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Friedrich Merz: Nach Spahn-Rücktritt – Kanzler erwägt Kabinettsumbildung

Friedrich Merz deutet eine Kabinettsumbildung nach dem Spahn-Rücktritt an. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

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  • Friedrich Merz deutet Kabinettsumbildung nach Spahn-Rücktritt an
  • Mögliche Nachfolger als Fraktionschef
  • Stühlerücken im Merz-Kabinett – Poker um die Minister-Posten

Der überraschende Rückzug von Fraktionschef Jens Spahn versetzt die Union in Aufruhr. Bundeskanzler Friedrich Merz deutete im ZDF-Sommerinterview bereits an, dass er die Situation für einen größeren Umbau nutzen könnte: "Es könnte eine Gelegenheit sein, noch einmal über die Aufstellung der Bundesregierung nachzudenken."

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Friedrich Merz deutet Kabinettsumbildung nach Spahn-Rücktritt an

Die Zeit drängt gewaltig. Laut "Bild" wird bereits eine (zunächst digitale) Sondersitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vorbereitet. Noch im Juli könnte dann die Wahl eines neuen Fraktionsvorsitzenden stattfinden. Das bedeutet für Merz: Er braucht schnellstmöglich einen durchdachten Plan, wer künftig die Fraktion führen soll und welche Ministerposten neu besetzt werden.

Friedrich Merz vor schwerer Aufgabe – wer wird Spahn-Nachfolger als Fraktionschef?

Spahns Abgang hinterlässt eine gewaltige Lücke im Machtgefüge der Union. Als Fraktionschef war er eine tragende Säule in der schwarz-roten Koalition. Er hielt die Fraktion hinter Kanzler Merz zusammen, verhandelte mit der SPD und sorgte für den nötigen Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Lagern, weshalb sich die Suche nach einem Nachfolger entsprechend schwierig gestaltet. Auf "Bild"-Nachfrage bei führenden Unionspolitikern fällt die Antwort auf die Frage nach einem Nachfolger ernüchternd aus: Es gebe schlicht niemanden auf der Auswechselbank. Jeder potenzielle Kandidat bekleidet bereits einen bedeutenden Posten in der Merz-Regierung oder der Partei.

Mögliche Nachfolger als Fraktionschef: Thorsten Frei, Carsten Linnemann, Alexander Dobrindt

Damit beginnt hinter den Kulissen ein komplexes Machtspiel. Im engsten Kreis um Friedrich Merz werden vor allem drei Namen gehandelt:

  • Kanzleramtschef Thorsten Frei
  • CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann
  • CSU-Innenminister Alexander Dobrindt

Spahn-Rücktritt sorgt für Personal-Chaos in Berlin

Neben diesen Top-Favoriten werden weitere Namen genannt. Fraktionsvize Günter Krings aus dem Merz-Landesverband Nordrhein-Westfalen kommt sowohl für den Fraktionsvorsitz als auch für das Kanzleramt in Frage. Gesundheitsministerin Nina Warken gilt laut "Bild" ebenfalls als Kandidatin für beide Spitzenpositionen. Ihr Vorteil: Kanzler Merz strebt ausdrücklich mehr Frauen in Führungsrollen an. Die Umbesetzungen könnten weitere Dominoeffekte auslösen. So wird spekuliert, dass Staatsminister Michael Meister seinen Posten für Digital-Staatssekretär Philipp Amthor räumen könnte. Als Ausgleich für Hessen, Meisters Heimatland, könnte der frühere Kanzleramtsminister Helge Braun an die Spitze der Weltgesundheitsorganisation in Genf wechseln.

Loyalität oberstes Gebot für Spahn-Nachfolge - Merz erwartet bedingungslose Treue

Für die Besetzung der Schlüsselpositionen gelten strenge Kriterien. Wer Fraktionschef oder Kanzleramtsminister werden will, muss vor allem eines mitbringen: bedingungslose Treue zu Kanzler Friedrich Merz ohne übermäßigen persönlichen Ehrgeiz. Nur langjährige Weggefährten, die Merz' Stärken und Schwächen genau kennen und denen er vollständig vertraut, kommen für diese Ämter in Betracht.

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/bua/news.de/stg

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