Rede an die Nation am 16.07.: Wirbel um Wahl-Gerüchte - worüber wird Donald Trump sprechen?
Donald Trump hält am 16. Juli eine Rede an die Nation. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Erstellt von Sabrina Böhme
14.07.2026 12.06
- Donald Trump hält am 16. Juli eine Rede an die Nation
- Ansprache im Live-Stream sehen? Diese Möglichkeiten haben Zuschauer aus Deutschland
- Reporter vermutet, dass Trump über Geheimdokumente spricht, die den Einfluss ausländischer Staaten bei der US-Wahl offenlegen sollen
US-Präsident Donald Trump will sich mit einer Rede an seine Landsleute richten. Ein Thema nannte Trump nicht. Es ist damit unklar, ob er sich zum Iran-Krieg, der seit Monaten die Schlagzeilen in den USA beherrscht, äußern wird. In den vergangenen Tagen eskalierte der Konflikt wieder. Laut einem Reporter könnte sich seine Ansprache um Wahlen drehen.
Donald Trumps Rede an die Nation am 16.07. im Live-Stream sehen
Trumps Ansprache an die Nation ist einer der wichtigsten TV-Sendeplätze in den Vereinigten Staaten. Freitagfrüh um 3.00 Uhr deutscher Zeit (Donnerstagabend 21.00 Uhr US-Ostküstenzeit) ist eine Rede an die Nation geplant, wie auf seinem Truth-Social-Account angekündigt wurde. Ob es eine Live-Übertragung in Deutschland geben wird, ist unklar. Über den Live-Stream des Weißen Hauses werden regelmäßig Reden und öffentliche Auftritte des US-Präsidenten übertragen. So auch eventuell Trumps geplante Rede. Ansonsten werden deutsche Nachrichtenportale zeitnah darüber berichten. Soweit es dazu Neuigkeiten gibt, informieren wir sie darüber auf news.de.
Reporter hegt Verdacht - redet Trump über Einfluss ausländischer Staaten bei der US-Wahl 2020?
Nach Informationen von MSNOW-Reporter Jake Traylor wird Trump kürzlich freigegebene Geheimdienstdokumente vorstellen. Er bezieht sich auf zwei anonym bleiben wollende Regierungsvertreter des Weißen Hauses. Diese sollen angeblich Pläne ausländischer Staaten zur Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahl 2020 offenlegen, wie das Weiße Haus behauptet. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf Anfragen zu den genauen Inhalten der geplanten Rede. Eine Rede an die Nation hält ein Präsident dann, wenn er wichtige Ankündigungen machen will oder ein bedeutender Moment für die Amerikaner eingetreten ist.
NEW: Trump's Thursday speech is slated to address newly declassified intelligence reports that the White House asserts reveal plans by foreign nations to interfere in the 2020 election, according to two White House officials granted anonymity to discuss internal plans.— Jake Traylor (@jake__traylor) July 13, 2026
Es ist nicht das erste Mal, dass Trump in seiner zweiten Amtszeit, die im Januar 2025 begann, eine solche Ansprache an die US-Bevölkerung hält. Im Dezember etwa verteidigte der bereits damals innenpolitisch stark unter Druck geratene Präsident seine Wirtschaftspolitik.
Wollte Russland Joe Biden schaden?
Die Aktivitäten ausländischer Akteure bei der Wahl 2020 sind keineswegs neu, berichtet "Daily Beast". Eine Analyse der US-Geheimdienste vom März 2021 kam zu dem Ergebnis, dass russische Akteure versuchten, Joe Bidens Ruf zu beschädigen. Sie verbreiteten unbelegte Anschuldigungen gegen den damaligen Kandidaten an amerikanische Medien, Regierungsvertreter und einflussreiche Persönlichkeiten – darunter auch Personen aus Trumps direktem Umfeld.
Auch der Iran geriet ins Visier der Ermittler: Hacker mit Verbindungen zu Teheran nahmen im August und September 2019 erfolglos Trumps Wahlkampfteam ins Visier, wie Reuters berichtete. Zusätzlich warnte ein Beamter der Trump-Regierung im Juni jenes Jahres vor chinesischen Versuchen, die öffentliche Meinung zu manipulieren.
Trump will Niederlage gegen Joe Biden nicht einsehen
Hinzu kommt Trumps Weigerung, seine Niederlage gegen Biden einzugestehen. Er hat über die Jahre zahlreiche unbelegte Verschwörungstheorien hervorgebracht. Eine davon betraf ausgerechnet Venezuela – ein Land, das offiziell nie als Akteur bei der Wahl 2020 eingestuft wurde.
Sein ehemaliger Anwalt Rudy Giuliani behauptete fälschlicherweise, die Software des Wahlmaschinenherstellers Dominion Voting Systems habe Stimmen manipuliert und sei unter Einfluss des bereits 2013 verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez sowie Chinas entwickelt worden. Diese Lügen kamen den mittlerweile 82-Jährigen teuer zu stehen: Giuliani wurde wegen seiner falschen Wahlbehauptungen die Anwaltszulassung entzogen.
Trump wettert gegen Briefwahlen
In einem Interview mit dem konservativen Sender Newsmax am Montagabend (13. Juli) wollte Trump keine konkreten Details zu seiner geplanten Rede verraten. Stattdessen wetterte er gegen das amerikanische Briefwahlsystem und verwies auf die jüngste Bürgermeisterwahl in Los Angeles.
Dort scheiterte der Trump-nahe Kandidat Spencer Pratt am Einzug in die Stichwahl, nachdem die Auszählung der Briefstimmen ihn auf den dritten Platz hinter die Kandidatin der Democratic Socialists of America, Nithya Raman, verdrängte. Trump und seine Anhänger bezeichneten das Ergebnis ohne Belege als manipuliert. "Unsere Wahlen sind korrupt und wir müssen das in Ordnung bringen", erklärte der Präsident. "Wir brauchen Wählerausweise, wir brauchen einen Staatsbürgerschaftsnachweis, und wir müssen etwas gegen die Briefwahlen unternehmen, die einfach korrupt und betrügerisch sind und nicht erlaubt sein sollten."
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