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Donald Trump: US-Präsident schimpft über "erbärmlichen" Zustand des Weißen Hauses

Donald Trump bemängelt Schäden am Weißen Haus und teilt Bilder vom abbröckelnden Putz. Bild: picture alliance/dpa/AP photo | Alex Brandon

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  • Donald Trump berichtet vom "erbärmlichen" Zustand des Weißen Hauses
  • Bilder sollen die "Peinlichkeit" beweisen
  • US-Präsident besichtigte persönlich die Baustelle
  • Ablenkung von den wahren Problemen: Kritik an Trump-Beitrag
  • Der Republikaner finanziert Umbauarbeiten am Weißen Haus mit Steuergeldern

Donald Trump spricht weiter über seine Umbauarbeiten am Weißen Haus. Am Samstag (11. Juli) hat der US-Präsident aufTruth Social zu einem Rundumschlag gegen den Zustand seiner eigenen Residenz ausgeholt. Dazu veröffentlichte er zwei wenig schmeichelhafte Fotos, die den offenbar erbärmlichen Zustand des Weißen Hauses dokumentieren sollen. 

Trump beschwert sich über das Weiße Haus - Fotos zeigen vermeintliche Mängel

Auf den Bildern sind Baugerüste und offenbar unfertige Putzarbeiten an der Fassade zu sehen. "Das ist die schreckliche Fassade des Weißen Hauses, und so sieht sie schon seit Jahren aus", schrieb Trump. Den Zustand bezeichnete er als "deplorable", zu Deutsch "erbärmlich" – und sprach von einer "Peinlichkeit", die bereits "seit Jahren" bestehe. Dabei zog er einen Vergleich, um die vorherige Biden-Regierung schlechtzureden. "Der Zustand ist erbärmlich, genau wie unser Land, als ich es von Sleepy Joe Biden übernommen habe." 

Trump kündigte an, das Weiße Haus "zum Glanz von vor 100 Jahren" zurückführen zu wollen. Dann setzte er noch einen drauf: "Tatsächlich wird es weit besser als das." In kurzer Zeit werde das Gebäude zu einem "Symbol außergewöhnlicher Schönheit und Stolz", versprach der Präsident.

US-Präsident begutachtet persönlich die Baustelle

Die veröffentlichten Aufnahmen stammen vermutlich vom North Portico, dem nördlichen Haupteingang des Weißen Hauses. Dort laufen derzeit auf Anweisung des US-Präsidenten Bauarbeiten an den charakteristischen Säulen. Am selben Tag, an dem Trump seinen Social-Media-Beitrag verfasste, wurde er fotografiert, wie er die mit Planen verhüllten Renovierungsarbeiten inspizierte, berichtet "Daily Beast". Er war umgeben von Sicherheitspersonal und gekleidet in Poloshirt und Kappe mit seinem Namen. 

Donald Trump als Schadenbegutachter unterwegs

Wie ein Regierungsvertreter gegenüber "CNN" mitteilte, sollen die sicherheitsrelevanten Verstärkungen am North Portico bis Mitte September fertiggestellt sein. Bereits im Mai hatte Trump sechs Minuten damit verbracht, den Eingangsbereich zu untersuchen. Innenminister Doug Burgum erklärte diese Woche, Trump entdecke bei Empfängen von Staatsgästen regelmäßig Schäden an den Säulen und ordne dann Reparaturen an.

Trump kümmert sich nicht um die Amerikaner - Wut nach Trump-Beitrag entbrannt

Dass Trump dem Zustand des Weißen Hauses mehr Prioritäten schenkt, als anderen wichtigen Dingen, regt viele Menschen im Land auf. Das wird an Kommentaren unter einem Beitrag des Accounts "Republicans Against Trump" auf der Plattform X deutlich. Dazwischen kommen wieder viele spöttische Kommentare auf:

  • "Ich jedenfalls bin froh, dass er sich mit seinen blöden Projekten ablenkt. So hat er umso weniger Zeit, unser Land zu ruinieren."
  • "Ich denke nicht, dass es falsch ist, das Weiße Haus wiederherstellen zu wollen. Ich finde jedoch großen Fehler darin, angesichts der aktuellen Umstände nicht das zu priorisieren, was am besten für das amerikanische Volk ist. Führung erfordert umsichtige Entscheidungsfindung. Trump ist dieser Aufgabe nicht gewachsen."
  • "Wenn sie schon seit vielen Jahren so schlecht waren, warum hat er sie dann nicht schon in seiner ersten Amtszeit in Ordnung gebracht?"
  • "Schade, dass er seine Zeit nicht damit verbringt, das Leben der einfachen Amerikaner tatsächlich zu verbessern"

 

Trumps neue Umbaupläne - Hubschrauberlandeplatz für sechs Millionen Dollar

Neben den Arbeiten am Eingangsbereich plant Trump weitere kostspielige Umbauten. Der South Lawn soll aufgerissen werden, um einen neuen Landeplatz für den Präsidentenhubschrauber Marine One zu errichten. Die Kosten für dieses Projekt könnten sich auf bis zu sechs Millionen Dollar belaufen. Als besonderes Detail soll das Präsidentensiegel in Granit in den Boden eingelassen werden.

Parallel dazu entsteht ein neuer Ballsaal auf dem Gelände des Weißen Hauses. Für dessen Bau wurde der historische East Wing abgerissen. Innenminister Burgum lobte das Renovierungsteam, das bereits Arbeiten an der Südseite des Gebäudes "ohne großes Aufsehen" abgeschlossen habe – niemand habe darüber berichtet. Auch die Sicherheitsmaßnahmen rund um das Weiße Haus werden deutlich ausgeweitet. Trump plant die Installation von Zäunen entlang der Pennsylvania Avenue NW. Die umfangreichen Renovierungsarbeiten werden aus Steuergeldern finanziert und sorgten in den letzten Monaten bereits für Unglauben und Kritik.

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/news.de/stg

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