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Friedrich Merz im freien Fall: Merz so schlecht wie nie – kein Kanzler war schwächer

Friedrich Merz erreicht historischen Negativrekord. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

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  • Friedrich Merz erreicht im ARD-DeutschlandTrend mit 13 Prozent einen historischen Tiefstwert
  • Die AfD liegt mit 27 Prozent inzwischen deutlich vor der Union (22 Prozent)
  • Auch die Rentenpläne der Bundesregierung stoßen bei vielen Befragten auf Skepsis

Die Zustimmungswerte für Friedrich Merz befinden sich im freien Fall. Laut dem aktuellen ARD-DeutschlandTrend sind lediglich 13 Prozent der Befragten mit seiner Amtsführung zufrieden – ein Minus von drei Punkten gegenüber dem Vormonat. Fünf von sechs Deutschen zeigen sich unzufrieden mit dem Bundeskanzler. Damit erreicht Merz einen traurigen Rekord: In knapp drei Jahrzehnten erhielt kein amtierender Regierungschef jemals schlechtere Bewertungen.

Besonders alarmierend für die schwarz-rote Koalition: Die AfD liegt in der Sonntagsfrage mit 27 Prozent mittlerweile fünf Punkte vor der Union. Der Druck auf die Regierung wächst damit weiter.

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Friedrich Merz im Freien Fall: Koalitionsparteien im Umfragekeller

Die Sonntagsfrage offenbart das ganze Ausmaß der Regierungskrise. Mit 27 Prozent führt die AfD das Feld deutlich an, während die Union auf 22 Prozent abrutscht und einen weiteren Punkt verliert. Der Abstand von fünf Prozentpunkten zwischen beiden Parteien verdeutlicht die dramatische Lage für Schwarz-Rot.

Noch härter trifft es den kleineren Koalitionspartner: Die SPD stürzt auf nur noch 12 Prozent ab – ebenfalls ein Minus von einem Punkt. Damit liegen die Sozialdemokraten hinter den Grünen, die 15 Prozent erreichen. Selbst die Linke folgt mit 11 Prozent dicht auf. Die Unzufriedenheit mit der Arbeit beider Regierungsparteien hält seit Monaten an. Die Koalition hofft nun auf einen Befreiungsschlag durch ihre jüngst vorgestellten Reformvorhaben.

Skepsis gegenüber Rentenreform überwiegt

Die Bundesregierung präsentierte ihre Rentenpläne als großen Wurf. "Die Rente bleibt sicher und die Lasten werden gerecht verteilt über alle gesellschaftlichen Gruppen, über alle Generationen hinweg", erklärte Bundskanzler Merz. Doch die Bevölkerung reagiert zurückhaltend auf diese Versprechen. Nur etwa jeder Dritte (35 Prozent) ist überzeugt, dass die angekündigte Reform die Alterssicherung tatsächlich stabiler macht. Die Mehrheit von 52 Prozent bezweifelt dies. Noch kritischer fällt das Urteil zur Generationengerechtigkeit aus: Lediglich 30 Prozent glauben, dass die Reform für einen fairen Ausgleich zwischen Jung und Alt sorgen wird. 57 Prozent sehen das anders. Auffällig ist die unterschiedliche Wahrnehmung je nach Lebensphase: Rentner zeigen mehr Vertrauen in die Pläne als Erwerbstätige, ältere Menschen mehr als jüngere.

Breite Zustimmung nur für einzelne Maßnahmen

Bei den konkreten Reformelementen zeigt sich ein gemischtes Bild. Auf große Akzeptanz stößt der Plan, künftig Selbstständige, Politiker und Vorstände von Aktiengesellschaften in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen – 84 Prozent befürworten dies. Auch die kapitalgedeckte Zusatzrente mit leicht erhöhten Beiträgen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber findet mit 56 Prozent Zustimmung. Diese Maßnahme kommt besonders bei Anhängern von Union, Grünen und SPD gut an. Deutlichen Gegenwind gibt es hingegen beim geplanten höheren Renteneintrittsalter. Die Kopplung an die Lebenserwartung lehnen 63 Prozent ab – nur jeder Dritte hält dies für richtig. Noch unpopulärer ist die Abschaffung der Rente ab 63: Sieben von zehn Deutschen sprechen sich gegen das Ende des abschlagsfreien vorzeitigen Renteneintritts für besonders langjährig Versicherte aus.

Wirtschaftssorgen belasten Millionen Deutsche

Die schwierige Stimmungslage hat tiefere Ursachen. Fast vier von fünf Deutschen machen sich Sorgen um den Wirtschaftsstandort Deutschland. Jeder Zweite fürchtet finanzielle Probleme im Alter. Besonders beunruhigend: Mittlerweile hat fast jeder vierte Erwerbstätige sehr große oder große Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz. In absoluten Zahlen bedeutet das etwa zehn Millionen Menschen, die um ihre berufliche Existenz bangen. Diese wirtschaftlichen Ängste erklären, warum auch die Bürger auf einen Befreiungsschlag der Regierung hoffen. Bei der Vorstellung der Reformvorhaben im Koalitionsausschuss hatte Merz noch optimistisch erklärt: "Heute ist ein guter Tag." Ob die Maßnahmen die Stimmung drehen können, bleibt angesichts der verhaltenen Reaktionen fraglich.

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