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Wladimir Putin: Peinlicher Plakat-Hit für Putin? Netz verspottet neue Kreml-Offensive

Mit einem neuen Wahlkampf-Plakat startet Wladimir Putin eine neue Macht-Offensive. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Vyacheslav Prokofyev

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  • Wladimir Putin bekommt Unterstützung von Kreml-Partei Einiges Russland
  • Einiges Russland startet eine neue Machtkampagne
  • Warum Putin plötzlich wieder das Gesicht der Kreml-Partei wird
  • Putins Wahlkampf-Plakat im Netz verspottet

Wladimir Putin, der im Ukraine-Krieg mit massiven Verlusten zu kämpfen hat, steht wieder im Mittelpunkt der politischen Inszenierung in Russland. Die Kreml-Partei Einiges Russland setzt im aktuellen Wahlkampf auf eine auffällige Kehrtwende und präsentiert sich erneut ganz offen als "Partei des Präsidenten".

"Für Putin sein ist das Minimum": Kreml-Partei macht den Präsidenten zum Wahlkampf-König

Auf dem Parteitag in Moskau enthüllten die Organisatoren ein neues Kampagnenplakat mit dem Slogan: "Für Putin sein ist das Minimum". Darüber prangt das Gesicht des Kremlchefs. Besonders ins Auge fällt dabei die Gestaltung des russischen Wortes "za" (zu Deutsch: "für"): Der kyrillische Buchstabe wurde durch ein lateinisches Z ersetzt – ein Zeichen, das seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine als Symbol der russischen Streitkräfte verwendet wird. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur TASS kommt das Plakat bereits in verschiedenen Regionen zum Einsatz, berichtet "Meduza".

Strategiewechsel im Kreml: Putin rückt wieder an die Spitze

Die neue Kampagne bedeutet einen deutlichen Bruch mit der bisherigen Linie. Seit 2007 hatte Putin, der zuletzt ungewohnt offen über Russlands Probleme im Ukraine-Krieg gesprochen hat, bewusst Abstand zu Einiges Russland gehalten.

Obwohl die Partei seine politische Machtbasis bildet, vermied der Kremlchef lange Zeit eine zu direkte Verbindung mit der Organisation. Den Parteivorsitz übernahm später Dmitri Medwedew, der diese Funktion seit 2012 innehat.

Früher war die Verbindung zwischen Putin und Einiges Russland deutlich offensiver. Bei den Duma-Wahlen 2007 führte Putin persönlich die Kandidatenliste der Partei an. Damals lautete der zentrale Wahlkampfslogan: "Putins Plan ist Russlands Sieg". Jetzt kehrt die Partei wieder zu einer klaren Botschaft zurück: Unterstützung für Putin soll zum Kern der politischen Identität werden.

Putins strategische Distanz zur Partei ist Geschichte

Die Annäherung zwischen Putin und Einiges Russland zeigt sich auch in internen Wahlkampfregeln. Traditionell ging die Partei vorsichtig damit um, sich direkt als "Putins Partei" zu bezeichnen. Vor den diesjährigen Wahlen erhielten die Regionalverbände jedoch neue Richtlinien.

Darin wurde die Bezeichnung als "Putins Partei" erstmals wieder als mögliche Botschaft aufgenommen – allerdings mit einer Einschränkung: Die Nutzung sollte nur "nach Genehmigung" erfolgen. Damit wird deutlich: Die Nähe zum Präsidenten ist wieder ein zentraler Bestandteil der Kampagne.

Spott im Netz: Kritik an der neuen Putin-Offensive

Putins neue Wahlkampfoffensive blieb nicht ohne bissige Reaktionen.Der Account WarTranslated kommentierte das Plakat auf X mit den Worten: "Einiges Russland ist die Partei des Präsidenten! Putin zu unterstützen ist das absolute Minimum!" Dazu die ironische Anmerkung: "Er wird sowieso gewinnen. Verschwendet kein Papier." Andere Kritiker verglichen Putins neue Kampagne mit einem "Fahndungs-Plakat".

Der Spott zielt auf den Kern des russischen Wahlsystems: Bei Abstimmungen, deren Ausgang als vorherbestimmt gilt, erscheint der aufwendige Propagandaapparat manchen Beobachtern als überflüssige Ressourcenverschwendung.

Putin als Symbol der Macht: Kreml setzt auf bekannte Botschaft

Trotz der Kritik läuft die Kampagne auf Hochtouren. Mit der neuen Offensive macht Einiges Russland deutlich: Putin soll nicht nur Staatschef, sondern erneut das zentrale Gesicht der politischen Bewegung sein.

Die Botschaft ist eindeutig: Wer die Partei unterstützt, unterstützt Putin – und genau diese Verbindung soll den Wahlkampf prägen.

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/fka/news.de

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