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Alexander Lukaschenko: Putin-Verbündeter entsetzt mit Militärdrohung – "unfähige" Arbeiter sollen an die Front

Alexander Lukaschenko mit einer brisanten Ansage: Der Belarus-Machthaber droht offenbar mit Militärdienst als Strafmaßnahme. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alexander Zemlianichenko

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  • Lukaschenko droht mit Militärdienst für "unfähige" Arbeiter
  • Nur sieben Tage Ausbildung vor Einsatz an der Ukraine-Grenze
  • Belarus-Machthaber spricht von "Sicherheitsmaßnahme"

Wer in Belarus seine Arbeit nicht ordentlich erledigt, könnte künftig in Uniform an der Grenze zur Ukraine landen. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat eine unmissverständliche Anweisung an seinen Verteidigungsapparat formuliert und dabei wenig Raum für Interpretation gelassen.

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Alexander Lukaschenko schockt mit Militär-Drohung

"Richtet meine Anweisung an Verteidigungsminister Viktor Khrenin aus: Jeder, der nicht arbeiten kann, soll in die Armee und an die südliche Grenze geschickt werden. In den Wald", erklärte Lukaschenko laut dem Telegram-Kanal "Pul Pervogo". Die belarussischen Spezialkräfte seien auf seinen Befehl hin bereits entlang der ukrainischen Grenze verteilt. Die Drohung richtet sich dabei keineswegs nur an einfache Arbeiter – auch Beamte sämtlicher Hierarchiestufen müssen demnach mit einer unfreiwilligen Versetzung zum Militär rechnen.

Schlechte Arbeit, Ernte-Verstöße oder Disziplinprobleme: Diesen Menschen droht Zwangsversetzung zur Armee

Konkret nannte Lukaschenko zwei Vergehen, die eine zwangsweise Einberufung nach sich ziehen könnten: die Nichterfüllung beruflicher Pflichten sowie Verstöße gegen die Arbeitsdisziplin während der Erntezeit. Gerade die Erntesaison gilt in Belarus traditionell als Phase, in der der Staat maximale Produktivität von seinen Bürgern einfordert – wer hier negativ auffällt, riskiert nun offenbar weit mehr als eine Abmahnung.

Lukaschenko machte deutlich, dass sie nicht nur gewöhnliche Arbeitskräfte betrifft, sondern ausdrücklich auch Funktionäre auf allen Ebenen einschließt. Wer als unzureichend leistungsfähig eingestuft wird, soll Einheiten zugeteilt werden, die entlang der Grenze zur Ukraine stationiert sind. Eine Unterscheidung nach Rang oder Position ist dabei offenbar nicht vorgesehen.

Nur 7 Tage Training: Lukaschenko will Zivilisten zu Soldaten machen

Besonders bemerkenswert ist Lukaschenkos Vorstellung davon, wie schnell aus einem Büroangestellten oder Erntehelfer ein Soldat werden soll. Gerade einmal sieben Tage Grundausbildung hält der belarussische Machthaber für ausreichend, bevor die Betroffenen den Spezialeinsatzkräften (SSO) als reguläre Soldaten zugeteilt werden.

"Eine Woche Ausbildung – ein Granatwerfer, ein Maschinengewehr – und dann ab zu den Spezialkräften", so Lukaschenko wörtlich. Dass Eliteeinheiten üblicherweise eine monatelange Spezialausbildung voraussetzen, scheint den belarussischen Machthaber dabei wenig zu kümmern. Die Zuweisung zu den SSO dürfte in diesem Kontext weniger als militärische Karrierechance denn als Strafmaßnahme gedacht sein.

Parallel zu seinen martialischen Ankündigungen bemühte sich Lukaschenko um Beschwichtigung. "Das bedeutet nicht, dass wir uns darauf vorbereiten, irgendjemanden anzugreifen. Wir greifen niemanden an, wir gewährleisten unsere eigene Sicherheit", betonte er.

Diese Rhetorik fügt sich in ein Muster ein: Bereits Anfang Juli hatte der belarussische Machthaber erklärt, sein Land wolle nicht in den Krieg gegen die Ukraine hineingezogen werden. Zudem behauptete er, auch der russische Präsident Wladimir Putin habe kein Interesse daran, Belarus in den Konflikt einzubeziehen.

Ob die Stationierung von Spezialkräften an der ukrainischen Grenze – nun potenziell verstärkt durch zwangsrekrutierte Zivilisten mit einer Woche Ausbildung – bei den Nachbarländern tatsächlich als rein defensive Maßnahme wahrgenommen wird, steht auf einem anderen Blatt.

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/fka/news.de/stg

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