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Mette-Marit: Bittere Polizei-Entscheidung - Sohn Marius wollte an ihrer Seite sein

Marius Borg Høiby bleibt in Haft. Er darf nicht zu seiner schwer kranken Mama Mette-Marit. Bild: picture alliance/dpa/NTB SCANPIX/EPA | Vegard Wivestad Grott

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  • Antrag auf Haftentlassung gescheitert:Sohn Marius Borg Høiby darf nicht zu seiner schwerkranken Mutter Mette-Marit
  • Der verurteilte Sohn der norwegischen Kronprinzessin wollte zu seiner Mutter ziehen
  • Mette-Marits Zustand hat sich verschlechtert

Der Gesundheitszustand von Kronprinzessin Mette-Marit besorgte die norwegische Königsfamilie scheinbar so sehr, dass ihr erster SohnMarius Borg Høiby zu ihr wollte. Doch er befindet sich derzeit in Haft.Die norwegische Polizei hat seinen Antrag auf Haftentlassung mit elektronischer Fußfessel abgelehnt, berichtet der norwegische Fernsehsender TV 2. Der 29-Jährige wollte aus der Untersuchungshaft entlassen werden, um bei seiner schwer kranken Mutter sein zu können.

Marius Borg Høiby darf nicht zu seiner schwerkranken Mutter Mette-Marit

Die Behörden teilten am Freitagmittag (5. Juni) mit, dass sie die fortgesetzte Inhaftierung unter den gegebenen Umständen nicht als unverhältnismäßig betrachten. Sein Verteidiger Petar Sekulic reagierte laut "NRK" mit großer Verwunderung auf diese Entscheidung. Anwalt René Ibsen erklärte gegenüber "VG": "Er ist sehr traurig, dass er nicht bei seiner Mutter sein kann." Ihre anderen beiden Kinder, Prinzessin Ingrid Alexandra und Sverre Magnus sollen aber an ihre Seite geeilt sein.

Polizei lehnt Antrag von Marius Borg Høiby ab 

Marius Borg Høibys hatte einen Plan: Er wollte in ein gemietetes Haus auf dem Schlossgelände Skaugum ziehen, wo auch seine Mutter lebt. Dort hatte der 29-Jährige bereits mehrere Jahre gewohnt. Die Polizei begründete ihre Ablehnung damit, dass die fortgesetzte Inhaftierung unter den aktuellen Umständen verhältnismäßig sei.

Høiby ist unter anderem wegen vier Vergewaltigungen angeklagt und sitzt seit Februar in Untersuchungshaft. Sein Urteil wird am 15. Juni erwartet.

Mette-Marit unheilbar krank: Norwegens Kronprinzessin braucht neue Lunge

Mette-Marit leidet an Lungenfibrose, einer unheilbaren Erkrankung, bei der sich Narbengewebe in der Lunge bildet und zunehmend Atemnot verursacht. Ihr Zustand hat sich im letzten halben Jahr verschlechtert. Deshalb sei sie nun auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gekommen, sagte der Lungenfacharzt vom Osloer Universitätskrankenhaus Are Holm bei einer Pressekonferenz, die der Sender NRK live übertrug. In Norwegen befinden sich derzeit acht Personen auf dieser Warteliste, während der Durchschnitt bei fünf liegt. 

Um auf die Liste für eine Spender-Lunge zu kommen, müsse die Lebenserwartung der Patienten "als Faustregel" bei etwa einem Jahr liegen, sagte Holm. Gleichzeitig müsse man gesund genug sein, um den Eingriff zu verkraften und anschließend eine gute Prognose zu haben. Der Mediziner betonte, dass Mette-Marit nicht gegenüber anderen Patienten auf der Warteliste bevorzugt werde. "Wir priorisieren immer denjenigen, der am kränksten ist - denjenigen, der keine Zeit hat, zu warten", sagte der Lungenspezialist.

Kronprinz Haakon will mehr Zeit mit seiner kranken Frau verbringen

Während sie auf eine neue Lunge warte, werde die Kronprinzessin ihr offizielles Programm nicht wie gewohnt durchführen können, teilte der Hof mit. Auch für die Kronprinzenfamilie habe Mette-Marits Gesundheitszustand Konsequenzen. So werde das Kronprinzenpaar nicht wie geplant im August seine silberne Hochzeit feiern. Kronprinz Haakon (52) werde längere Reisen begrenzen, um mehr Zeit mit seiner Frau zu verbringen. Erst kürzlich hatte Haakon eine Japan-Reise abgebrochen, um Mette-Marit am Donnerstag ins Krankenhaus zu begleiten.

Ob Marius Borg Høiby seine Mutter vor einer möglichen Lungentransplantation noch sehen kann, bleibt ungewiss. Sein Antrag liegt nun beim Osloer Amtsgericht, das über eine mögliche Haftentlassung mit Fußfessel entscheiden muss.

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/news.de/dpa/stg

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