Sieger aus dem Drogensumpf

Heute präsentiert sich Menowin Fröhlich als geläuterter Mann. Direkt nach seinem Triumph bei "Deutschland sucht den Superstar" wirkte er erstaunlich gefasst – kein Überschwang, keine Selbstüberschätzung. "Hier steht nicht der fertige Menowin. Ich bin immer noch in einem Prozess", betonte er gegenüber "Bild".

Menowin Fröhlich hat im dritten Anlauf die Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" gewonnen. Bild: Rolf Vennenbernd/dpa/dpa

Der achtfache Vater nimmt regelmäßig ambulante Termine bei einem Psychologen wahr und arbeitet kontinuierlich an seinen Schwächen. "Ich muss immer noch an mir arbeiten. Es gibt immer noch das ein oder andere, was mir an mir überhaupt nicht gefällt", räumte er ein. Gleichzeitig zeigte er sich zuversichtlich: "Ich weiß aber, dass es irgendwann komplett rund wird." Sein Verhalten habe sich grundlegend gewandelt. "Ich gehe nicht mehr so krass auf die zwölf", beschrieb Fröhlich seine neue Gelassenheit.

DSDS-Sieger Menowin blickt auf Castingshow-Niederlagen zurück: "Dann wäre ich heute nicht mehr am Leben"

Rückblickend betrachtet Menowin Fröhlich seine Niederlage von 2010 mit gemischten Gefühlen. "Ich habe mir oft die alten Videos angeguckt und gesehen, wie ich mit Menschen umgegangen bin, wie ich geredet und wie vielen Leuten ich vor den Kopf gestoßen habe", reflektierte er. Sein ernüchterndes Fazit: "Ich hätte das damals auch schon gewinnen können, denke ich. Nur, dann wäre ich heute nicht mehr am Leben." Neben der Therapie gibt ihm sein Glaube Halt. Seine Freundin Ronja, die ihn seit 18 Jahren kennt und alle Höhen und Tiefen miterlebt hat, betonte die gemeinsame spirituelle Basis: "Gott hilft ihm enorm. Es freut mich, dass wir aus dem Glauben gemeinsam unsere Kraft ziehen."

Menowin Fröhlich jubelt im Finale der RTL-Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" auf der Bühne im Coloneum. Er ist neuer Superstar. Bild: Rolf Vennenbernd/dpa/dpa

"Mein Leben zeigt, dass man niemals aufhören sollte, an etwas zu glauben", fasste der frischgebackene Superstar zusammen.

Menowin Fröhlich als DSDS-Sieger: Plattenvertrag, Preisgeld und Pläne als Großfamilie

Der Sieg bei "Deutschland sucht den Superstar" 2026 beschert Fröhlich neben dem begehrten Titel auch handfeste Vorteile: einen Plattenvertrag und 100.000 Euro Preisgeld. Im Finale präsentierte er Michael Jacksons "Billie Jean" sowie seinen eigenen Song "Mercy On Me" – mit spürbarer Erfahrung und Spielfreude. Für die Zukunft hat der bald neunfache Vater bereits konkrete Vorstellungen. Eine Autobiografie könnte entstehen, ebenso eine Familien-Dokusoap mit seiner Großfamilie. "Mir stehen alle Türen offen", zeigte sich Fröhlich überzeugt.

Menowin Fröhlich steht im Finale der RTL-Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" auf der Bühne im Coloneum. Bild: Rolf Vennenbernd/dpa/dpa

Vor allem aber möchte er mit seiner Musik und seiner Lebensgeschichte andere Menschen inspirieren. "Ich glaube, dass ich einer der wenigen bin, der auch mit seiner Geschichte Menschen erreichen kann", erklärte er. Das Wichtigste sei nun, "cool zu bleiben" und nicht abzuheben.

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/news.de/dpa/stg

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