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JD Vance: TV-Auftritt geht nach hinten los – Trump-Vize in Bedrängnis

JD vance sorgt mit einem Interview für Wirbel. Bild: picture alliance/dpa/Pool REUTERS | Nathan Howard

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  • JD Vance wirft den Demokraten fehlende Kompromissbereitschaft bei Wohn- und Benzinkosten vor
  • Kritiker verweisen auf ein parteiübergreifend beschlossenes Wohnungsgesetz, das Trump bislang nicht unterzeichnet hat
  • Politische Beobachter und Nutzer sozialer Medien werfen Vance einen Widerspruch zwischen Rhetorik und Regierungshandeln vor

Mit einem Interview bei Fox News sorgt JD Vance für mächtig Wirbel. Im Gespräch mit Moderatorin Laura Ingraham beklagte der US-Vizepräsident am Dienstagabend (30.06.2026), die Demokraten seien nicht bereit, mit den Republikanern bei der Senkung von Wohnkosten und Benzinpreisen zusammenzuarbeiten. Das Problem an dieser Darstellung: Der Kongress hat erst kürzlich ein Wohnungsgesetz mit überwältigender überparteilicher Unterstützung verabschiedet. US-Präsident Donald Trump weigert sich jedoch, das Gesetz zu unterzeichnen.

Politische Analysten und Nutzer in sozialen Medien reagierten mit Unverständnis auf Vances Aussagen. Sie verwiesen darauf, dass genau die von ihm geforderte Zusammenarbeit bereits stattgefunden habe – und nun ausgerechnet an seinem eigenen Chef scheitere. Die Diskrepanz zwischen Vances Rhetorik und dem Handeln der Administration löste eine Welle der Empörung aus.

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JD Vance: Demokraten wollen "Kommunismus" statt Kompromisse

Im Interview bei "The Ingraham Angle" holte der Vizepräsident zu einem Rundumschlag gegen die Demokratische Partei aus. Er bezeichnete deren Politik als "Kommunismus" und warf ihr vor, sich auf die Abschaffung der Polizei und das Öffnen der Grenzen zu konzentrieren. "Ich würde es begrüßen, wenn die Demokraten bereit wären, mit uns an der Senkung der Wohnungspreise und der Benzinpreise zu arbeiten", sagte Vance im Gespräch mit Moderatorin Laura Ingraham. Dann könnte es "echte überparteiliche Kompromisse" geben. Stattdessen würden die Demokraten jedoch darüber reden, "die Polizei abzuschaffen und Kriminelle unsere Städte regieren zu lassen".

"Meint der das ernst?" Experten spotten über Vance

Die Reaktionen politischer Beobachter fielen vernichtend aus. "Meint dieser verdammte Typ das ernst? Sein Chef blockiert gerade ein überparteiliches Wohnungsgesetz", schrieb der demokratische Stratege Mike Nellis auf X. "Das haben sie bereits getan. Demokraten und Republikaner haben ein Wohnungsgesetz verabschiedet. Es erhielt massive überparteiliche Unterstützung. Trump hat es nicht unterzeichnet", stellte Jake Sherman, Gründer des Nachrichtenportals Punchbowl News, nüchtern fest. Der Politikexperte Joel Mendelson zog auf Bluesky einen sportlichen Vergleich: Vances Auftritt sei "wie ein Trainer, der ein Spiel aufgibt, aber sein Assistenztrainer versucht, dem gegnerischen Team die Schuld zu geben, das spielbereit erschienen war".

"Sein Chef hat das Gesetz als Geisel genommen!" Trump-Vize kassiert scharfe Kritik

Auch in den sozialen Medien hagelte es Kritik. "Was zum Teufel! Es gibt ein Wohnungsgesetz, das mit überwältigender überparteilicher Unterstützung verabschiedet wurde und derzeit von seinem verrückten Chef als Geisel gehalten wird", empörte sich ein Nutzer auf X. Andere wiesen auf die wirtschaftlichen Zusammenhänge hin: "JD, du verstehst doch sicher, dass der Krieg im Iran die Benzinpreise erhöht hat und die Zölle auf kanadisches Holz die Baukosten steigern. Euer Team hat diese Probleme verursacht, und die Demokraten können euren Schaden nicht reparieren." Ein weiterer Kommentar brachte es auf den Punkt: "Ihr kontrolliert das Weiße Haus, den Kongress und die Ausreden. Senkt die Preise." Die Kritiker erinnerten daran, dass die Lebenshaltungskosten bei Amtsantritt der aktuellen Regierung niedriger gewesen seien.

Rhetorik der Trump-Regierung und Realität klaffen auseinander

Die Kontroverse um Vances Interview offenbart einen bemerkenswerten Widerspruch in der Kommunikation der Trump-Administration. Während der Vizepräsident öffentlich mangelnde Kooperationsbereitschaft der Demokraten beklagt, liegt ein konkretes Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit auf dem Schreibtisch des US-Präsidenten – ununterschrieben. Das überparteiliche Wohnungsgesetz wurde vom Kongress mit breiter Zustimmung beider Parteien verabschiedet. Demokraten und Republikaner haben damit genau das getan, was Vance im Fernsehen einforderte. Dass Trump das Gesetz dennoch blockiert, untergräbt die Argumentation seines Stellvertreters grundlegend. Für die bevorstehenden Zwischenwahlen, die Vance im selben Interview als entscheidend bezeichnete, könnte diese Diskrepanz zwischen Worten und Taten noch zum Problem werden.

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