Wladimir Putin: Putin sichtlich angeschlagen im Bunker - neue Fotos werfen Fragen auf
Wladimir Putins jüngster Frontbesuch wird zum PR-Desaster für den Kreml. Bild: picture alliance/dpa/Russian Presidential Press Service via AP | Uncredited
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
07.07.2026 09.19
- Wladimir Putin präsentiert sich bei Frontbesuch im XXL-Anzug
- Im Tarnbunker wirkt Putin regelrecht verloren
- Putins Militär-Look wirft Fragen auf
- Ein ukrainischer Berater behauptet, der Frontbesuch sei lediglich ein "Filmset" gewesen
- Kremlchef nach Ukraine-Erfolgen zunehmend unter Druck
Wladimir Putin, der zuletzt gleich mehrere heftige Rückschläge im Ukraine-Krieg erleben musste, tauschte am späten Freitagabend seinen gewohnten Designeranzug gegen viel zu große grüne Militärkleidung – und das Ergebnis war alles andere als präsidial. Bei einem seltenen Besuch an der Front inspizierte der Kremlchef einen getarnten Kommandoposten der russischen Streitkräfte.
Wladimir Putin im XXL-Kampfanzug: Frontbesuch wird zum PR-Desaster für den Kreml
Was als Demonstration von Stärke und Entschlossenheit geplant war, entwickelte sich jedoch zum PR-Desaster. Auf den veröffentlichten Aufnahmen wirkt Putin sichtlich verstört und niedergeschlagen, während er aus einem unterirdischen Tunnel hervorspäht. Statt eines entschlossenen Oberbefehlshabers zeigen die Bilder einen desorientierten Präsidenten, der offenkundig lieber woanders gewesen wäre, berichtet der "Daily Star".
Seltener Frontbesuch: Putins Auftritt im Tarnbunker sorgt für Diskussionen
Auch die Aufnahmen aus dem vorgeschobenen Kommandoposten der russischen Streitkräftegruppe sprechen eine deutliche Sprache. Putin bewegte sich durch die beengten, mit Tarnmaterial verkleideten Gänge und machte dabei einen reichlich verlorenen Eindruck. Sein Gesichtsausdruck schwankte dem Bericht nach zwischen Verwirrung und offensichtlichem Unbehagen.
An seiner Seite bemühte sich Generalstabschef Waleri Gerassimow redlich, die Stimmung zu heben. Er versuchte, den sichtlich missgelaunten Präsidenten mit Schilderungen über militärische Erfolge auf dem Schlachtfeld aufzumuntern. Doch selbst die Berichte über angebliche Geländegewinne konnten Putins grimmige Miene nicht aufhellen.
Alles nur Kulisse? Ukrainischer Berater spottet über Putins "Filmset"
Der ehemalige stellvertretende ukrainische Innenminister-Berater Anton Gerashchenko bezweifelt allerdings, dass Putin tatsächlich an der Front war. Auf der Plattform X schrieb er, seit zwei Tagen lache jeder über das Video: "In Wirklichkeit war es ein Filmset in einem Bunker."
Als Beweise führt Gerashchenko mehrere verdächtige Details an: Ein Tarnnetz sei im Inneren eines Gebäudes aufgehängt worden, zudem würden Bodenbelag, Beleuchtung und Akustik wie in einem Studio wirken. "Ich frage mich, wie oft sie das geprobt haben?", spottete er über die vermeintliche Inszenierung.
For the second day in a row, everyone has been laughing at this video.
— Anton Gerashchenko (@Gerashchenko_en) July 4, 2026
Yesterday, Putin, dressed in military uniform, allegedly made a rare visit to the front line, to one of the auxiliary command posts. In reality, it was a film set inside a bunker. As we can see, they have a… pic.twitter.com/eQV32O8cbh
Kremlchef nach Ukraine-Erfolgen zunehmend unter Druck
Putin selbst hat sich bislang nicht zu den Fake-Gerüchten geäußert. Sicher ist jedoch: Der ungewöhnliche Frontbesuch kommt zu einem heiklen Zeitpunkt für den Kreml. Russland kämpft derzeit gegen Berichte an, wonach die eigene Kriegsmaschinerie ins Stocken geraten sei. Eine Serie erfolgreicher ukrainischer Drohnenangriffe hat dem Land offenbar erheblich zugesetzt und einen akuten Treibstoffmangel ausgelöst.
Mit dem inszenierten Auftritt an vorderster Linie wollte Moskau offensichtlich diesen Darstellungen entgegenwirken und Handlungsfähigkeit demonstrieren. Dass ausgerechnet diese Aktion so gründlich misslang, dürfte die Kommunikationsstrategen im Kreml vor zusätzliche Probleme stellen.
Auch diese Putin-News sind einen Blick wert:
- Satellitenbilder enthüllen - Putins Atom-Riese ist zurück an der Nato-Grenze
- Kreml unter Druck - neue Angriffsserie bringt Putins Krim-Bollwerk ins Wanken
- "Das ist kein Bluff" - Ex-Kommandeur droht mit Rebellion gegen den Kreml
- Blutbad an der Front - Putins Soldaten überleben oft nur wenige Minuten
- Putins peinlicher Plakat-Auftritt - Kreml-Kampagne sorgt im Netz für Spott