Politik

Donald Trump: Weder Vance noch Rubio - ihn will "The Don" als seinen Nachfolger

Donald Trump wird spätestens am 20. Januar 2029 sein Amt als US-Präsident aufgeben müssen. Bild: picture alliance/dpa/TheNEWS2 via ZUMA Press Wire | Kyle Mazza, Kyle Mazza

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  • Wer folgt Donald Trump als US-Präsident?
  • Politik-Analyst sicher: J.D. Vance und Marco Rubio scheiden als Trump-Erben aus
  • Korrupter Abzock-Trick von Donald Trump verrät, wer Nachfolger von "The Don" werden soll

In absehbarer Zeit werden Donald Trumps Tage im Weißen Haus gezählt sein: Seit dem 20. Januar 2025 ist der Republikaner in zweiter Amtszeit US-Präsident, spätestens am 20. Januar 2029 wird der heute 80-Jährige das Weiße Haus somit endgültig verlassen, sollten ihn nicht gesundheitliche Probleme vorzeitig dazu zwingen, sein Amt niederzulegen. Höchste Zeit also, sich Gedanken um einen potenziellen Nachfolger zu machen, der Donald Trump als US-Präsident beerben könnte - doch wer soll in die Fußstapfen von "The Don" treten?

Donald Trump nähert sich dem Ende: Wer wird sein Erbe als US-Präsident?

Derartige Gedanken hat sich beispielsweise Jonathan V. Last gemacht, der als politischer Analyst für "The Bulwark" tätig ist. Für den Politik-Experten steht bereits jetzt fest: Donald Trump denkt nicht mal im Traum daran, seinen derzeitigen Vizepräsidenten J.D. Vance oder US-Außenminister Marco Rubio zu seinem Nachfolger zu ernennen. Vielmehr deutet eine unlängst bekannt gewordene Entscheidung aus Donald Trumps Wirtschaftsimperium glasklar darauf hin, dass der 80-Jährige bereits einen anderen Erben auserkoren hat - und der hat mit Donald Trump einiges gemein.

Donald Trump schmiedet korrupten Plan für Truth Social

Ausgangspunkt für die Überlegungen von Jonathan V. Last sind die Pläne, die die Medienfirma von US-Präsident Donald Trump derzeit ausbrütet. Wie der US-Sender CBS und die "Washington Post" unter Berufung auf eine Mitteilung der Trump Media & Technology Group (TMTG) berichteten, will die Medienfirma des US-Präsidenten offenbar zahlenden Kunden einen besonders schnellen Zugriff auf Beiträge ausgewählter Konten des sozialen Netzwerks Truth Social anbieten. Der neue Dienst unter dem Namen "Truth API" solle vom 1. August an in Echtzeit Beiträge der reichweitenstärksten Accounts liefern. TMTG ist vor allem als Betreiber von Trumps Online-Sprachrohr Truth Social bekannt, wo er fast 13 Millionen Follower hat. Der US-Präsident war seit der Gründung Mehrheitsbesitzer und übertrug seine Anteile nach dem Einzug ins Weiße Haus an seinen Sohn Donald Trump Jr., der diese treuhänderisch verwaltet.

Donald Trump selbst nutzt Truth Social ausgiebig als wichtigstes Kommunikationsmedium seiner Präsidentschaft. Er kündigt dort regelmäßig politische Entscheidungen und Positionen an, unter anderem zu Zöllen, der Geldpolitik oder internationalen Konflikten. Seine Beiträge haben wiederholt Reaktionen an den Aktien- und Rohstoffmärkten ausgelöst. Donald Trump hatte das Unternehmen 2021 gegründet, nachdem große Online-Plattformen seine Konten nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 gesperrt hatten. Diese Sperren wurden später wieder aufgehoben.

Donald Trumps "größter Trick in der Geschichte des Insiderhandels" verrät heißen Kandidat für Präsidenten-Nachfolger

Bei Beobachtern wie Jonathan V. Last lässt das Vorhaben sämtliche Alarmglocken schrillen: Er bezeichnete die Pläne als "den größten Trick in der Geschichte des Insiderhandels", wie "Raw Story" zitiert. Donald Trump und seiner Familie würde das neue Angebot Zugang zu einschlägigen Informationen verschaffen, bevor diese öffentlich einsehbar wären - und es zugleich ermöglichen, die diese Informationen zu verkaufen und Märkte zu manipulieren.

Analyst sicher: Donald Trump will Sohn Don Jr. zum Nachfolger aufbauen

"Das beweist, wie gerissen Trump ist", führte Jonathan V. Last weiter aus. In einem Nebensatz erläuterte der Analyst, dass die Pläne außerdem offenbaren, dass Donald Trump bereits einen favorisierten Nachfolger im Blick habe: "Und außerdem, es erklärt auch, warum die Chancen gut stehen, dass Donald Trump Jr. für das Präsidentenamt kandidiert." Dass Donald Trump seinen politischen Erben aus seinen eigenen Nachkommen ausgewählt hat, sei auch an anderen Indizien erkennbar:

  • "Wie der Ballsaal, der unterirdische Bunker, der Versuch, die Zwischenwahlen zu manipulieren, die Trump 2028-Hüte und vieles andere, sehe ich Truth API als ein weiteres Signal dafür, dass Trump nicht beabsichtigt, die Kontrolle über die Republikanische Partei an jemanden außerhalb seiner Familie abzugeben."
  • "Da lässt sich einfach zu viel Geld verdienen. [Donald Trump] baut ständig eine Infrastruktur für seine Familie auf, um mit dem Besitz der Partei Geld zu verdienen. Truth API ist ein weiterer Teil dieser Infrastruktur. Glauben Sie, er baut sie nur auf, um sie in 28 Monaten wieder aufzugeben?"

Immer mehr Indizien sprechen dafür, dass sich weder Vizepräsident J.D. Vance (li.) noch US-Außenminister Marco Rubio Hoffnungen darauf machen dürfen, eines Tages Donald Trump als US-Präsident zu beerben. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

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/news.de/dpa

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