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Donald Trump: 88 Millionen Dollar fällig - US-Präsident scheitert mit Notfall-Klage

Donald Trump scheiterte mit seiner Notfall-Klage gegen die Zahlung von rund 5 Millionen Dollar, die er der Klägerin E. Jean Carroll schuldet. Bild: dpa/AP photo/Alex Brandon

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  • Erneute Richter-Schlappe für Donald Trump – Notfall-Klage abgewiesen
  • 5,5 Millionen Dollar - US-Präsident zu Zahlung an E. Jean Carroll verdonnert
  • Prozess wegen sexueller Übergriffe gegen Autorin hat für Trump ein spätes Nachspiel

Donald Trump ist mit seinem Versuch erneut gescheitert, Zahlungen an Autorin E. Jean Carroll zu blockieren. Richterin Eunice C. Lee vom Berufungsgericht des Zweiten Bezirks wies seinen Notfall-Antrag am Mittwochabend zurück, wie "Politico" berichtet, nachdem bereits am Samstag ein Einwand des US-Präsidenten kläglich scheiterte.

US-Präsident Donald Trump zur 5,5-Millionen-Dollar-Zahlung verdonnert

Zum Hintergrund: Donald Trump schuldet der ehemaligen Magazin-Kolumnistin insgesamt 88 Millionen Dollar aus zwei Verleumdungsprozessen. Eine Geschworenen-Jury hatte Trump zuvor für sexuelle Übergriffe haftbar gemacht. Carroll hatte ihn beschuldigt, sie sexuell angegriffen zu haben. Gegenüber den Medien berichtete sie schließlich über Trumps bizarres Verhalten vor Gericht.

Trotz der rechtskräftigen Urteile hat Trump bislang keinen Cent an sein Opfer überwiesen. Am Mittwoch ordnete ein Bundesrichter zunächst die Auszahlung von fünf Millionen Dollar an – woraufhin Trump umgehend den gescheiterten Notfall-Antrag einreichte.

Donald Trump will nicht zahlen - seine absurde Verteidigungslinie

Die Argumentation seiner Anwälte mutet kurios an: Carroll beabsichtige ohnehin, das Geld zu verschenken, und habe dafür sogar eine Stiftung ins Leben gerufen. "Die Gelder werden wahrscheinlich nicht zurückzuerlangen sein", heißt es im Notfall-Antrag. Jede spätere Aussetzung der Zahlung wäre damit wirkungslos.

Zusätzlich klammerte sich Trumps Team an die Hoffnung auf eine erneute Anhörung vor dem Supreme Court, berichtet "Rawstory". "Trump hat einen ernstzunehmenden Antrag auf Wiederaufnahme vorgelegt", argumentierten die Anwälte. Die Gegenseite behandle diese Möglichkeit, "als wäre sie imaginär. Das ist sie nicht."

Der Antrag warnte, Trump werde "irreparabel geschädigt", sollte keine Aussetzung erfolgen.

Trump-Schlappe vor Gericht - zwei Urteile, 88 Millionen Dollar Schulden

E. Jean Carroll arbeitete früher als Kolumnistin für ein Magazin, bevor sie Trump wegen Verleumdung vor Gericht brachte. Sie hatte ihm vorgeworfen, sie sexuell angegriffen zu haben – eine Anschuldigung, die eine Jury für glaubwürdig befand und Trump für den Übergriff haftbar machte.

In zwei separaten Verfahren erstritten Carrolls Anwälte beträchtliche Summen: 2023 sprachen die Geschworenen ihr fünf Millionen Dollar Schadensersatz zu, ein Jahr später folgten weitere 83 Millionen Dollar. Trotz dieser rechtskräftigen Urteile blieb Trump die Zahlungen bislang schuldig.

Am Mittwoch verfügte ein Bundesrichter nun schließlich, dass Trump zumindest die ersten fünf Millionen Dollar auszahlen muss. Auch wenn Trump dagegen erheblichen Widerstand leistet.

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/bua/news.de/stg

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