Kronprinzessin Mette-Marit: Zusammenbruch vor Gericht – Sohn von Prinzessin wegen Vergewaltigung angeklagt
Kronprinzessin Mette-Marit: Sohn kollabiert vor Gericht. Bild: picture alliance/dpa | Jens Kalaene
Erstellt von Mia Lada-Klein
09.02.2026 15.26
- 38 Anklagepunkte, darunter vier Fälle mutmaßlicher Vergewaltigung
- Medizinischer Zusammenbruch während der laufenden Verhandlung
- Angeklagter plädiert in zentralen Punkten auf nicht schuldig
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In Norwegen steht Marius Borg Høiby, der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, seit Anfang Februar vor Gericht. Der 29-Jährige muss sich wegen einer Vielzahl schwerer Vorwürfe verantworten. Insgesamt listet die Anklage 38 Tatbestände auf, darunter Körperverletzung, Bedrohung, Sachbeschädigung sowie vier Fälle mutmaßlicher Vergewaltigung.
Vorwürfe gegen Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit nahmen 2024 ihren Anfang
Bekannt wurden die Anschuldigungen im Sommer 2024. Damals erstattete eine frühere Partnerin Anzeige. In der Folge meldeten sich weitere Frauen, die ebenfalls schwere Vorwürfe erhoben. Rund ein Jahr später erhob die Staatsanwaltschaft laut "Stern" offiziell Anklage gegen Høiby. Der Prozess ist auf 28 Verhandlungstage angesetzt.
Gericht ordnet besonderen Schutz für Betroffene an
Während des Verfahrens gelten strenge Auflagen. Die mutmaßlichen Opfer erhalten besonderen Schutz, nur zwei der insgesamt sechs Frauen sind namentlich bekannt. Mette-Marit und Kronprinz Haakon nehmen nicht an den Verhandlungen teil. Im Gerichtssaal gilt zudem ein umfassendes Fotografierverbot.
Zusammenbruch während der Verhandlung
Im Verlauf der bisherigen Prozesstage kam es "Focus" zufolge zu einem medizinischen Zwischenfall. Marius Borg Høiby brach im Gerichtssaal zusammen. Sein Anwalt bestätigte gegenüber dem norwegischen Magazin "Se Og Hør", dass sein Mandant stark erschöpft gewesen sei. Es habe eine gewisse Zeit gedauert, bis sich sein Zustand stabilisierte. Laut Verteidigung stehe Høiby unter intensiver medikamentöser Behandlung.
Anwälte verweisen auf angeschlagenen Gesundheitszustand
Bereits vor Beginn des Prozesses hatte die Verteidigung wiederholt auf gesundheitliche Probleme ihres Mandanten hingewiesen. Kurz vor Prozessstart war Høiby erneut festgenommen worden. Die Vorwürfe betrafen unter anderem Körperverletzung, eine Bedrohung mit einem Messer sowie einen möglichen Verstoß gegen ein Kontaktverbot. Anschließend verbrachte er zwei Nächte im Krankenhaus.
Teilgeständnisse und Aussagen zum Prozessbeginn
In den zentralen Anklagepunkten plädierte Marius Borg Høiby auf nicht schuldig. Einige weniger schwerwiegende Vorwürfe räumte er jedoch ein oder bestätigte sie teilweise. Dazu zählen Verkehrsdelikte, Drogenbesitz sowie einzelne Bedrohungen und körperliche Übergriffe. In den ersten Verhandlungstagen befasste sich das Gericht unter anderem mit Zeugenaussagen zu einer Partynacht und mit digitalen Spuren wie dem Internet-Suchverhalten des Angeklagten.
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