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Donald Trump beharrt auf Vandalismus-Theorie: "Hören Sie auf damit!" Republikaner haben Trumps Lügen satt

Auch ohne hieb- und stichfeste Beweise beharrt Donald Trump darauf, dass der für 14 Millionen US-Dollar sanierte "Lincoln Memorial Reflecting Pool" von Vandalismus zerstört wurde. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson

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  • Donald Trump blamiert sich mit Sanierung von Lincoln Memorial Reflecting Pool
  • US-Präsident und Vertraute beharren auf Vandalismus-Theorie
  • Republikaner stellt Lüge zu mutwilliger Sachbeschädigung bloß

Donald Trumps zweite Amtszeit als US-Präsident fällt bekanntlich mit dem 250. Jahrestag der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika zusammen - für den Republikaner ein triftiger Grund, altehrwürdige Wahrzeichen der USA einer Generalüberholung zu unterziehen. Nicht nur am Weißen Haus in Washington wird seit Trumps Rückkehr eifrig gewerkelt, auch der "Lincoln Memorial Reflecting Pool" unweit von Trumps Amtssitz wurde saniert. Das Ergebnis der Arbeiten, die satte 14 Millionen US-Dollar verschlangen, sorgte jedoch für Fassungslosigkeit und Spott gleichermaßen.

Lincoln Memorial Reflecting Pool verlottert kurz nach Trump-Sanierung

Denn nur wenige Tage, nachdem das Wasserbecken am Fuße des Lincoln Memorials fertiggestellt wurde, machten sich nicht nur schlierig-grüne Algen breit, auch die neu angebrachte Auskleidung, die dem Reflecting Pool einen blauen Schimmer verleihen sollte, hing alsbald in unansehnlichen Fetzen.

Donald Trump macht Vandalismus für Beschädigungen verantwortlich - doch die Beweise fehlen

Donald Trump zufolge seien die Beschädigungen auf Vandalismus zurückzuführen - einen hieb- und stichfesten Beweis dafür blieb der US-Präsident jedoch schuldig, obwohl im Umfeld des Beckens installierte Überwachungskameras mögliche Tatverdächtige hätten aufzeichnen müssen. Trotzdem bleibt Donald Trump ebenso wie seine Vertrauten dabei: Das ramponierte Erscheinungsbild ist kein Ergebnis von Pfusch am Bau.

Republikaner stellen Lügen-Theorie nach Sanierungspannen bloß

Nun werden jedoch nicht nur unter Trump-Kritikern, sondern auch im republikanischen Lager deutliche Widerworte laut, die Trumps Argumentation als hilflose Verleugnung von Tatsachen anprangern. Klare Worte kamen diesbezüglich von Michael Steele, dem früheren Vorsitzenden des "Republican National Committee", der sich in einem Beitrag bei X (vormals Twitter) zum Pool-Debakel äußerte.

Trumps Innenminister Burgum verliert die Geduld und beharrt auf Vandalismus-Begründung

Zuvor hatte der Zoff um den verunstalteten "Lincoln Memorial Reflecting Pool" eine weitere Runde erreicht, als sich Innenminister Doug Burgum in einem TV-Interview mit der CNN-Moderatorin Dana Bash anlegte. Die TV-Moderatorin hatte nach der Behauptung des Republikaners, die Sehenswürdigkeit sei kurz nach der Sanierung durch Vandalismus beschädigt worden, mit einer Nachfrage nachgehakt und hatte wissen wollen, ob es Beweisfotos gäbe, die belegen, dass das Wasserbecken mutwillig beschädigt wurde. Doug Burgum hatte dafür nur eine trotzige und nichtssagende Antwort parat: "Dana, ich bin mir nicht sicher, warum Sie und andere Medienvertreter es immer noch anzweifeln. Es würde sich niemals einfach so ablösen. Es wurde festes Material verwendet."

"Hören Sie auf damit!" Republikaner von Trumps Verschwörungstheorie massiv genervt

Für Michael Steele eine Steilvorlage für eine knallharte Abrechnung, die die Behauptungen des Innenministers als glasklare Lüge bloßstellt. "Wir wissen, dass dieser Schlamassel nicht passiert ist. Sie wissen doch, dass es Kameras am Pool gibt, die rund um die Uhr aufzeichnen, nicht wahr? Sie haben keine Fotos von irgendjemandem, der in den Reflecting Pool eintaucht, um die Beschichtung aufzuschlitzen. Aber wir haben Videos und Fotos, die zeigen, wie sich die Folie vom Boden des Pools löst. Hören Sie auf damit. Sobald man Sie auffordert, Vandalismus zu beweisen, jammern Sie, warum man Sie deswegen befragt."

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