Elon Musk: Streit um OpenAI – Tech-Milliardär zieht gegen Ex-Partner vor Gericht
Elon Musk fordert vor Gericht von OpenAI-Mitgründer Sam Altman Schadenersatz in Millionenhöhe. Bild: picture alliance/dpa/AP | Godofredo A. Vásquez
Erstellt von Martin Gottschling
04.05.2026 11.15
- Rechtsstreit zwischen Elon Musk und Sam Altman
- Ex-Geschäftspartner soll ohne Zustimmung des Tech-Milliardärs OpenAI in ein gewinnorientiertes Unternehmen verwandelt haben
- Musk fordert deshalb nun 134 Millionen Dollar Schadenersatz und Rückbau zu einer gemeinnützigen Firma
In San Francisco kommt es nächste Woche zu einem der aufsehenerregendsten Rechtsstreite der Tech-Branche: Elon Musk zieht gegen seinen früheren Geschäftspartner Sam Altman vor Gericht. Der Tesla-Chef fordert die gewaltige Summe von 134 Milliarden Dollar Schadenersatz vom OpenAI-Gründer.
Elon Musk zieht gegen Ex-Geschäftspartner Sam Altman vor Gericht
Wie die "Bild" berichtet, beschuldigt Musk Altman, die ursprünglich als gemeinnützige Stiftung gegründete Organisation hinter seinem Rücken in ein profitorientiertes Unternehmen verwandelt zu haben. Neun Geschworene in Kalifornien müssen nun entscheiden, ob der ChatGPT-Chef seinen einstigen Mitstreiter tatsächlich über seine wahren Absichten getäuscht hat.
Die beiden Kontrahenten verbindet eine gemeinsame Vergangenheit: 2015 hoben Musk und Altman OpenAI (Mutterkonzern von ChatGPT) zusammen aus der Taufe – mit dem hehren Ziel, sichere künstliche Intelligenz zum Wohle der Menschheit zu entwickeln. Musk investierte nach eigenen Angaben rund 40 Millionen Dollar in das Projekt.
Streit um Ausrichtung des KI-Unternehmens OpenAI
Als der Tech-Milliardär Anfang 2023 erstmals öffentlich gegen OpenAI schoss, reagierte Altman laut "Bild" mit einer emotionalen Textnachricht: "Ich bin dir für alles, was du getan hast, um zu helfen, unglaublich dankbar. Ich glaube nicht, dass es OpenAI ohne dich gegeben hätte – und es tut verdammt weh, wenn du OpenAI öffentlich angreifst."
Mittlerweile bezeichnete Musk seinen ehemaligen Weggefährten auf X als "Betrüger". OpenAI hält dagegen: Die Klage sei lediglich der Versuch, den Konkurrenten auszubremsen, während Musks eigenes KI-Unternehmen xAI deutlich hinterherhinke. Musk habe zudem einer gewinnorientierten Sparte zugestimmt.
Tech-Milliardär Elon Musk fordert Schadenersatz nach angeblicher Täuschung
Musk verlangt vor Gericht auch einen kompletten Umbau der Unternehmensführung bei OpenAI. Altman und Präsident Greg Brockman sollen ihre Posten räumen, die Organisation soll wieder vollständig gemeinnützig werden. Sämtliche "unrechtmäßig erzielten Gewinne" müssten herausgegeben werden. Das Geld wolle Musk spenden.
Als prominenter Zeuge wird Microsoft-Chef Satya Nadella erwartet. Er soll zur Partnerschaft zwischen dem Software-Riesen und OpenAI aussagen – jener Kooperation, die Musk als Entstehung eines "gewinnorientierten, den Markt lähmenden Ungeheuers" bezeichnet.
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