Sabotage an Gaspipelines: Selenskyj will Nord-Stream-Anklage nicht kommentieren
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Erstellt von Sarah Knauth
01.07.2026 19.36
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Anklageerhebung gegen einen mutmaßlichen Drahtzieher der Nord-Stream-Anschläge vorerst nicht kommentieren. Er kenne noch nicht alle Details, sagte er am Abend am Rande eines Besuchs in Irland in einer Pressekonferenz. Er denke, dass sich die zuständigen Behörden aus Deutschland und der Ukraine nun in Verbindung setzten. "Wenn wir mehr Details erhalten, dann können wir sicherlich reagieren", sagte Selenskyj. "Derzeit ist es noch zu früh, etwas dazu zu sagen."
Zuvor war bekanntgeworden, dass im Fall der Anschläge auf die Nord-Stream-Gaspipelines im Jahr 2022 erstmals Anklage gegen einen mutmaßlichen Beteiligten erhoben wurde. Nach Medienberichten wirft die Bundesanwaltschaft einem Ukrainer unter anderem das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und die Zerstörung von Bauwerken vor. Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg muss nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Prozesses entscheiden. Brisant ist der Fall, weil die Ukraine bislang jegliche Verantwortung für die Nord-Stream-Anschläge zurückgewiesen hat.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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