Lawinenwarnung bis Stufe 3: Diese Meldung gilt aktuell im Allgäu
Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. Bild: Adobe Stock / Audrey
Erstellt von Team Datenjournalismus
16.01.2026 09.42
Die LWD Bayern meldete am 15.01.2026 um 16:00 Uhr, dass für die Gebiete Werdenfelser Alpen, Allgäuer Voralpen, Berchtesgadener Alpen, Ammergauer Alpen Nord, Bayrische Voralpen Ost, Bayrische Voralpen Mitte und Bayrische Voralpen West Lawinengefahr besteht. Die Meldung gilt vorerst bis zum 16.01.2026, um 16:00 Uhr .
"Schneedeckentests können dabei helfen, das Problem von Altschnee im Gelände zu beurteilen."
"Schneedeckentests können dabei helfen, das Problem von Altschnee im Gelände zu beurteilen."; teilte der Lawinenwarndienst in der Meldung mit. Desweiteren gab der Lawinenarndienst an: "Die Lawinengefahr ist oberhalb von 1600 Metern mässig und darunter gering. Das Hauptproblem in höheren Lagen ist eine anhaltende Schwachschicht. An einigen Stellen können trockene Schneebrettlawinen durch geringe Zusatzbelastungen ausgelöst werden. Lawinengefährdete Stellen befinden sich vor allem an steilen Hängen mit Nordwest- bis Ost- und Südostexposition sowie in Rinnen und Mulden am Übergang von wenig zu viel Schnee. Die Anzahl und Ausdehnung der lawinengefährdeten Stellen nimmt mit der Höhe zu. Schneebrettlawinen können mittelgross sein. Auch Nässung ist bei Tagesveränderungen problematisch. Kleine bis mittelgrosse Nassschneelawinen können sich in sehr steilem Gelände lösen, insbesondere bei Sonneneinstrahlung."
Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme
Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Altschneeproblem und Nassschneeproblem. In Bezug auf die Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Ältere Triebschneeansammlungen liegen im oberen Teil der Schneedecke, stellenweise auf schwachen, aufgebauten Schichten, oft im Bereich von Krusten. In höheren Lagen besteht die Schneedecke aus facettierten Kristallen. An vielen Stellen ist die Schneedecke bis in hohe Lagen durchfeuchtet. In mittleren Höhenlagen und an sonnigen Hängen in höheren Lagen bildet sich über Nacht eine Schmelz-Gefrier-Kruste. An sonnigen Hängen weicht diese während der Tagesveränderungen wieder auf, wodurch der Schnee seine Bindung verliert. Die Schneehöhen liegen unter dem Durchschnitt, insbesondere im Osten." Trotz dieser recht einheitlich wirkenden Beschreibung der Schneedecke sei jedoch zu beachten, dass die Warnstufen sich in den einzelnen Regionen unterscheiden können.
Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen
| Region | Warnstufe |
|---|---|
| Allgäuer Voralpen | 2 |
| Allgäuer Alpen | 3 |
| Ammergauer Alpen | 2 |
| Werdenfelser Alpen | 2 |
| Westliche Bayrische Voralpen | 2 |
| Zentrale Bayrische Voralpen | 2 |
| Östliche Bayrische Voralpen | 2 |
| Westliche Chiemgauer Alpen | 1 |
| Östliche Chiemgauer Alpen | 1 |
| Berchtesgadener Alpen | 2 |
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Was bedeutet die Gefahrenwarnung jetzt für Sie?
Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln beachten, um sich nicht in Gefahr zu bringen.
Bei Stufe 1 ist die Gefahr für Lawinen gering. Diese können lediglich vereinzelt an sehr steilen Hängen ausgelöst werden.
- Für Personen, die sich im ungesicherten Gelände aufhalten, wird empfohlen, extrem steile Hänge einzeln zu befahren und die Absturzgefahr immer im Auge zu behalten.
Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können vor allem an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.
- Besondere Vorsicht gilt allerdings bei einem ungünstigen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem).
Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.
Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.
Unerfahrene Wintersportler sollten sich besser auf geöffneten Abfahrten und Routen aufhalten.
Meiden Sie große Steilhänge, denn das Altschneeproblem ist eine der Hauptursachen von tödlichen Lawinenunfällen bei Wintersportlern.
Wenn es auf eine trockene Schneedecke regnet, tritt das Problem in der Regel unmittelbar auf. Gutes Timing und eine gute Tourenplanung sind entscheidend bei der Lawinenvermeidung. Deshalb sollten Sie Lawinenauslaufbereiche beachten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 15.01.2026 um 16:00 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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