Stephen Miller: "Was für ein Heuchler" - Trump-Vertrauter entsetzt mit Plan für Schwangere
Stephen Miller gilt als enger Berater von Donald Trump. Bild: picture alliance / Evan Vucci/AP/dpa | Evan Vucci (Archivfoto)
Von news.de-Redakteurin Franziska Kais
01.07.2026 14.02
- Stephen Miller entsetzt mit Plan für Schwangere
- Trump-Vertrauter will Geburtstourismus in die USA stoppen
- Miller erwägt Einreiseverbot für schwangere, ausländische Frauen
Diese Aussagen haben Sprengkraft. Stephen Miller, stellvertretender Stabschef im Weißen Haus und Homeland Security Advisor, hat am Dienstagabend (30. Juni) in einem Interview mit dem Sender Fox News angedeutet, dass die Trump-Regierung erwägt, ein Einreiseverbot für ausländische, schwangere Frauen zu verhängen. Ziel dieser Maßnahme ist es, den Geburtstourismus in die USA endgültig zu stoppen.
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Stephen Miller entsetzt mit Plan für Schwangere
Der Oberste Gerichtshof hatte die Exekutivanordnung zur Abschaffung des Geburtsrechtsprinzips am Dienstag für ungültig erklärt. Eine Entscheidung, die in der Trump-Administration zusätzlich für Frust und Wut gesorgt haben dürfte. Denn erst kurz vorher hatte der US-Präsident vor Gericht drei krachende Niederlagen hinnehmen müssen. Mit einem Einreiseverbot für Schwangere würde die Trump-Regierung ihr Ziel allerdings auch ohne die Abschaffung des Geburtsrechtes erreichen.
Stephen Miller on Birthright Citizenship Decision: I can step tomorrow onto the deck of a 747. It does not mean that I'm the pilot of that plane and I'm qualified to fly it.
— Acyn (@Acyn) July 1, 2026
We have people from all over the world from third world nations, nations that on their own would have… pic.twitter.com/ZLf3jh8XeC
Trump-Vertrauter erzürnt mit Aussagen zu Geburtsrecht
"Was ich sagen will, Jesse, ist, dass man sich jetzt sehr genau überlegen muss, wen man ins Land lässt, selbst nur vorübergehend, wegen der Möglichkeit des Geburtstourismus", so Miller im Fox-News-Interview. Der Trump-Berater sprach sich ausdrücklich dagegen aus, Menschen die Einreise zu gewähren, "die nur hierherkommen, um auf amerikanischem Boden Kinder zu bekommen". Die Aussagen von Stephen Miller verwundern nicht. Der Trump-Vertraute ist als rechtsextremer Hardliner und Einwanderungsgegner bekannt.
Stephen Millers Schwanger-Plan sorgt für Empörung - "Was für ein Heuchler"
In den sozialen Netzwerken lösten Millers Aussagen dennoch heftige Reaktionen aus. Auch seine abschätzigen Bemerkungen über Menschen aus Ländern der Dritten Welt ("Wir haben Menschen aus aller Welt, aus Ländern der Dritten Welt – Ländern, die aus eigener Kraft niemals das Rad erfunden hätten, geschweige denn moderne Technologie, geschweige denn Medizin, geschweige denn den Flugverkehr") sorgen für Fassungslosigkeit und Empörung:
- "Stephen Millers Familie wanderte 1906 aus dem heutigen Weißrussland in die USA aus. Was für ein Heuchler er doch ist!"
- "Wie, glaubt er denn, ist er Staatsbürger geworden? Irgendwann wurde einem seiner Vorfahren das Staatsbürgerschaftsrecht durch Geburt gewährt."
- "Ja, genau das gleiche Privileg wie du, Stevie. Für wen zum Teufel hältst du dich eigentlich?"
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