Betrüger nutzen Namenswechsel: Easybank-Kunden aufgepasst - Phishing-Mails sind im Umlauf
Immer wieder versenden Betrüger im Namen von Banken Phishing-Mails. Bild: AdobeStock / LALAKA
Erstellt von Felix Schneider
20.03.2026 12.56
- Die Easybank (bis Februar "Barclays") und ihre Kunden sind Ziel von Betrügern
- Cyberkriminelle versenden im Namen der Bank Phishing-Mails
- Wer auf den Link in der Mail klickt, riskiert möglicherweise Daten und Geld
Mehr über aktuelle Betrugsmaschen finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Kunden der Easybank sollten derzeit besonders vorsichtig sein: Die Verbraucherzentrale warnt aktuell vor einer Welle betrügerischer E-Mails, die im Namen des Geldinstituts verschickt werden. Cyberkriminelle versuchen dabei, unter dem Deckmantel eines angeblichen Sicherheitsprotokolls an sensible Kontodaten zu gelangen.
Gefälschtes Sicherheitsprotokoll als Köder
Nicht für alle kommt die aktuelle Betrugswelle im Namen der Easybank überraschend. Die Webseite "Finanztip" hatte bereits im Vorfeld davor gewarnt, dass der Namenswechsel von Betrügern für Phishing-Versuche genutzt werden könnte. Die Befürchtung hat sich nun tatsächlich bewahrheitet: Betrüger versenden professionell gestaltete Nachrichten, die im Kopfbereich das Logo der Easybank tragen. Im Betreff ist laut Verbraucherzentrale von einem "Sicherheitsprotokoll" die Rede, das angeblich eine Aktualisierung erfordere. Die Empfänger werden aufgefordert, ihre Kontodaten über einen grün-weißen Button mit der Aufschrift "Konto jetzt verifizieren" abzugleichen.
Besonders perfide: Durch Formulierungen wie "Status: Handlungsbedarf" und dem Hinweis, der Vorgang sei "verpflichtend", bauen die Kriminellen Druck auf. Wer nicht reagiert, dem drohe demnach eine "temporäre Deaktivierung" des Online-Zugangs. Klickt man jedoch auf den Link, landet man nicht bei der Easybank, sondern direkt bei den Betrügern.
Diese Warnsignale entlarven die Betrugs-Mail
Die Verbraucherzentrale hat mehrere typische Merkmale identifiziert, an denen sich die gefälschten Nachrichten erkennen lassen. Auffällig ist zunächst die fehlende persönliche Ansprache - statt einer namentlichen Begrüßung beginnt die Mail lediglich mit einem allgemeinen "Hallo".
Auch die künstlich erzeugte Dringlichkeit durch Begriffe wie "Handlungsbedarf" oder "verpflichtend" ist ein klassisches Warnsignal. Hinzu kommt eine unseriöse Absenderadresse, die nicht zur echten Bank passt. Seriöse Geldinstitute versenden zudem selten E-Mails mit direkten Links zur Kontoverifizierung. Der enthaltene Button führt Betroffene stattdessen auf eine gefälschte Webseite der Kriminellen.
So schützen sich Betroffene vor dem Datenklau
Die Verbraucherzentrale rät, verdächtige Nachrichten keinesfalls zu beantworten und sie direkt in den Spam-Ordner zu verschieben. Auf keinen Fall sollten Empfänger den enthaltenen Link anklicken oder persönliche Daten auf unbekannten Webseiten eingeben.
Wer unsicher ist, ob tatsächlich Handlungsbedarf besteht, sollte den Umweg über die offizielle Easybank-App oder die echte Webseite der Bank nehmen. Dort lässt sich prüfen, ob entsprechende Hinweise im Kundenbereich hinterlegt sind. Grundsätzlich gilt: Banken fragen niemals per E-Mail nach Zugangsdaten, Passwörtern oder TANs.
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