Warnung an Commerzbank-Kunden: Betrüger drohen mit Kontosperrung nach Ablauf der Frist
Erneut versuchen Betrüger, Kunden der Commerzbank anzugreifen. Bild: picture alliance/dpa | Michael Brandt
Erstellt von Felix Schneider
12.05.2026 14.52
- Aktuell befinden sich angebliche E-Mails der Commerzbank im Umlauf
- Hinter den Nachrichten stecken Betrüger, die versuchen, an Daten zu kommen
- Die Masche funktioniert, da sie drohen, die Konten der Kunden zu sperren
Mehr über aktuelle Betrugsmaschen im Netz finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Kriminelle haben es derzeit auf Kundinnen und Kunden der Commerzbank abgesehen. Die Verbraucherzentrale warnt vor einer aktuellen Phishing-Welle, bei der betrügerische E-Mails im Umlauf sind. Statt einer Prüfung, die der Sicherheit dienen soll, verfolgen die Betrüger in Wirklichkeit ein ganz anderes Ziel: Sie wollen an sensible Kontodaten gelangen und sich so Zugang zu den Bankkonten ihrer Opfer verschaffen.
Zeitdruck und Drohungen als perfide Taktik
Die Masche folgt laut Phishing-Radar der Verbraucherzentraleeinem klassischen Phishing-Muster. Die Nachricht trägt den Betreff "Ihre Commerzbank bittet um Beachtung dieser Mitteilung". Darin wird behauptet, dass Empfänger innerhalb von nur 24 Stunden reagieren müssen. Wer diese knappe Frist verstreichen lässt, dem drohen die Absender mit einer vorübergehenden Sperrung des Kontos sowie aller zugehörigen Karten.
Dieser enorme Zeitdruck soll eine unüberlegte Reaktion provozieren. Weitere Warnsignale sind schnell erkennbar: Die Anrede fällt unpersönlich aus - statt des Kundennamens steht dort lediglich "Sehr geehrter Commerzbank-Kunde". Auch die Absenderadresse wirkt bei genauerer Betrachtung unseriös. Wer sich verunsichern lässt und dem enthaltenen Link folgt, riskiert die Preisgabe persönlicher Daten.
So schützen sich Bankkunden vor der Falle
Die wichtigste Regel lautet: Niemals auf den in der E-Mail enthaltenen Link klicken. Auch wenn die Aufforderung noch so dringend erscheint, sollten Empfänger keine persönlichen Daten eingeben. Stattdessen gehört die verdächtige Nachricht unbeantwortet in den Spam-Ordner.
Wer unsicher ist, ob tatsächlich Handlungsbedarf besteht, sollte dies ausschließlich über offizielle Kanäle prüfen. Dazu zählen die Commerzbank-App, die selbst eingegebene Webseite der Bank oder ein Besuch in der Filiale. Dort lässt sich schnell feststellen, ob eine echte Aufforderung zur Aktualisierung des TAN-Verfahrens vorliegt.
Millionen potenzielle Opfer im Visier
Die Bedrohung trifft einen großen Kundenkreis: Rund 11 Millionen Menschen in Deutschland führen ihr Konto bei der Commerzbank. Sie alle sind potenzielle Ziele dieser Betrugsmasche. Wie "Netzwelt" berichtet, sind auch Kundinnen und Kunden der Volksbanken Raiffeisenbanken von ähnlichen Phishing-Attacken betroffen.
Wer bereits auf den Link in der betrügerischen E-Mail geklickt hat, sollte umgehend handeln. In diesem Fall empfiehlt es sich, schnellstmöglich die eigene Bank zu kontaktieren. Dort kann das Konto bei Bedarf gesperrt werden, um weiteren Schaden zu verhindern.
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