Marius Borg Høiby: Königshaus erschüttert - vier Jahre Haft für Mette Marits Sohn
Das Urteil ist gefallen: Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby muss vier Jahre ins Gefängnis. Bild: picture alliance/dpa/NTB | Lise Aserud
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
15.06.2026 09.06
- Marius Borg Høiby wurde zu vier Jahren Gefängnis verurteilt
- Die Staatsanwaltschaft hatte bis zu sieben Jahre und sieben Monate Haft gefordert
- Der 29-Jährige musste sich in insgesamt 40 Anklagepunkten verantworten
Das Osloer Amtsgericht hat Marius Borg Høiby am Montagmorgen zu einer vierjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Der 29-jährige Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit war bei der Urteilsverkündung nicht persönlich anwesend – gesundheitliche Gründe hielten ihn davon ab, im Gerichtssaal zu erscheinen.
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Königshaus unter Schock: Marius Borg Høiby muss vier Jahre ins Gefängnis
Stattdessen verfolgte er die Entscheidung von Bezirksrichter Jon Sverdrup Efjestad per Videoübertragung. Wie die norwegischen Zeitungen "Verdens Gang" und "Aftenposten" übereinstimmend berichteten, fiel das Strafmaß deutlich geringer aus als von der Anklage gefordert: Die Staatsanwaltschaft hatte bis zu sieben Jahre und sieben Monate Haft beantragt.
40 Anklagepunkte gegen Marius – darunter Vergewaltigung
Der Stiefsohn des norwegischen Kronprinzen Haakon musste sich insgesamt 40 Anklagepunkten stellen. Zu den schwersten Vorwürfen zählte Vergewaltigung. Seine Verteidiger Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs hatten in diesen zentralen Punkten auf Freispruch plädiert und eine Strafe von lediglich eineinhalb Jahren vorgeschlagen.
Die Kluft zwischen Anklage und Verteidigung hätte kaum größer sein können: Während die Staatsanwaltschaft eine Höchststrafe von siebeneinhalb Jahren forderte, lag das tatsächliche Urteil mit vier Jahren deutlich näher an der Position der Verteidigung.
Mette-Marits Sohn sieben Wochen vor Gericht
Das Verfahren gegen den Sohn der Kronprinzessin zog sich über sieben Wochen hin. Von Anfang Februar bis Ende März fanden insgesamt 27 Verhandlungstage statt – einer der meistbeachteten Strafprozesse der jüngeren norwegischen Justizgeschichte.
Vor Gericht sagten zahlreiche Zeugen aus: mutmaßliche Opfer, Bekannte des Angeklagten, Polizeibeamte sowie verschiedene Sachverständige, darunter auch Schlafforscher. Høiby selbst wurde mehrfach befragt, wirkte dabei jedoch häufig abwesend und beschäftigte sich zeitweise mit Zeichnungen. An einzelnen Verhandlungstagen saß sein Vater Morten Borg als Zuschauer im Saal.
Marius' Teilgeständnis machte Haftstrafe absehbar
Dass der 29-Jährige mit einer Gefängnisstrafe rechnen musste, zeichnete sich bereits vor dem Urteil ab. Høiby hatte Teile der gegen ihn erhobenen Vorwürfe eingeräumt – darunter den Transport von Drogen sowie Verstöße gegen Kontaktverbote gegenüber einem der mutmaßlichen Opfer, der sogenannten Frogner-Frau.
Die Urteilsverkündung erfolgte pünktlich um 08:30 Uhr im Gerichtssaal 250 des Osloer Gerichtsgebäudes – jenem Raum, in dem bereits die Hauptverhandlungen im Winter stattgefunden hatten. Welche gesundheitlichen Gründe Høiby konkret von einer persönlichen Anwesenheit abhielten, blieb zunächst unklar.
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