Marius Borg Høiby: Schicksal von Mette-Marits Sohn besiegelt - er muss im Gefängnis bleiben
Marius Borg Høiby muss im Gefängnis bleiben. Bild: picture alliance/dpa/NTB | Ane Hem
Erstellt von Tobias Rüster
07.05.2026 08.58
- Marius Borg Høiby: Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit bleibt in Haft
- Marius Borg Høiby: Staatsanwaltschaft fordert fast acht Jahre Haft
- Marius Borg Høiby: 1000 Verstöße gegen Kontaktverbot
Das Amtsgericht Oslo entschied am Mittwoch gegen den Antrag von Marius Borg Høiby auf Hausarrest. Der 29-jährige Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit wird weiterhin in Untersuchungshaft verbleiben müssen. Die Freilassung wurde abgelehnt, obwohl er eine elektronische Überwachung per Fußfessel beantragt hatte.
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Marius Borg Høiby: Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit bleibt in Haft
Der zuständige Richter nahm sich etwa eine Stunde Zeit, um die Argumente des Angeklagten und seines Verteidigers anzuhören. Nach einer kurzen Beratungspause verkündete er seine Entscheidung: Marius muss bis zum Urteilsspruch Anfang Juni hinter Gittern bleiben.
Die Ablehnung erfolgte trotz einer positiven Bewertung durch die Strafvollzugsbehörden. Ein umfangreicher, 30-seitiger Bericht hatte Marius als geeignet für eine elektronische Fußfessel eingestuft. Auch das von ihm gemietete Haus auf dem Gelände von Schloss Skaugum, wo seine Mutter und Stiefvater Kronprinz Haakon wohnen, wurde als tauglicher Wohnsitz für den Hausarrest bewertet. Das Gericht folgte dieser Empfehlung jedoch nicht.
Marius Borg Høiby:Staatsanwaltschaft fordert fast acht Jahre Haft
Gegen Marius Borg Høiby liegen schwerwiegende Anschuldigungen vor.
- Die Anklage wirft ihm vor, vier Frauen vergewaltigt zu haben. Das Gerichtsverfahren fand zwischen Anfang Februar und Mitte März 2026 am Osloer Gericht statt.
- Die Staatsanwaltschaft legte am 19. März ihre Forderung für die Strafe fest: Sie verlangt sieben Jahre und sieben Monate Haft für den 29-Jährigen.
Das rechtskräftige Urteil wird in den ersten Junitagen erwartet. Bis dahin bleibt Marius nach der aktuellen Gerichtsentscheidung weiterhin in Untersuchungshaft.
Marius Borg Høiby: 1000 Verstöße gegen Kontaktverbot
Die Polizei hatte sich bereits Mitte April klar gegen eine Hausarrest-Lösung für Marius ausgesprochen. In einem offiziellen Schreiben vom 15. April argumentierten die Ermittler mit einer erheblichen Wiederholungsgefahr. Diese Einschätzung spielte bei der Gerichtsentscheidung eine zentrale Rolle.
Der Grund für die ablehnende Haltung der Polizei: Marius habe wiederholt gegen ein bestehendes Kontaktverbot verstoßen. Während des Verfahrens kam zur Sprache, dass etwa 1000 Verstöße dokumentiert wurden. Eine derart hohe Zahl an Regelverstößen untermauerte die Bedenken der Strafverfolgungsbehörden.
Bis zu seiner erneuten Festnahme Anfang Februar habe der 29-Jährige das Verbot offenbar kontinuierlich missachtet. Die Polizei gewann den Eindruck, dass er die ihm auferlegten Beschränkungen grundsätzlich ignorierte.
Neue Regelung in Norwegen seit 2025
Norwegen ermöglicht seit dem Sommer 2025 die Absolvierung von Untersuchungshaft in den eigenen vier Wänden unter elektronischer Überwachung. Bislang stellten 140 Inhaftierte entsprechende Anträge. Von diesen wurde laut "Bild" weniger als einem Drittel stattgegeben: 44 Personen durften ihre U-Haft zu Hause verbringen.
Die bewilligten Fälle umfassten verschiedene Delikte: 14 Personen waren wegen Körperverletzung angeklagt, 13 wegen Betrugsvorwürfen und fünf wegen Drogendelikten. Derzeit nutzen lediglich zwölf Untersuchungshäftlinge diese Alternative zum Gefängnis.
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