Lawinenwarnung bis Stufe 2: Diese Meldung gilt aktuell im Allgäu
Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. Bild: Adobe Stock / Audrey
Erstellt von Team Datenjournalismus
12.02.2026 09.42
Die LWD Bayern meldete am 11.02.2026 um 16:00 Uhr, dass für die Gebiete Werdenfelser Alpen, Ammergauer Alpen Nord, Allgäuer Voralpen und Allgäuer Alpen Mitte Lawinengefahr besteht. Die Warnung gilt vorerst bis zum 12.02.2026, um 16:00 Uhr .
"Oberhalb der Baumgrenze werden sich in der Nacht zum Donnerstag frische Schneeverwehungen bilden, von denen einige leicht ausgelöst werden können."
"Oberhalb der Baumgrenze werden sich in der Nacht zum Donnerstag frische Schneeverwehungen bilden, von denen einige leicht ausgelöst werden können."; heißt es jüngst in der Gefahrenwarnung. Desweiteren gab der Lawinenarndienst an: "Oberhalb der Baumgrenze besteht mässige Lawinengefahr, unterhalb der Baumgrenze geringe Lawinengefahr. Das Hauptproblem sind Windplattenlawinen. Mittelgrosse Lawinen können bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Lawinengefährdete Stellen befinden sich oberhalb der Baumgrenze an steilen Hängen mit Nordwest-, Nord- und Ostausrichtung sowie in Rinnen und Mulden.
Gelegentlich können auch kleine und mittlere Schneebrettlawinen in hartnäckigen Schwachschichten ausgelöst werden. Dies ist insbesondere auf sehr steilen, schattigen Hängen oberhalb von 1800 m mit hoher Zusatzbelastung denkbar, beispielsweise wenn eine kleine, oberflächliche Lawine bis in tiefere, schwache Schichten durchbricht."
Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme
Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Triebschnee und Altschneeproblem. In Bezug auf die Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Ein Teil der frischen Windplatten liegt auf Oberflächenreif, weichem Pulverschnee oder dünnen Wind- und Schmelz-Gefrier-Krusten, die auf der alten Schneeoberfläche leicht ausgelöst werden können. Einzelne, schlechte Ergebnisse bei Schneedeckentests deuten darauf hin, dass es in höheren Lagen immer noch möglich ist, Schneebretter in tieferen, aufgebauten Schichten auszulösen. Auf der Südseite fehlt es bis in hohe Lagen an alter Schneedecke, und exponiertes Gelände auf der Westseite ist oft verweht. Insgesamt liegt wenig Schnee." Trotz dieser recht einheitlich wirkenden Beschreibung der Schneedecke sei jedoch zu beachten, dass die Warnstufen sich in den einzelnen Regionen unterscheiden können.
Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen
| Region | Warnstufe |
|---|---|
| Allgäuer Voralpen | 2 |
| Allgäuer Alpen | 2 |
| Ammergauer Alpen | 2 |
| Werdenfelser Alpen | 2 |
| Westliche Bayrische Voralpen | 1 |
| Zentrale Bayrische Voralpen | 1 |
| Östliche Bayrische Voralpen | 1 |
| Westliche Chiemgauer Alpen | 1 |
| Östliche Chiemgauer Alpen | 1 |
| Berchtesgadener Alpen | 1 |
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Was bedeutet die Gefahrenwarnung jetzt für Sie?
Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln befolgen, um sich nicht in Gefahr zu bringen.
Bei Stufe 1 ist die Gefahr für Lawinen gering. Diese können lediglich vereinzelt an sehr steilen Hängen ausgelöst werden.
- Für Personen, die sich im ungesicherten Gelände aufhalten, wird empfohlen, extrem steile Hänge einzeln zu befahren und die Absturzgefahr immer im Auge zu behalten.
Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können vor allem an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.
Besondere Vorsicht gilt allerdings bei einem ungünstigen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem).
Vermeiden Sie Triebschneeablagerungen insbesondere an Übergängen von wenig zu viel und von weichem zu hartem Schnee.
Meiden Sie große Steilhänge, denn das Altschneeproblem ist eine der Hauptursachen von tödlichen Lawinenunfällen bei Wintersportlern.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 11.02.2026 um 16:00 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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